Beginn des Referendariats - Zu wann exmatrikulieren lassen?

Beginn Referendariat, zu wann muss ich mich exmatrikulieren lassen?

Immer wieder kommt es zu Schwierigkeiten, weil unsere Referendare sich zur falschen Zeit exmatrikulieren lassen. Es ist zwar i.d.R. kein unlösbares Problem, aber es ist unnötig und nervig. Es kostet Zeit. Gerade, wenn man kurz vor einem Versicherungswechsel noch Behandlungen beim Arzt hat und dann plötzlich die Frage auftaucht: Wer zahlt jetzt eigentlich was? Gerade erst letzte Woche hatte ich wieder eine Kundin. Eine Studienreferendarin. Meine bitte Vorweg: exmatrikuliert euch nicht einfach so, sondern besprecht das vorm Beginn einer Ausbildung im Öffentlichen Dienst oder Beginn eines Referendariats mit eurem Spezialmakler für private Krankenversicherung. Er wird euch sagen, zu wann ihr die Exmatrikulation durchführen soll. Das erspart euch und ihm unnötige Lauferei! Außerdem habt ihr dann, wenn ihr alles richtig macht einen nahtlosen Übergang der Krankenversicherungen und damit auch keine Wartezeiten (Allgemeine Wartezeit = 3 Monate, besondere Wartezeit = 8 Monate). Wartezeiten können nämlich gefährlich sein, weil ihr in den Wartezeiten keinen Versicherungsschutz hat. Könnte doof enden, wenn man nicht aufpasst. Wie ihr Wartezeiten vermeidet, erkläre ich euch in diesem Blog-Beitrag.

Was ist bei meiner Referendarin passiert?

Beginn des Referendariats war der 01.02.2018. Ich habe sie umfassend beraten und wir haben auch die passende Krankenversicherung für sie gefunden. Es hat soweit alles geklappt.

Wie immer habe ich die Annahmeerklärung der Gesellschaft und die Ernennungsurkunde zur Beamtin auf Widerruf dann für die Kundin (Service) zu ihrer gesetzlichen Krankenversicherung geschickt. Bis hierer alles ganz normal. Wie immer!

Kurz darauf kam eine WhatsApp von ihr, »Sven, ich habe ein Problem, du musst mir helfen…«

Sie schickte mir den Brief ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. Diese teilte ihr mit, dass die Exmatrikulation zum 29.01.2018 erfolgte, aber die Verbeamtung auf Widerruf und somit auch Beginn der neuen private Krankenversicherung erst zum 01.02.2018 stattfindet. Somit wäre die Dame quasi 3 Tage nicht versichert. Damit nun jedoch keine Wartezeiten (Allgemeine Wartezeit = 3 Monate, besondere Wartezeit = 8 Monate) in der privaten Krankenversicherung abzuleisten sind, fordern die Krankenversicherung in der Regel einen nahtlosen Übergang von gesetzlicher Krankenversicherung auf die private Krankenversicherung. Nahtlos war ihr Übergang also nun nicht mehr.

Die gesetzliche Krankenversicherung bot ihr nun eine freiwillige Versicherung mit Beitragszahlung an. Achtung: Falle!!!

In dem Moment, wo sie diese annehmen würde, würde das Wechselrecht aufgrund des Statuswechsels erlischen. Dadurch hätte sie für den Wechsel die reguläre Kündigungsfrist einzuhalten.

Die reguläre Kündigung geht zum Ende des übernächsten Kalendermonats!

Heißt also, die Dame hätte nun für 3 Monate den Beitrag als Referendarin zur freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen müssen. Hieße ein Beitrag für die drei Monate zusammen von 645,- bis 720 €, anstatt 189,75 € in der privaten Krankenversicherung. Zum Glück konnte ich der Kundin noch helfen und habe ihr dadurch bis zu 530,- € gespart, aber solche Probleme lassen sich im Vorfeld häufig vermeiden.

Falls ihr euch exmatrikulieren lasst, seht zu, dass ihr einen nahtlosen Übergang schafft. Beginnt euer Referendariat also zum 01.02., dann lasst euch auch erst zum 31.01.2018 exmatrikulieren. Das spart euch Geld, Zeit und Nerven. Oder geht auf Nummer sicher, wartet und sprecht das mit eurem Spezialmakler für private Krankenversicherungen durvch.

➲ Ich hoffe, euch hat unser Beitrag weitergeholfen…

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