Du wirst in Kürze Beamter bzw. Beamtin oder beginnst eine Ausbildung, wirst also Beamtenanwärter? Dann stehst Du nun vor einem sehr undurchschaubaren Dschungel an Angeboten von privaten Krankenversicherungen. Viele suchen dann Rat bei den Kollegen und Freunden. Warum die gut gemeinten Antworten nicht objektiv und sogar gefährlich sein können, erfahrt ihr hier.

Die vielen Informationen und Seiten im Internet verwirren oft mehr als sie nützen

Dein erster Blick richtet sich natürlich ins Internet. Man findet hunderte wenn nicht sogar tausende Seiten. Richtig schlau wird man aber selten, sondern meist immer verwirrter. Je mehr man recherchiert, desto mehr bemerkt man, wie komplex die Sache ist.

Nun suchst Du aber schnell Hilfe und Orientierung. Dazu soll eine möglichst neutrale Quelle her. Zum einen können das Tests sein. Aber insbesondere die Meinungen und Erfahrungen von Kollegen. Vielleicht auch eine Kombination von beiden. Zum Thema Tests, und warum diese leider in fast allen Fällen nicht geeignet sind, haben wir ebenfalls einen Artikel bzw. Video für euch.

Empfehlungen von Freunden spielen große Rolle

Einer Analyse Unternehmensberatung MSR Consulting Group zufolge gaben mehr als zwei von drei Befragten gaben an, dass sie sich aufgrund der Empfehlung von Freunden, Kollegen oder der Familie erstmals mit einem bestimmten Versicherer und dessen Angebot auseinandergesetzt haben.

„Dann frag ich einfach die Kollegen“

Zurück zu den Kollegen. Wir gehen naturgemäß davon aus, dass wir so neutrale und ehrliche Aussagen bekommen, denn warum sollten die uns anlügen oder gar bescheißen wollen? Wenn wir einfach genug fragen, sollte sich schnell herausfinden lassen, welche private Krankenversicherung diese gewählt haben. Die Versicherer bzw. Angebote, die am häufigsten genannt werden, können ja nicht so schlecht sein, denken wir jetzt. Um sicher zu gehen, fragst Du natürlich auch, ob die Kollegen mit ihrer Versicherung zufrieden sind. So müsste man doch die Sache abkürzen können und muss nicht viele umfangreiche Bedingungen und Vergleiche lesen. Und sich nicht mit lästigen Vertretern herumschlagen. Dann holst Du einfach von den am häufigsten genannten Versicherungen ein Angebot ein und „vergleichst“ diese.

Klingt nach einem guten Plan. Ist aber leider eher das Gegenteil.

Dazu muss man sich vor Augen halten, wie die meisten zu „Ihrer“ Versicherung gekommen sind. Und außerdem warum man so oft die Aussage „bin zufrieden“ zu hören bekommt. Aber der Reihe nach.

Der überwiegende Teil der künftigen Beamten macht zunächst eine Ausbildung und wird Beamtenanwärter. Gerade für Anwärter machen ein paar Versicherer besonders attraktive Angebote. Man erhält einen sehr niedrigen Monatsbeitrag und zudem noch oft eine hohe Beitragsrückerstattung. Natürlich finden sich diese Angebote ganz oben in den Beitragsvergleichslisten, und werden schon deshalb oft gewählt. Man will schließlich nicht zu viel bezahlen und während der Ausbildung ist das Budget knapp.

Bestimmte Versicherer locken mit Rabatten und Rückerstattung

Auffällig ist, dass genau diese Versicherer uns von den Kollegen oft genannt wurden. Es sind immer wieder die gleichen Versicherer, die sich einen Wettstreit um Beamtenanwärter liefern und sich gegenseitig unterbieten. Man könnte also sagen, es sind Lockangebote. Fällt Dir langsam etwas auf? So läuft das schon eine ganze Weile. Nach der Ausbildung bleiben dann viele Versicherte bei ihrem Krankenversicherer und nennen diesen dann später bei der Nachfrage den frischen Anwärtern. Also Dir.

Warum hört man oft „ich bin zufrieden…“?

Nun zu der oft genannten Aussage „bin zufrieden“. Hier muss man einfach bedenken, dass die meisten Kollegen wahrscheinlich noch relativ jung und gesund sind. Sie haben somit noch keine teuren Behandlungen und hohe Rechnungen. Die bisher wenigen und eher überschaubaren Rechnungen wurden schließlich von Ihrer Krankenversicherung bezahlt. Auch war die Beihilfestelle viel langsamer und hat möglicherweise sogar gekürzt. Die üblichen Lücken eben.

Im Vergleich zur Beihilfe oder der früheren gesetzlichen Krankenversicherung ist die heutige Private selbstverständlich besser. Da wundert es nicht, wenn die Kunden „zufrieden“ sind.

Ich denke, spätestens jetzt hast Du verstanden, dass die Befragung der Kollegen zwar eine erste Orientierung sein kann, aber auch sehr gefährlich ist. Es sei denn, Du willst einfach das machen, was alle machen. Ob das richtig war, erfährst Du leider erst in vielen Jahren.

Krankenversicherung ist oft eine Entscheidung für den Rest des Lebens

Bedenke bitte, dass Du „deine“ private Krankenversicherung eventuell für den Rest Ihres Lebens behalten wirst. Sollte man deshalb nicht ganz genau hinschauen und vergleichen?

Unser Fazit:

Es gibt KEINE Abkürzung! Nimm Dir Zeit und lass Dich neutral von einem echten Spezialisten beraten. Der wird optimalerweise nicht nur die Ausbildungstarife vergleichen, sondern auch die Angebote nach der Ausbildung. Die langfristige Strategie ist die beste Lösung.

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