Stiftung Warentest

Finanztest

Privat krankenversichert

Test: Nur 3 von 120 Tarifen sehr gut!

In wenigen Schritten zum

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Damals im Jahr 2014 gab es von vielen Experten massive Kritik an Finanztest wegen ihrem Test private Krankenversicherung. Methodische Fehler, fachliche Mängel und ein irreführendes Ergebnis waren die am häufigsten genannten Kritikpunkte. fairbeamtet.de hat geprüft, ob sich Leser wirklich gefahrlos mithilfe der aktuellen Ausgabe des Finanztest für eine private Krankenversicherung entscheiden können, oder ob es in einem finanziellen Desaster enden könnte.   

 

Unser Urteil zum Test: Private Krankentarife von Finanztest Ausgabe 11-2019

 

Jetzt „testet“ Finanztest in seiner Ausgabe 11-2019 erneut die Tarife der privaten Krankenversicherungen. Wir stellen uns daher die Frage: hat Finanztest aus den alten Fehlern gelernt? 

Auf der Titelseite der Zeitschrift Ausgabe November 2019 heißt es:  

“Privat krankenversichert – Test: Nur 3 von 120 Tarifen sehr gut” 

Wie bitte? Nur 3 Tarife?! Oder will Finanztest mit mit einer reißerischen Überschrift erstmal die Aufmerksamkeit der Leser gewinnen? Doch dann kommt zu unserer positiven Überraschung erst mal einiges Gutes. Was unter der Rubrik „Bund fürs Leben“ aufgeführt wird, findet größtenteils unsere Zustimmung. Z.B. „nehmen Sie sich Zeit für die Tarifauswahl“ oder „für die meisten Beamten passt die private Versicherung besser“, sowie, „Beamte müssen sich auch im Alter keine Sorgen um die Finanzierbarkeit machen“.  Auch richtig ist die Aussage: „Wer sparen will und beim Vertragsabschluss Leistungen weglässt, kann den Irrtum später oft nicht mehr korrigieren“

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass bei komplizierten oder seltenen Erkrankungen bei Spezialisten auch Honorare über dem 3,5-fachen-Satz der Gebührenordnung anfallen können. Und der ganz wichtige Hinweis zur korrekten und vollständigen Beantwortung der Gesundheitsfragen fehlt auch nicht. Bis hierher bravo!  

Doch dann listet Finanztest seine Mindestanforderungen auf. Hier erst mal wieder ein sehr lobenswerter Ansatz zu Beginn. Zitat: „Niemand weiß vorher welche medizinischen Leistungen er einmal brauchen wird. Wer eine PKV abschließt, sollte deshalb für einen umfassenden Schutz sorgen“Das sehen wir auch genauso! 

In den Mindestanforderungen liest man dann jedoch u.a. stationäre Psychotherapie für 30 Behandlungstage im Jahr oder Heilmittel und Hilfsmittel zu 75 Prozent. Was? Wie bitte?  

Unter „Unser Rat“ schreibt Finanztest dann „Alle Angebote im Test bieten Leistungen mindestens im Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung.“  Das ist definitiv falsch! In der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) gibt es keine Begrenzung auf 30 Tage stationäre Psychotherapie! Diese Begrenzung wäre auch fatal und könnte für viele Versicherte den finanziellen Ruin bedeuten. Warum? Die monatlichen Kosten für stationäre Therapie liegen bei ca. 15.000 bis 25.000 Euro. Die Dauer der Therapie liegt in vielen Fällen bei 3 bis 4 Monaten. Bei einer 4monatigen stationären Therapie fallen also rund 60.000 bis 100.000 Euro an. Wird nur der erste Monat von der PKV erstattet, beläuft sich hier die Selbstbeteiligung auf 45.000 bis 75.000 Euro. Die Mindestkriterien von Finanztest entpuppen in dieser Hinsicht als finanzielles Desaster.  

Ähnlich können 25 Prozent Selbstbeteiligung bei Heilmitteln schnell zur Falle werden. Als Beispiel ein Fall, der uns bekannt ist: Stell dir mal vor, jemand benötigt regelmäßig manuelle Therapie mit Hausbesuch. Die Doppelstunde (2mal 30 Minuten) kostet nach dem 1-fachen-Satz der Bundesbeihilfeverordnung 71,50 Euro. Wenn im Monat 6 Termine stattfinden, landen wir bei 429 Euro. Davon 25 Prozent Eigenbeteiligung beträgt 107,25 Euro. Jeden Monat! Addiere diese Eigenbeteiligung doch einfach zu dem Beitrag deiner PKV (privaten Krankenversicherung).  

Es kann aber noch schlimmer kommen! Kennst du noch Gabi Köster oder Monica Lierhaus? Die Sportmoderatorin unterzog sich in 2009 einer Operation, um ein Hirn-Aneurysma entfernen zu lassen. Es gab Komplikationen und danach begann Sie eine Reha um ihre beeinträchtigte Sprech- und Bewegungsfähigkeit zu trainieren bzw. wieder zu erlangen. Das bedeutet tägliche Therapie, über viele Monate. Eine Stunde Logopädie täglich kostet (wieder nach Bundesbeihilfeverordnung) im Monat rund 2.000 Euro. Die Selbstbeteiligung nach den Mindestkriterien von Finanztest würden also rund 500 Euro monatlich bedeuten.  

Ebenfalls sehr teuer kann die 25 Prozent Selbstbeteiligung bei Hilfsmitteln werden. Ein spezieller Krankenfahrstuhl kostet schon mal 20.000 Euro und mehr. Ein Exoskelett liegt bei rund 75.000 Euro und High-Tech-Prothesen fangen oft auch bei 30.000 Euro an. Rechne selbst, wie hoch hier eine Selbstbeteiligung von 25 Prozent wäre.  

Die Bewertung der Privaten Krankenversicherung anhand der Mindestkriterien von Finanztest kann man wohl als fragwürdig oder gar als gefährlich bezeichnen. Nein, Finanztest hat seit 2014 leider in dieser Hinsicht nicht dazu gelernt. Warum schert Finanztest überhaupt die Mindestkriterien für Beamte, Selbständige und Angestellte über einen Kamm?  Gerade Beamte haben oft ein höheres Sicherheitsbedürfnis als Selbständige. Alles in einen Topf kann unserer Ansicht deshalb nicht gut und richtig sein. Und die beste Krankenversicherung für alle gab es noch nie. 

 

Nun widmen wir uns mal der Tabelle: Tarife für Beamte 

Uns fällt sofort auf, dass hier die Haupttarife aufgeführt werden. Sind die Leistungen aus den Ergänzungstarifen/Zusatztarifen hier etwa gar nicht berücksichtigt?!  

Oft werden teure Leistungslücken erst durch die Ergänzungsbauseine geschlossen. Bei soliden und leistungsstarken Tarifen greift erst das Zusammenwirken von Haupt- und Ergänzungstarifen. 

Eine beihilfekonforme PKV ohne einen Ergänzungstarif zu bewerten, wäre vergleichbar mit einem Autotest, der die Sicherheit außer Acht lässt. Um Geld zu sparen verzichtet man z.B. auf Anschnallgurte, Airbags, Servobremse, ABS und Assistenzsysteme. Anschnallen? Warum, ich baue doch keinen Unfall! 

Dadurch ist die Bewertung von Finanztest insgesamt wieder mal am Ziel vorbei gegangen.  Die Ergänzungstarife werden schließlich von Versicherern (durch deren Software) und Beratern immer angeboten.  

 

Weitere fachliche Fehler: 

Die Concordia leistet in den Haupttarifen bis 20 Tage stationäre Psychotherapie. Dadurch erfüllt sie die Mindestkriterien von Finanztest nicht und kann somit in der Tabelle so nicht aufgeführt werden. Den gleichen Fehler hatte Finanztest auch schon in 2014 gemacht. Sechs, setzen! 

Die BK-Tarife der Signal-Iduna unter junge Tarife zu führen zeugt schon von besonderer Unkenntnis. Die Tarife wurden ebenfalls 01/2013 eingeführt und nicht erst bei Übernahme des Deutschen Rings durch die Signal-Iduna.   

Preis-/Leistungsverhältnis Da sich der Beitrag einer PKV in Wesentlichen aus Leistung und Rückstellungen zusammensetzt, ist die Vorgehensweise von Finanztest insgesamt Unsinn. Ein sehr günstiger Beitrag kann eben auch deutlich geringere Rückstellungen bedeuten. Damit werden nachhaltig kalkulierte Tarife mit einem höheren Anteil von Alterungsrückstellungen abgestraft.  

Beitragsstabilität Die Unisextarife mit Einführung Januar 2013 sind noch viel zu jung, um eine verlässliche Aussage zur der Beitragsstabilität zu treffen. Zum anderen ist der Stichtag 1. August von Finanztest leider sehr schlecht gewählt. Die Beitragsanpassungen zum 1.1.2020 dürften die Werte zum Teil deutlich verzerren. Immerhin gewichtet Finanztest diesen Aspekt nur zu 20 Prozent. 

Was völlig unberücksichtigt bleibt: Was nützt dir die Auswertung, wenn du Vorerkrankungen hast? Gerade der vermeintliche Testsieger Concordia zeigt sich sehr restriktiv bei der Aufnahme neuer Versicherter. Dadurch können Risikozuschläge deutlich höher ausfallen oder viele Erkrankungen sogar zu einer Ablehnung führen. Selbst häufige Krankheiten wie Allergien oder Schilddrüsenunterfunktion können die Rangfolge der mögliche Tarif erheblich durcheinanderbringen. Und mal im Ernst, wer war wirklich noch nie krank?! 

 

Unser Fazit: Die Ergebnisse von Finanztest sind letztendlich ungeeignet die individuell passende private Krankenversicherung zu finden, die wirklich ein Leben lang hält. Lasst euch lieber von einem ausgewiesenen Fachmann beraten!

 

Ich hoffe, mein Artikel hat euch geholfen. Und ihr seid nicht so naiv zu glauben, ihr könnt euch eine Krankenversicherung ohne Hilfe selbst aussuchen, nur weil ihr den Finanztest gelesen habt. Das kann richtig teuer werden. Teilt doch einfach unseren Artikel, wenn ihr merkt, dass Freunde, Bekannte oder Kollegen dabei sind, genau diesen Fehler zu machen. 

 

Liebe Grüße, euer

Michael von fairbeamtet.de 

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