Das Hamburger-Modell

Hamburger Beamte bekommen einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung!!!

In wenigen Schritten zum

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Alle wichtigen Informationen zum Hamburger-Modell

Das Bundesland Hamburg ist Vorreiter. Seit dem 1. August 2018 zahlt es den Beamten einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung. Die beihilfeberechtigten Beamten und Beamtinnen können seit diesem Datum frei zwischen zwei Varianten der Beihilfe wählen. Sie haben die Wahl zwischen individuelle Beihilfe (bisherige Regelung) und pauschale Beihilfe (neu hinzugekommen). Welche Vorteile die beiden Varianten bieten und für wen sich die pauschale und für wen sich die individuelle Beihilfe lohnt, erfahrt ihr in diesem Artikel!

Die individuelle Beihilfe:

Das TRADITIONELLE Beihilfe-Modell

Mit der individuellen Beihilfe ist die bisherige Form der Beihilfe gemeint:

  • Der Standard-Beamte – also der ledige Beamte ohne Kinder – hat einen Beihilfeanspruch von 50% Beihilfe, solange er im aktiven Dienst ist.

  • Ab dem zweiten Kind erhöht sich sein Beihilfeanspruch auf 70%.

  • Wenn er in den wohlverdienten Ruhestand geht, erhöht sich sein Beihilfeanspruch ebenfalls auf 70%.

  • Ehegatten haben ebenfalls einen Beihilfeanspruch von 70%.

  • Kinder haben einen Beihilfeanspruch von 80%.

  • Sofern der Beamte und der Ehegatte beide unter der Beitragsbemessungsgrenze verdienen, können Kinder i.d.R. im Zuge der Familienversicherung beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung des Ehegatten mitversichert werden.

Die pauschale Beihilfe:

Die NEUE Variante - auch genannt "Hamburger-Modell"

Mit der pauschalen Beihilfe ist das neue Hamburger-Modell gemeint, das heißt:

  • die Beihilfe beteiligt sich grundsätzlich mit dem hälftigen Beitrag an der gesetzlichen Krankenversicherung (quasi wie beim Arbeitgeberanteil bei einem Angestellten).

  • die pauschale Beihilfe bezieht sich nicht auf die entstandenen Kosten (Aufwendungen), sondern nur auf den Beitrag.

  • Kinder können i.D.R. in der beitragsfreien Familienversicherung mitversichert werden.

ACHTUNG:

Was Ihr wissen müsst!!!

Die Entscheidung für die pauschale Beihilfe ist bindend! Sie ist freiwillig und kann nicht mehr widerrufen werden!

Es ist also nicht möglich, zwischen den beiden Varianten Hin und Her zu wechseln, wie es Dir gerade beliebt bzw. wie es gerade für Dich von Vorteil ist.

Du solltet also genau abwägen, welche Variante für Dich auf lange Sicht die Bessere ist und keine Entscheidung aus Bequemlichkeit treffen.

Der einfachste Weg ist meist nicht der Beste!

Für welche Beamten gilt das Wahlrecht?

  • Neue Beamte und Beamtinnen, die vor Beginn der Verbeamtung in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, haben von Beginn an die freie Wahl zwischenindividuelle Beihilfe und pauschale Beihilfe.

  • Beamte, die sich schon damals ohne Beihilfe als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert haben. Sie können nun ebenfalls die pauschale Beihilfe beantragen.

  • Beamte, die bereits privat krankenversichert sind. Sie können ihren Krankenversicherungsschutz auf eine einhundert Prozent Versicherung und auf die Pauschale umstellen. Achtung, hier gilt es Höchstbeiträge zu berücksichtigen. Dieser Höchstsatz richtet sich nach der Höhe des Basistarifs. Im Jahre 2019 war der Höchstbeitrag im Basistarif pro Person 703,32 Euro im Monat. Die Pauschale wird maximal zur Hälfte dieser Höhe gewährt. Der Höchstbeitrag ändert sich i.d.R. jährlich. Sollten diese Zahlen nächstes Jahr nicht mehr aktuell sein: Sprecht uns an, wir verraten euch gerne den neuen Höchstsatz.

Für wen lohnt sich die neue Variante?

Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht und vor allem nicht allgemeingültig beantworten.

Schauen wir uns doch einmal an, wer sich bisher überwiegend für die neue pauschale Beihilfe entschieden hat.

Bis Januar 2019 haben gerade mal knapp 1.000 Beamte die neue pauschale Beihilfe beantragt.

    • 80% derer gehörte Statistiken zufolge, zu einem speziellen Personenkreis, die meisten von ihnen waren:

1. schon vorher GKV versichert

Der Großteil dieser Personen war bereits vor dem 1. August 2018 als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert!

2. überwiegend Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen

Meist handelte es sich um Beamte/innen, in niedrigen Besoldungsgruppen (meist einfacher Dienst – A 2, A 3, A 4 – und schon deutlich weniger aus dem mittleren Dienst – A 6 und A 7).

3. oft mit diversen Vorerkrankungen

Viele von Ihnen waren bereits bei der Verbeamtung krank. Im Zuge dessen, wäre für auf die meisten ein hoher Risikozuschlag zugekommen, oder sie wären nur im Rahmen der Öffnungsklausel für Beamte versicherbar gewesen.

4. Öffnungsklausel verpasst

Da das Zeitfenster für die Öffnungsklausel nur 6 Monate groß ist und viele unsicher waren, ob sie dann nicht eventuell mit der gesetzlichen Krankenversicherung besser fahren, haben sich nicht wenige aus Unsicherheit für die gesetzliche Krankenversicherung entschieden. 

5. eine Hausfrau oder Hausmann zuhause hatten

Da in der privaten Krankenversicherung für jede Person ein eigener Beitrag fällig ist, haben sich gerade Geringverdiener mit Parter/in schon so manches Mal für die gesetzliche Krankenversicherung entschieden. 

6. und meist mehrere Kinder hatten

Viele Kinder spielten bei vielen sicherlich ebenfalls eine große Rolle (und damit meinen wir deutlich mehr als eins oder zwei Kinder). Diese hätten dann ebenfalls gegen einen eigenen Beitrag in der privaten Krankenversicherung mitversichert werden müssen, so dass es sich für Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen manchmal rechnete, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben. 

Einer dieser Faktoren reicht für gewöhnlich noch nicht einmal aus:

Wir vermuten, das bei den meisten Beamten, die sich für die neue Pauschale Beihilfe - also das Hamburger-Modell - entschieden haben, sogar mindestens zwei oder mehrere dieser Faktoren erforderlich waren!

Und ebenfalls auffällig ist:
Gerade einmal 20% der Lehrer, Richter, Professoren und anderen Beamten im Gehobenen oder Höheren Dienst entschieden sich für die neue Pauschale Beihilfe!

Welches Fazit ziehen wir daraus?

Die pauschale Beihilfe lohnt sich i.d.R nur für wenige Beamte!

Vereinfacht gesagt für:

  • kranke Beamte (Beamtinnen), mit einem geringen Einkommen (Einfacher Dienst),

  • die evtl. eine Hausfrau (einen Hausmann) und viele Kinder zuhause haben und/oder

  • die Möglichkeit verpasst haben, sich im Zuge der Öffnungsklausel privat krankenversichern.

UNSERE EMPFEHLUNG:

- Triff nicht voreilig eine Entscheidung, die Du nie wieder korrigieren kannst!

- Sei kein Fischkopp und lass Dich von uns beraten, denn:

Unsere Beratung ist für Dich KOSTENLOS und UNVERBINDLICH!

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