Die Suche hat ein Ende. Wir haben sie gefunden! Die beste private Krankenversicherung. Die Beste der Besten. Hier das Ergebnis.

So werden Testsieger gemacht. Ein Beispiel.

Autobild in Kooperation mit dem ADAC veröffentlich in Kürze einen Vergleichstest für das beste Auto Deutschlands. Es wurden alle Modelle aller Hersteller untersucht.

Im Bereich PKW „normal“ fallen alle Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine. Bei Sportwagen gelten alle Fahrzeuge, die ein Sportpaket bekommen haben, egal welches. Rallyestreifen gelten auch. Jedes Auto mit Allrad wurde zudem in der Kategorie Geländewagen gewertet. Jedes Modell mit großem Kofferraum oder Ladefläche wird als Transporter gewertet. Benziner, Diesel, Elektro und Hybrid, alles in einen Topf. Und so weiter…

Der Sieger erhält seine Auszeichnungen

Am Ende erhalten die besten Autos in ihrer Kategorie ein Siegel als Testsieger und darf sich ab nun „bestes Auto Deutschlands“ nennen. Die Vermarktung beginnt. Die Verkaufszahlen schießen nach oben.

Absurd?! Macht keinen Sinn, weil es ja gar nicht vergleichbar ist? Jedes Auto hat schließlich einen anderen Zweck, für jeweils unterschiedliche Benutzer. Undenkbar? Praxisfern! Gibt es nicht! Stimmt, bei Autos nicht.

Bei Krankenversicherungen ist alles anders, oder?

Vergleichende Tests haben seit Jahren Hochkonjunktur. Ratings, Tests und Siegel findet man nahezu überall. Ist die private Krankenversicherung etwa vergleichbarer als Autos? Ist das alles viel einfacher?

Es gibt Tarife für Selbständige, Arbeitnehmer und Beamte sowie Beamtenanwärter. Krankenversicherungen mit Grundschutz oder hohen Leistungen und sehr viel dazwischen. Vollkosten- und Restkostentarife. Offene und versteckte Selbstbeteiligungen. Und Leistungseinschränkungen zahlreicher Art. Unterschiedliche Gesundheitsfragen und deren Bewertung. Viele verschiedene Preise sowieso. Und obendrein muss eine private Krankenversicherung noch sehr viel länger halten als ein Auto. Daher spielt auch der Preis in 10, 20, 30 oder 40 Jahren eine Rolle.

Warum gibt es dann so viele Tests, Siegel und Ratings?

Wenn aber private Krankenversicherung genauso wenig vergleichbar ist wie alle Autos Deutschlands, wieso gibt es dann so viele Test und Ratings? Die Antwort ist recht einfach, wenn man mal drüber nachdenkt, wem es Vorteile bringt.

Cui bono? Wem nützt es?

  1. Es nützt den Unternehmen und deren Vertretern. Als Testsieger ist der Vertrieb der hauseigenen Verträge viel leichter. Welcher Kunde möchte nicht gern beim Besten kaufen?
  2. Es nützt den Ratingagenturen und Softwareherstellern. Die können ihre „Verkaufshilfen“ an die Versicherer verkaufen und das ist lukrativ.
  3. Es nützt den Medien und allen, die Vergleiche publizieren. Vergleiche und Test machen Auflage und lassen sich zahlreich verkaufen. Es geht also wieder um Geld.

Warum wir Verbraucher Testsieger lieben

Und der Verbraucher? Sie und ich? Warum interessieren wir uns eigentlich für Testergebnisse?

  • Durch TÜV, Stiftung Warentest und Holiday-Check vertrauen wir gern diesen Ergebnissen. Wir sind es quasi gewohnt darauf zurück zu greifen.
  • Es spart Zeit. Komplette Vertragswerke zu vergleichen ist mühsam, kompliziert und nicht gerade sexy. Wir suchen lieber die Abkürzung.
  • Uns fehlen häufig die fachlichen Hintergründe und die passenden Beispiele für die Bewertung von Inhalten und Klauseln.

Und so fallen wir Verbraucher reihenweise rein. Ein sympathischer Vertreter, der präsentierte „Testsieger“, und die Aussicht dieses unbeliebte Thema bald hinter sich zu bekommen, ist so verlockend.

 

Es gibt KEINE Abkürzung! Nimm Dir Zeit und lass Dich neutral von einem echten Spezialisten beraten.

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