CHANCE ERHÖHEN, DASS

PKV LASIK-OP

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Die Chance erhöhen, dass private Krankenversicherung eine Lasik-OP übernimmt. Jedes Jahr fragen mich Kunden, ob ihre private Krankenversicherung die Kosten für eine Lasik-Operation übernimmt. Ich hätte es mir – wie vermutlich die meisten Vermittler – einfach machen und meine Kunden stumpf an die Leistungsabteilung ihrer PKV verweisen können. Denn, Vermittler dürfen i.d.R. keine Leistungszusagen tätigen. Aber – und das ist meine persönliche Erfahrung – führt das meist zu einem unzufriedenen Kunden, weil er die gewünschte Operation meist nicht oder nur im geringen Maße erstattet bekommt. Das Thema Lasik-Operation ist sehr komplex undes kann von Anfang an viel falsch gemacht werden. Deswegen habe ich das Thema 2019 zu meinem Thema gemacht, um unseren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. In diesem Artikel möchte ich mein gewonnenes Wissen mit dir teilen und dir helfen, die typischen Fehler, die schon bei der Beantragen anfallen, zu umgehen. Das ist zwar keine Garantie, dass du dadurch die Lasik OP in vollem Umfang erstattet bekommst, aber es erhöht deine Chance enorm!

Sven Höhne, 19.03.2020

 

ARTIKEL ÜBERSICHT _____

Inhaltsverzeichnis

  • Was passiert bei einer LASIK-OP?
  • Was kostet eine AUGENLASER-OP?
  • Übernimmt meine PKV die KOSTEN? TEIL_1
  • Übernimmt die BEIHILFE die KOSTEN?
  • Übernimmt die PKV die KOSTEN? TEIL_2
  • Warum hat die PKV die ERSTATTUNG abgelehnt?
  • TINA – 2. Versuch ⎪neuer ARZT
  • Ich frage provokanter: Was KANN eine LASIK-OP schon kosten?
  • Es kommt auf den FAKTOR an!
  • Kritische Worte zum Thema LASIK-Behandlung
  • Was sind die Risiken bei LASIK-Operationen?
  • Die medizinische Notwendigkeit
  • Das Drohen mit einem BGH-Urteil
  • So erhöhst du die Chance, dass deine PKV die Kosten der LASIK-OP übernimmt!

 

 

INFORMATION _____

Was passiert bei der LASIK-OP?

Bei einer LASIK-Operation wird eine Veränderung der Hornhautkrümmung erreicht, indem man Gewebe mit einem hochpräzisen Femtosekundenlaser oder ein automatisch arbeitendes „Mikrokeratom“- Präzisionsinstrument eine hauchdünne Schicht Hornhaut vom Auge abträgt. Dies geschieht durch das Schneiden und Öffnen einer Lamelle. Im Fachjargon spricht man vom sogenannten »Flap«. Dieser wird zur Seite geklappt und dann kommt der Laser zum Einsatz. Mit ihm werden mikroskopisch kleine Teile der Hornhaut abgetragen. Bei Weitsichtigkeit wird die Brechkraft verstärkt und bei Kurzsichtigkeit wird sie verringert. Nachdem das geschehen ist, wird der Flap wieder zugeklappt, saugt sich von allein fest und verschließt die Wundfläche. Soweit zum Ablauf der Operation.

 

FRAG GOOGLE _____

Was kostet eine Augenlaser-OP? FRAG GOOGLE!

Viele Kunden machen hier ihren 1. Fehler. Was machen die meisten, wenn sie heutzutage eine Frage haben? Sie holen ihr Handy raus und fragen Google. Ja, ich gebe es zu, ich selbst mache es häufig genauso. Google beantwortet die Frage damit, dass die Kosten pro Auge zwischen 800 und 2.600 Euro liegen und liefert als Ergebnis gleich ein paar Anbieter mit. Diese Werben mit »Modernster Technik« und manche haben tolle Testsiegel, zum Beispiel ist einer der Anbieter aus den Werbeanzeigen TOP Mediziner 2019 im Test für »Refraktive Chirurgie & Katarakt« bei Focus (FOCUS-Gesundheit 04/2019). Also müssen die ja gut sein, oder? Eine Anzeige tiefer wirbt gleich der nächste Anbieter damit, dass er Testsieger 2019 ist. Deutschland, das Land der Testsieger! Ich öffne die Werbeanzeige und klicke auf den Button ›Kosten‹. Auf der Unterseite, die sich daraufhin öffnet, steht: ca. 995 Euro pro Auge. Krass, das ist ja fast geschenkt und sogar beim Testsieger. Bräuchte ich eine Laser-Behandlung, vermutlich hätte ich vor meine Recherche selbst bei einem der beiden angerufen und mich beraten lassen. Klingt doch vielversprechend, oder? Testsieger. 995 Euro pro Auge. Ich will mehr wissen! Übrigens die meisten meiner Lasik Kunden letztes haben sich ebenfalls ein Behandlungsangebot von diesem Dienstleister geholt. Nur mal so zur Info nebenbei. Eine von ihnen ist die liebe Tina*.

 

* Name(n) aus Datenschutzgründen geändert.

 

PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG _____

Übernimmt meine private Krankenversicherung (PKV) die Kosten?

Tina rief mich letztes Jahr an und sagte mir, dass sie endlich ihre Augen lasern lassen will. Ich fragte Tina, ob sie bereits ein Angebot vorliegen hätte und Tina bejahte meine Frage. Ich bat sie mir das Angebot zu schicken. Wenn du auf das Thumbnail klickst, kannst du die Rechnung sehen. Mir stechen gleich mehrere Dinge ins Auge. Erstens, ich sehe nur einen Pauschal-Betrag von eben diesen besagten 995 Euro pro Auge. Zusammen für beide Augen 1.990 Euro und 40 Euro für das Vorgespräch.

Ich habe Tina gefragt, was der Arzt ihr denn im Gespräch erklärt hat. Tina sagte mir, dass der Arzt sie gefragt habe, wo sie privat krankenversichert sei und das er geantwortet hätte, dass er schon etliche Kunden hatte, die bei ihrer PKV versichert gewesen seinen. Sie könnte unbesorgt sein, ihre Krankenversicherung hätte bisher bei all seinen Kunden die Kosten für die Laser Behandlung übernommen. Tina war voll euphorisch und klang mega happy.

Schauen wir nochmal auf das Behandlungsangebot. Die Kosten sind vor Behandlungsbeginn zu zahlen oder der Kunde – Tina – muss vorher Behandlungsbeginn einen Darlehensvertrag abschließen. Ich frage mich, warum das denn so sein muss, wenn doch die PKV von Tina die Kosten übernimmt. Und die PKV bezahlt ja i.d.R. erst nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung. Übrigens, auf der Webseite des Dienstleisters habe ich zusätzlich gefunden, »Abrechnung gem. GOÄ nach Abschluss der Behandlung.« Auch das wird im weiteren Verlauf wichtig werden.

Ich habe Tina gesagt, dass ich sie durch die komplette Behandlung begleite und sie bitte jeden Schritt vorher mit mir absprechen solle. Mein erster Rat war, wir legen erst einmal das Behandlungsangebot bei der Beihilfe vor und warten den Beihilfebescheid ab.

 

BEIHILFE _____

Übernimmt die Beihilfe die Kosten für die LASIK-OP?

Ein paar Wochen zogen ins Land, bis mich Tina ziemlich geknickt anrief. Sie fotografierte den Brief der Beihilfe Bayern und schickte ihn mir.

»Bei der Chirurgischen Hornhautkorrektur durch Laserbehandlung handelt es sich um eine wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Behandlungsmethode, die von der Beihilfefähigkeit teilweise ausgeschlossen ist. Die Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn eine Korrektur durch Brillen oder Kontaktlinsen nach augenärztlicher Feststellung nicht möglich ist.«

»Nach Auffassung in einem augenärztlichen Gutachten gibt es nur in sehr, sehr seltenen Fällen, die aber deutlich unter 1 % liegen, eine Notwendigkeit, zumindest für die Operation eines Auges.«

Auszüge aus dem Schreiben der Beihilfestelle Bayern.

 

Wir stoßen hier auf das erste Problem. Mehr als 99 Prozent aller Lasik-Operationen sind für die Beihilfe nicht medizinisch notwendig und somit nicht beihilfefähig. Für die Beihilfe ist die Lasik-Operation ein kosmetischer Eingriff. Eine Schönheits-OP.

Wie will man der Beihilfe klar machen, dass man weder Brille noch Kontaktlinsen verträgt? Persönlich kenne ich nur einen Fall, wo uns dieser Nachweis gelungen ist. Sebastian*.

Basti hatte zwei Probleme. Zum einen verträgt er keine Kontaktlinsen. Er bekommt davon trockene Augen und das hat in der Vergangenheit bei ihm ständig zu Entzündungen und schmerzhaften Rissen in der Haut in den Augenwinkeln geführt. Und mit einer Brille kann er durch seine spezielle Form der Hornhautverkrümmung – kein Scherz – nicht räumlich sehen. Das führte zu etlichen Auffahrunfällen und zur ständigen Hochstufung der Prämien seiner Kfz-Versicherung. Ansonsten hab ich in den letzten Jahren keine Begründung eines Augenarztes zu Gesicht bekommen, die für mich persönlich – als Nichtmediziner – plausibel klang.

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PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG _____

Übernimmt meine PKV die Kosten? TEIL_2

Zusammen mit dem Schreiben von der Beihilfe hat Tina die Rechnung anschließend bei ihrer privaten Krankenversicherung vorgelegt. Wir erinnern uns, der Arzt hatte Tina gegenüber geäußert, dass bisher alle Kunden, die bei der gleichen Krankenversicherung versichert waren wie Tina, die Rechnung erstattet bekommen hätten. Stuzig machten mich allerdings 2 Dinge. Zum einen, dass auf dem Behandlungsangebot steht, dass man unbedingt vor Behandlungsbeginn einen Darlehensvertrag unterschreiben oder am Tag der Operation vor Beginn der OP mit EC-Karte bezahlen muss. Aber, warten wir das Schreiben der privaten Krankenversicherung ab. Eine Woche später rief mich Tina zurück und schickte mir das abfotografierte Schreiben ihrer PKV. Die Formulierung der Krankenversicherung, dass der Dienstleister kein Leistungserbringer im Sinne der vertraglichen Vereinbarungen ist, steht für mich persönlich im klaren Widerspruch zu der Aussage, dass angeblich bei allen anderen Patienten, die bei der gleichen PKV versichert sind/waren, die Rechnung problemlos erstattet wurde.

Wir halten bisher fest:

  1. die Beihilfe zahlt nicht.
  2. die PKV zahlt nicht.
  3. Tina muss die Kosten komplett alleine tragen!

Was würdest du an der Stelle tun? Einknicken und die OP auf eigene Rechnung zahlen? Auf die Lasik-OP verzichten? Oder würdest du weiterkämpfen?

Mein Kampfgeist war erwacht und Tina und ich haben weitergekämpft!

Wir mussten erst einmal herausfinden, was läuft da überhaupt schief und sprechen wir hier von einem Einzelfall oder gibt es generell häufig Probleme? Außerdem gibt es doch Urteile vom Bundesgerichtshof, dass private Krankenversicherungen die Kosten für eine Lasik-OP übernehmen müssen und das privatversicherte freie Wahl haben, ob sie eine Brille tragen, oder lieber Kontaktlinsen, oder sie sich einen Sehschärfenkorrektur unterziehen?

 

PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG _____

Warum hat die PKV die Erstattung abgelehnt?

Ich habe mir bei einigen privaten Krankenversicherungen Leistungssachbearbeiter aus dem Fachbereich »Sehschärfenkorrektur« herausgesucht und habe mir sachkundige Hilfe gesucht. An dieser Stelle möchte ich ein großes Lob an Frau Stefes von der Barmenia aussprechen. Frau Stefes hat sich viele, viele Stunden Zeit genommen, und mir die grundlegenden Fehler, die bei meinen Kunden passiert sind ins in kleinste Detail nach Feierabend erläutert. Und nein, die Kunden waren nicht Barmenia versichert. Sie hat ihre Freizeit für Menschen geopfert, mit denen sie eigentlich nichts zu tun hatte.

Keine Sorge, natürlich haben wir uns an sämtliche Datenschutzbestimmungen gehalten, und ich habe alle Kostenvoranschläge, bevor ich sie Frau Stefes zur Verfügung gestellt habe, vorher anonymisiert (Personen- und Behandlerdaten geschwärzt).

Herausgekommen ist, dass meist schon der Kostenvoranschlag falsch war. Damit eine private Krankenversicherung prüfen kann, ob und in welcher Höhe die Behandlung erstattet werden kann, muss das Angebot sämtliche medizinischen Leistungen nach der Gebührenordnung (Ziffer, einfacher Satz, Betrag, in Rechnung gestellter Faktor) auflisten.

Wir erinnern uns, das wollte uns der erste Dienstleister erst nach durchgeführter Behandlung zur Verfügung stellen. Und, nachdem wir bereits den vollen Betrag bezahlt haben. Frag dich mal kritisch, ob du allen Ernstes glaubst, dass du jemals einen Cent von dem Dienstleister wiedersehen würdest, wenn du im Nachhinein festgestellt, dass die Rechnung formal nicht korrekt ausgestellt wurde, die private Krankenversicherung dadurch die Rechnung nicht übernimmt und du auf den Kosten sitzen bleibst, oder Leistungen enthält, die über den 3,5 fachen Höchstsatz der GOÄ hinaus abgerechnet werden. Es hatte sich auf Nachfrage von Tina zwischenzeitlich herausgestellt, dass der Dienstleiter die Behandlung als kosmetische Operation ausgewiesen hätte und da wissen wir ja, hätten sowohl die Beihilfe als auch die PKV i.d.R. nicht gezahlt.

 

PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG _____

Tina: 2. Versuch ⎪neuer Arzt

Von dem ersten Dienstleister hatten wir die Nase voll. Das Vertrauen – der Grundsatz einer jeden Beziehung – war angeschlagen und somit habe ich Tina gebeten, sich doch bitte einen neuen, vertrauenswürdigen Augenarzt zu suchen.

Sie hat ihre Hausaufgaben gemacht und einen tollen Augenarzt in Regensburg gefunden. Ich habe ihr alles aufgeschrieben, was wir für ihre PKV brauchen. Der Arzt hat alles berücksichtigt und hat ihr dementsprechend einen Kostenvoranschlag nach unseren Wünschen und Vorgaben erstellt. Ich habe dir den neuen Kostenvoranschlag ebenfalls angefügt. Wie du siehst, dieses Mal sieht er wirklich gut aus und auch nach Rücksprache mit Frau Stefes gab es keinerlei Beanstandungen. Hätten wir diesen Kostenvoranschlag so bei Frau Stefes eingereicht, würde er in vollem Umfang erstattet werden und der leistungsstarke Beihilfeergänzungstarif der Barmenia hätte sogar den fehlenden Beihilfeanteil mitübernommen. Verstehe das jetzt bitte nicht als pauschale Zusage getreu dem Motto: Die Barmenia übernimmt jede Lasik-Operation. Eine Lasik-OP ist eine Einzelfall Entscheidung in bei Tina wäre diese Rechnung nun komplett übernommen worden.

Ich habe Tina also grünes Licht gebeben, den Kostenvoranschlag nun also wieder zuerst bei der Beihilfe einzureichen und anschließend zusammen mit dem Beihilfebescheid bei ihrer PKV. Die Beihilfe hat bereits geantwortet. Die Antwort hat sich zum ersten Versuch nicht verändert. Jetzt heißt es abwarten, wie Tina’s PKV reagiert. Ich bin gespannt und halte euch auf dem laufenden.

Kommen wir aber nun, zu einer anderen Kundin. Diana*

Wir erinnern uns, ich habe Google gefragt, was eine Lasik-OP kostet und Google hat geantwortet zwischen 800 und 2.600 Euro pro Auge. Das waren meist allerdings die Dumping-Angebot-Anzeigen bei Google.

 

ARZT⎪RECHNUNG  _____

Ich frage provokanter: Was kann eine Lasik-Behandlung schon kosten?

Diana hat mich leider erst angerufen, nachdem die Behandlung durchgeführt wurde und ihre Versicherung ihr geschrieben hatte, was sie übernimmt. Hier war der Drops gelutscht und ich konnte Diana leider nicht mehr helfen. Dafür vielleicht jedoch dir! Ich erläutere dir, worauf du bei einer Rechnung achten solltest und was du tun kannst, selbst wenn die OP schon gelaufen ist, du die Rechnung aber bisher noch nicht bezahlt hast.

Hast du auf die Miniatur der Rechnung geklickt? Und hast du Schnappatmung bekommen?

7.895,80 Euro sind ganz schön happig und sei dir gewiss, Rechnungen zwischen 8.000 Euro und bis zu 10.000 Euro für beide Augen sind keine Seltenheit. Sie kommen öfter vor, als man glaubt.

Außerdem prüfe vorher, ob in dem Bedingungswerk deine PKV eine Deckelung inkludiert ist. Eine große deutsche private Krankenversicherung – die bei Focus Studie zu den fairsten privaten Krankenversicherungen mit: sehr gut! abgeschnitten hat – erstattet bei einer Lasik-OP zum Beispiel pauschal nur 500 Euro pro Auge. Außerdem zahlt bei dieser Versicherung – vorausgesetzt, ich lese das Bedingungswerk richtig 😉 – der Beihilfeergänzungstarif nicht den fehlenden Beihilfeanteil. Somit gibt es im Leistungsfall maximal nur 500 Euro für beide Augen. Bei einem Rechnungsbetrag von 9.000 Euro nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, oder?

Kommen wir aber zurück zur Rechnung. Formal ist die Rechnung erst einmal akkurat erstellt worden. Soweit alles richtig. Bei einigen Leistungspunkten werden die Versicherungen jedoch über den abgerechneten Faktor stolpern und diesen vermutlich dementsprechend kürzen.

 

Höchstsätze _____

Es kommt auch auf den FAKTOR an!

Der Großteil der Rechnung ist korrekt abgerechnet. Die meisten Ziffern liegen im Rahmen zwischen dem 1,8-fachen und dem 3,5-fachen Satz. Einige Ziffern wurden jedoch mit einem höhren Faktor abgerechnet. Teilweise bis Faktor 11.

Wir sprechen von einem ambulanten, medizinischen Eingriff. Die meisten Tarife am Markt erstatten – genau wie die Beihilfe auch – im ambulanten Bereich maximal nur bis zum 3,5-fachen Satz. Heißt, alles was über den 3,5-fachen Faktor hinausgeht, ist vermutlich dein Eigenanteil. In der vorliegenden Rechnung bedeut das einen Eigenanteil von 2.304,67 Euro.

Diana hätte sich gefreut, wenn sie 5.591,13 Euro der Rechnung erstattet bekommen hätte. Diana’s Billigtarif hatte allerdings eine Höchstgrenze bei Lasik-Behandlungen im Tarif inkludiert. Maximal 1.000 Euro pro Auge und das ist der 100 Prozent Höchstbetrag. Diana ist Beamtin und hat einen Beihilfesatz von 50 Prozent. Bei ihrer privaten Krankenversicherung hat sie nur die fehlenden 50 Prozent als Restkostenversicherung abgesichert. Heißt, die Versicherung kürzt die Erstattung um 50 Prozent. Diana hat für beide Augen zusammen nur 1.000 Euro erstattet bekommen.

Eigenanteil für Diana: 6.895,80 Euro! Es gibt einige Tarife am Markt die Höchstgrenzen haben.

Gleich verrate ich dir, was der Kostenvoranschlag noch enthalten sollte und welche Angaben noch wichtig sind, damit die Chance auf Erstattung einer Lasik-OP bei dir wirklich gut steht.

Zuvor möchte ich aber auch noch 2-3 kritische Worte loswerden und dich bitten, darüber nachzudenken!

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ICH NUTZE MEINE STIMME _____

Kritischer Worte zum Thema Lasik-Operation.

Gleich verrate ich dir, was der Kostenvoranschlag enthalten sollte und welche Angaben wichtig sind, damit die Chance auf Erstattung einer Lasik-OP bei dir gut steht.

Zuvor möchte ich aber meine Stimme nutzen, um ein paar kritische Worte loszuwerden. Ich habe nämlich bei meiner Recherche viel gelernt und bin auch auf fiele negative Dinge gestoßen. Auch hier waren die Gespräche mit den Mitarbeiter(n/innen) der privaten Krankenversicherungen sehr aufschlussreich.

Es gibt viele Dienstleister, die mega Dumping Angebote raushauen und damit die Billigkunden ködern. Genauso gibt es unzählige Augen Zentren, die teilweise manche Ziffern nach dem 30-fachen Faktor oder mehr abrechnen. Hier muss man schon sagen, dass diese ihre Geräte vom Kunden bezahlen lassen. Wir dürfen eines nicht vergessen, die Geräte kosten im Schnitt zwischen 1,5 Millionen und 2 Millionen Euro. Der Eingriff über den wir hier sprechen dauert oft nur wenige Sekunden. Mit Vorbereitung sprechen wir von maximal 15 bis 30 Minuten Zeitaufwand. In einem gut besuchten Augen-Zentrum steht die Maschine so gut wie nicht unbenutzt da. Teilweise sogar in 2-Schichten am Tag. Und in einem Augenzentrum arbeiteten oft mehrere Ärzte und es gibt auch nicht selten mehr als einen Laser. Aber selbst bei einem Laser, 4 Kunden pro Stunden und 8 Stunden pro Tag, kommen wir auf einen stolzen Umsatz von bis zu 288.000 Euro am Tag. Nach 10 Tagen wäre die Maschine bereits bezahlt. Man kann eine weitere Maschine kaufen und ihr merkt bereits, worauf es hinausläuft… Lasik-Behandlungen sind eine Lizenz zum Geld drücken. Sowohl Dumping Angebot, als auch Abrechnungen über den 3,5-fachen Faktor hinaus, stehe ich sehr skeptisch gegenüber.

Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass es oft an der notwendigen Aufklärung fehlt. Den Kunden werden oft die tollsten Versprechungen gemacht. Nie wieder Brille. Eigentlich kaum Nebenwirkungen, weil alles hochmodern ist. Es gibt überall schwarze Schafe und viele Halbgötter in Weiß haben oft Dollarzeichen in den Augen.

Denn es gibt durchaus Nebenwirkungen und Krankenversicherungen stehen dem Thema oft auch aus guten Grund skeptisch gegenüber. Viele Langzeitschäden sind einfach noch nicht sicher. Aber bereits heute kann man sagen, dass es durchaus Beschwerden im Alter gegeben kann und das eine Lasik-OP eben nicht bedeutet, dass man danach nie wieder eine Brille braucht. In der Praxis sieht es anders aus. Auch auf der Webseite des Dienstleisters Nummer 1 sehe ich bei Erfahrungen mit Augenlasern gleich die Schlagzeile: NIE WIEDER BRILLE!

 

INFORMATION _____

Was sind die typischen Risiken bei der LASIK-OP?

Einige Patienten klagen nach der Operation über erhöhte Blendempfindlichkeit und eine Verschlechterung des Dämmerungssehens. Andere klagen über einen Ring des Scharfsehens. Das heißt, in der Mitte sehen sie scharf und nach außen hin sehen sie oft unscharf. Ähnlich wie bei einem iPhone im Porträt-Modus. Wieder andere klagen über einen Nebelschleier. Manche erkennen Strahlenkränze um Lichtquellen und manche über das gruselig klingende »ghosting«, bei dem sie Schatten neben einem scharf wahrgenommenen Bild wie »Geisterbilder« erkennen. Und nie wieder Brille? Dieser Wunsch geht eben meist nicht in Erfüllung. Im Alter kommt es eben meistens zur sogenannten Altersweitsichtigkeit. Bei einem ungelaserten Menschen könnte dann evtl. eine Sehschärfenkorrektur hilfreich sein. Bei einem bereits gelaserten geht die Behandlung dann aber oft nicht mehr. Da die Hornhaut durch den ersten Eingriff eventuell schon zu vernarbt ist. Jede Laser-Operation lässt nämlich auf den Hornhaut Narbengewebe zurück, die eine weitere OP dann verhindern kann. So das erfahrungsgemäß mit 45 Jahren der gelaserte Mensch wieder eine Brille zum Lesen braucht. Wohingegen derjenige, der sich mit einer schwachen Kurzsichtigkeit (vn minus 2 bis minus 4 Dioptrin) dann ohne Lasik-OP evtl. von Natur aus keine Lesebrille mehr bräuchte, weil die Alterssichtigkeit die Kurzsichtigkeit auf natürlichem Wege wieder ausgleichen könnte.

Man darf sich nämlich durchaus mal die Frage stellen:

Wenn die Lasik-Operation so toll ist, warum will meine Krankenversicherung dann nicht zahlen?

Normalerweise, stellen wir uns mal vor, ein Brillenträger holt sich alle 2-3 Jahre eine neue Brille für 400 bis 500 Euro. Und die Laser-Behandlung würde stattdessen nur 3.500 Euro kosten und der Versicherte würde ab da nie wieder eine Brille brauchen, dann hätte sich die Sehschärfenkorrektur für den Versicherer doch eigentlich bereits nach 13 bis 25 Jahren schon amortisiert. Also eigentlich müssten die Versicherungen doch von selbst – um auf lange Sicht Kosten zu sparen – bei Brillen- und Kontaktlinsenträgern anrufen und sie bitten, eine Sehschärfenkorrektur durchführen zu lassen.

Ich kann nur so viel zu dem Thema sagen. Guck dich mal im Internet um. Es gibt genug Foren zum Thema Lasik-Operation und lies dir mal die negativen Erfahrungen durch. Ich habe es getan und seitdem sehe ich das ganze aus einem anderen Blickwinkel und deutlich kritischer, wie ich es noch 2018 gesehen habe. Auch hier hat mir Frau Stefes ein klein wenig die Augen geöffnet.

 

PKV & BEIHILFE _____

Die medizinische Notwendigkeit

Voraussetzung für die Beihilfe und auch die private Krankenversicherung ist in der Regel die medizinische Notwendigkeit. Die einzige Begründung, die ich persönlich anerkannt hätte, wäre die von Basti gewesen. Die mit dem räumlichen Sehen. Die Begründung von Tina, »sie kommt subjektiv mit einer Brille nicht zurecht und Kontaktlinsen werden zunehmend schlechter vertragen«, sehe ich persönlich eher skeptisch. Und glaubt mir, ich habe noch viel, viel lustigere Begründungen gelesen, als diese. Fakt ist, die meisten Sehschärfenkorrekturen sind in Wahrheit eine kosmetische Behandlung, in der, der Wunsch danach nie wieder eine Brille tragen zu müssen in Vordergrund steht. Und eine kosmetische Behandlung – egal, ob eine kosmetische Lasik-Operation oder eine Brustvergrößerung, sind nun einmal nicht Bestandteil und Aufgabengebiet einer Krankenversicherung. Letztendlich kann sich jeder glücklich schätzen, der mit einer Lasik-Operation durchkommt. Und hier muss man auch mal die Krankenversicherungen loben, denn in den meisten Fällen hat hier ein Mitarbeiter liebevoll ein Auge zugedrückt. Vielleicht sollten wir im Gegenzug bei der nächsten Beitragsanpassung auch mal gnädig sein und ein Auge zudrücken. Denn auch solche, nennen wir sie mal Kulanzleistungen, bringen uns mit jeder Leistungszusage der nächsten Beitragsanpassung einen Schritt näher und ich kann nicht immer nur nehmen, nehmen und nehmen, sondern ich muss auch hin und wieder bereit sein, hier und da auch mal zu geben. So sehe ich das und ich habe in dem letzten Jahr mehr als einmal gemerkt, dass Mitarbeiter von Versicherungen durchaus ein Auge zugedrückt haben, um nicht rechtfertigende Behandlungen zu rechtfertigen.

 

INFORMATION _____

Das Drohen mit dem BGU-Urteil

Viele Vermittler oder auch Rechtsanwälte schmücken sich damit, dass sie vielen Menschen helfen konnten, durch ein entsprechendes BGH-Urteil. Nun, ich bin kein Rechtsanwalt und ich werde hier auch keinen rechtlichen Rat aussprechen. Bei Vermittlern habe ich den Satz schon häufig gesagt und auch in der Vergangenheit schon einmal benutzt, da ich das, was Fachanwälte einfach geglaubt und nicht in Frage gestellt habe. Außerdem beruhigt es abschlusswillige Kunden, so zumindest scheinen manche Vermittler zu denken. Klar, viel mehr können sie zu dem Thema ja auch nicht sagen. Schließlich dürfen sie i.d.R. keine Leistungszusagen machen. Also verschiebt man das Problem auf die Zukunft und zieht seinen Kopf vorerst einmal aus der Schlinge. Meine persönlichen Recherchen haben jedoch ergeben, dass privaten Krankenversicherungen ebenfalls BGH-Urteile haben, in denen der Bundesgerichtshof eben anders entschieden und den Krankenversicherungen zugestimmt hat. Und, dem Rechtsanwalt kann es doch eigentlich auch egal sein. Er bekommt sein Honorar, egal ob er gewinnt oder verliert. Meiner Meinung nach, sollte man sich gut überlegen, ob ich die Lasik-OP auf Biegen und brechen mit einem Rechtsanwalt durchdrücken möchte, oder nicht. Wie wir gesehen haben, kann eine Lasik-OP schon teuer werden. Ein Rechtsstreit über mehrere Instanzen kann die Kosten der OP sogar noch um ein vielfaches Erhöhen und wer nachher Recht bekommt, hängt immer vom jeweiligen Richter ab. So zumindest meine Meinung.

Was du tun musst, um die Chance zu erhöhen, deine Lasik-Operation von deiner privaten Krankenversicherung gezahlt zu bekommen!

Es gibt sie eben nicht, die Garantie, dass du die Lasik-Operation auf jeden Fall von deiner PKV bezahlt bekommst. Aber, du kannst eben von Anfang an Fehler machen und dir allein schon durch einen falsch ausgefüllten Kostenvoranschlag und fehlenden Begründungen der medizinischen Notwendigkeit eine Ablehnung einfangen. Oder, du kannst von Anfang an alles richtig machen. Und so deine Chance auf eine Erstattung drastisch erhöhen. 

 

FAZIT _____

So erhöhst du die Chance, dass deine PKV die Kosten der LASIK-OP übernimmt:
  • Such dir einen guten Arzt aus und keinen dubiosen Dienstleister (Vorsicht: Die ersten 4 Treffer und die letzten 4 Treffer bei der Google-Suche sind gekaufte Werbeanzeigen. Die echten Suchergebnisse findest du dazwischen!) Stand: 18.03.2020
  • Finger weg von unglaublich günstigen Dumping Angeboten, es geht um deine Sehkraft!
  • Lass dir einen korrekten Kostenvoranschlag erstellen, dieser muss folgende Punkte beinhalten:
      • Geschlecht und Alter des Patient(en/in).
      • Aktueller Status: Dioptrien links/rechts.
      • Diagnose.
      • Einschätzung und Prognose.
      • Begründung der medizinischen Notwendigkeit (Ich – der Arzt – empfehle dem Patienten/der Patientin eine Lasik-Operation, weil (hier sollte jetzt ein nachvoll ziehbarer Grund genannt werden, warum du keine Brillen oder Kontaktlinsen tragen kannst bzw. die Lasik-Operation für dich persönlich die bessere Alter native/ auf lange Sicht günstigere Alternative darstellt).
  • Achte darauf, dass der Kostenvoranschlag auf Grundlage der GOÄ mit Ziffern, einfachem Satz und Kosten, sowie Abrechnungsfaktor aufgeschlüsselt ist (wenn nicht, kannst du dir gleich einen neuen erstellen lassen!)
  • Prüfe, ob es Ziffern gibt, die der Arzt nach einem höheren Faktor als den 3,5-fachen Satz abrechnet. Die Gefahr ist groß, dass du sämtliche Kosten, die über den 3,5-fachen Satz der GOÄ hinausabgerechnet werden, allein trägst: Eigenanteil!
  • Reiche den Kostenvoranschlag zuerst bei der Beihilfe ein, warte die Ablehnung ab und reiche im Anschluss den Kostenvoranschlag zusammen mit dem Beihilfebescheid bei deiner PKV. So kann deine private Krankenversicherung automatisch mit prüfen/berechnen, was dein Beihilfeergänzungstarif übernimmt, oder eben nicht übernimmt.

 

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Dieser Artikel wurde am 19. März 2020 von Sven Höhne veröffentlicht

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