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Krankenversicherung

Kind(er) ⎥ privat oder gesetlich versichern?

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Kind privat oder gesetzlich versichern?
Immer wieder werde ich gefragt, »Sven, wo soll ich mein(e) Kind(er) versichern, in der privaten oder in der gesetzlichen Krankenversicherung?
Diese Frage lässt sich unmöglich pauschal beantworten, weil es einerseits gesetzliche Vorschriften gibt, an die wir uns halten müssen, aber zudem ist es oft auch eine finanzielle, moralische und/oder ideologische Entscheidung. 
Und, als wenn das nicht genug wäre, kommt es zusätzlich noch auf die Beihilfevorschrift des jeweiligen Bundeslandes an.
Aber ich helfe dir und bin mir sicher, dass ich dir in diesem Artikel genug Informationen liefere, damit du die für dich richtige Entscheidung triffst!

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Inhaltsverzeichnis

Beamte in Hessen und Bremen

  1. Bei Beamten in Hessen und Bremen gibt es zwei Besonderheiten. Erstens: Kinder erhalten dort keine 80% Beihilfe, sondern der Beihilfesatz für die Familie erhöht sich pro Kind nur um 5 Prozentpunkte, sofern Kinder beihilfefähig (solange Kindergeld bzw. Familienzuschlag gezahlt wird) sind. Deshalb ist der Beitrag für Kinder in Hessen oder Bremen höher, als in anderen Bundesländern. In Hessen kann die private Krankenversicherung für das erste Kind zwischen knapp 60 und 100 Euro kosten. Mit jedem weiteren Kind wird es etwas günstiger, da der Beihilfesatz bei jedem beihilfefähigen Kind um weitere 5 Prozentpunkte angehoben wird.
  2. Sofern eine beitragsfreie Mitversicherung in der Familienversicherung möglich ist, muss der Beamte diese vorrangig nutzen. Heißt, solange beide Elternteile unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (auch JAEG genannt) verdienen, diese liegt für 2021 bei 64.350 Euro, muss das Kind beitragsfrei in der Familienversicherung mitversichert werden.

Beamte aus den übrigen Bundesländern

In den übrigen Bundesländern (auch Bundesbeihilfe) ist der Beitrag für ein Kind deutlich günstiger. Die private Krankenversicherung für Kinder kostet zwischen 32 und 55 Euro pro Kind. Das liegt daran, dass die Kinder einen höheren Beihilfeanspruch (80 Prozent) haben und lediglich 20 Prozent in der PKV absichert werden müssen.

Wo sind Kinder zu versichern?

Entscheidend ist, wo Mutter und Vater versichert sind!

  1. Wenn beide Elternteile in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, besteht der Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung bei einem Elternteil, das in der GKV versichert ist.
  2. Wenn beide Eltern privat krankenversichert (PKV) sind, muss das Kind in der privaten Krankenversicherung versichert werden, oder gegen eigenen Beitrag (192,69 Euro) in der freiwilligen, beitragspflichtigen GKV.

Gleiches gilt bei Punkt 1 und 2 auch, wenn die Eltern nicht zusammenleben oder auch nach einer rechtsgültigen Scheidung!

Wann entfällt der Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV?

Der Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung entfällt, wenn …

a.) ein Elternteil privat krankenversichert ist
b.) und dessen Jahreseinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt
c.) und regelmäßig höher ist als das des gesetzlich versicherten Elternteils. §10 SGB V (3) Familienversicherung

Trifft einer dieser 3 Punkte nicht zu, gilt die beitragsfreie Familienversicherung!

Was passiert, wenn der Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung wegfällt?

Dann habt ihr zwei Möglichkeiten, entweder ihr belasst das Kind gegen einen eigenen Beitrag in der GKV oder ihr versichert das Kind dann in der PKV.

Der Beitrag für ein Kind in der GKV liegt aktuell im Durchschnitt bei ungefähr 192,69 Euro pro Kind. Und das für Leistungen, die nach §12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot »ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich …«, sprich billig sein müssen.

Der PKV Beitrag für das Kind eines Beamten liegt im Durchschnitt bei ca. 40 Euro pro Kind.

In Hessen und Bremen liegt der PKV-Beitrag für Kinder eines Beamten zwischen 70 und 90 Euro im Durchschnitt.

Und ich habe in beiden Fällen Tarife mit topp Leistungen/Bedingungen gewählt!

Aufnahme einer Berufsausbildung

Im bundesweiten Berufsbildungsgesetz ist der Mindestlohn für Auszubildende geregelt. Dieses wurde 2019 neu überarbeitet. Aktuell beträgt der Mindestlohn 515 Euro. Dadurch werden Kinder bei Beginn einer Ausbildung sozialversicherungspflichtig und müssen sich gemäß §5 SGB V selbst in der GKV versichern. Privat krankenversicherte Kinder haben ein Sonderkündigungsrecht und müssen sich ebenfalls selbst in der GKV versichern.

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Mein Kind beginnt mit dem Studium

Mit Immatrikulation tritt die Versicherungspflicht (nach §5, Abs. 1, Nr. 9 SGB V) in der GKV ein. Allerdings kann sich der Student innerhalb von 3 Monaten von der letzten GKV bzw. AOK befreien lassen.

Da die Versicherungspflicht als Student gegenüber der beitragsfreien Familienversicherung nachrangig beurteilt wird, kann das Kind als Student weiterhin beitragsfrei bis max. zum 25. Lebensjahr in der Familienversicherung verbleiben.

Das privatversicherte Kind des Beamten kann ebenfalls noch bis zum 25. Lebensjahr mit Beihilfeanspruch in den Beamtentarifen versichert bleiben. Oft sind die Beihilfetarife bei Beamtenkinder sogar noch günstiger, als Kinder im Beamtentarif. Spannend wird es hingegen am 25. Geburtstag.

Mit 25 fällt das Kind GKV-versicherte Kind jedoch aus der beitragsfreien Familienversicherung heraus und wird in der Krankenversicherung der Studenten versichert. In der GKV kostet ein Student mit 25 im Durchschnitt 109,94 Euro.
Hier muss man bei den Tarifen in der PKV aufpassen. Oft sind die PKV-Studenten-Tarife deutlich Teurer. I.d.R. zwischen 130 Euro und 360 Euro pro Monat. Es gibt zwar auch Tarife für rund 60 Euro, diese haben aber oft eine sehr hohe Selbstbeteiligung von z.B. 1.000 Euro pro Kalenderjahr.

Mein persönlicher Tipp:
Ich würde mein Kind bei Beginn eines Studiums in die GKV wechseln lassen. Die PKV fürs Kind kann mit 25 teuer werden oder wartet i.d.R. mit hohen Selbstbeteiligungen auf. Allerdings würde ich privaten Krankenversicherungsvertrag nicht komplett kündigen, sondern eine Anwartschaft weiterführen, damit mein Kind im Anschluss an das Studium wieder ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV kommen könnte. Schließlich treten Kinder häufig in die elterlichen Fußstapfen. Kindern von Beamten werden nicht selten selbst Beamte.

Was passiert, wenn mein Kind mit 30 immer noch studiert?

Student in der GKV: Die Berechnungsgrundlage ändert sich und die GKV berechnet den Beitrag nach einem fiktiven Mindesteinkommen (14% v. 1.061,67 Euro). Zusammen mit der Pflegeversicherung und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag der GKV liegt der Beitrag bei ungefähr 195,35 Euro. Alternativ kann er sich auch privat versichern. Mit dem Beitrag von 80 bis 380 Euro, je nach gewünschtem Versicherungsschutz und Höhe der Selbstbeteiligung.

Und wenn mein Schützling mit 39 immer noch nicht fertig ist mit dem Studium?

Bei der GKV ändert sich nichts. Der Beitrag bleibt bei 195,35 Euro.

Der PKV Beitrag steigt, weil der Ausbildungsbonus i.d.R. mit spätestens 39 wegfällt. Je nach Gesellschaft und gewünschtem Versicherungsschutz liegen die Tarife jetzt bei einem Beitrag von ca. 383,95 Euro bis 927,29 Euro.

Zusammenfassung der gesetzlichen Bestimmungen

  1. Verdienen beide Elternteile unter JAEG (2021 liegt diese bei 64.350 Euro), könnt ihr euch aussuchen, ob ihr euer Kind beitragsfrei in der Familienversicherung der GKV versichert oder privat. Ausnahme – Beamten in Hessen oder Bremen: Hier ist – sofern möglich – das Kind beitragsfrei in der GKV zu versichern. Lest bitte trotzdem weiter, auch für euch gibt es eine alternative, gute Lösung.
  2. Verdient der Beamte oberhalb der JEAG, erlischt der Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung in der GKV. Ihr zahlt dann im Durchschnitt für euren Sprössling 192,69 Euro in der Kasse. Hier ist die Mitversicherung in der PKV deutlich günstiger. Im Schnitt liegt ihr bei um die 40,- Euro (32 – 55 Euro). Ausnahme: Kinder in Hessen und Bremen. Die liegen im Schnitt bei 80 bis 90 Euro, aber immer noch 100 Euro unter dem Kassenbeitrag!
  3. Verdienen beide Elternteile über JAEG, habt ihr ebenfalls wieder die freie Wahl: Beitragsfrei in der Familienversicherung der GKV oder gegen eigenen Beitrag in der PKV. Beiträge siehe 2.

Okay, das waren die gesetzlichen Vorgaben. Aber Sven, das bringt mich nicht weiter. Wo soll ich mein Kind denn nun versichern? Privat oder Kasse?

Bei den meisten Beamten ist es so, dass sie in der Regel unterhalb der JAEG verdienen und sie somit die freie Wahl haben, wo sie ihr Kind krankenversichern. Eure Entscheidung ist vermutlich eher ideologisch oder moralisch begründet. Wobei ich es oft auch Angst vor dem Neuen/Unbekannten nenne. In der gesetzlichen Krankenversicherung fühlt man sich sicher. Man weiß, was man hat. Die private Krankenversicherung ist neu und unbekannt. Viele haben Angst wegen einer vergessenen Gesundheitsangabe gekündigt zu werden, oder gar schlechter dazustehen, wie in der GKV. Aus Angst dessen, belässt man es dann lieber bei dem Altbekannten, auch, wenn man weiß, dass die GKV nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Oder, ihr seid einfach nur faul und wollt es euch bequem machen. Mal sehen, ob ich euch dennoch helfen kann …

Vorteile der beitragsfreien Familienversicherung in der GKV

  1. Die Familienversicherung ist beitragsfrei. Sie kostet nichts. Ihr spart Geld, zumindest auf den ersten Blick.
  2. Ihr müsst nicht in Vorleistungen gehen. Die Behandlungen werden bequem über die Versicherungskarte abgedeckt.
  3. Ihr könnt es moralisch sehen und sagen: Mein Kind bekommt die gleichen Leistungen wie alle anderen auch und wird nicht bevorzugt behandelt. Die moralische Seite ist immer toll, höre ich ganz häufig … solange dein Kind gesund ist!

Vorteile der privaten Krankenversicherung

  1. Gerade bei Neugeboren ist es heutzutage schwer, ein Kinderarzt zu finden. Freunde von mir müssen 50km und mehr zum nächsten Kinderarzt fahren, weil alle hiesigen Kinderärzte gesagt haben: Tut uns leid, wir sind überfüllt und nehmen keine neuen Kinder mehr auf!
  2. Du bekommst schneller Facharzt-Termine und musst dir vorher keine Überweisung holen.
  3. Du kannst den Leistungsumfang frei gestalten und dein wertvollstes Gut genauso gut versichern, wie dich selbst auch, oder sogar besser!
  4. Du hast Zugang zu neuen, modernen Behandlungsmethoden und nicht nur für Leistungen, die nach §12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot »ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich …«, sprich billig sein müssen. Zu diesem Punkt schreibe ich gleich noch etwas, also bleib dran …

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Weißt du jetzt, wo du dein Kind krankenversichern sollst? Oder brauchst du mehr Hilfe?

Meine persönliche Meinung: Oft ist es einfach eine finanzielle Frage. Eine Frage der Besoldung!

  • Als Beamter in einer niedrigen Besoldungsgruppe (bis A8) fällt die Entscheidung oft auf finanziellen Gründen auf die beitragsfrei Familienversicherung. Allerdings würde ich hier immer dazu raten, den Versicherungsschutz für das Kind über Zusatztarife für z.B. Wahlleistungen über eine private Krankenversicherung aufzubessern. Das kostet meist nicht einmal 10 Euro und damit ist dein Kind zumindest im Krankenhaus genauso gut abgesichert wie du. Und am besten sicherst du deine Frau noch gleich mit ab. Oft beinhaltet der Wahlleistungstarif auch ein Optionsrecht, so dass du deine Frau – sollte sich sich dazu entscheiden nur noch Hausfrau und Mutter sein zu wollen, oder sie verliert den Job und findet als Mutter eines kleinen Kindes keinen Arbeitgeber, der sie einstellen will, weil Mütter sich häufiger krankmelden, wenn die Kids krank sind – dann im Fälle problemlos bei dir mitversichern kannst. Also bitte: Wenn du dein Kind schon beitragsfrei in der Kasse lässt, spendiere deinem Kind bitte zumindest einen Zusatztarif für Wahlleistungen für 3–10 Euro im Monat.
  • Als Beamter in einer höheren Besoldungsgruppe (A9 und höher) zieht die Ausrede, «Kann ich mir nicht leisten!«, nicht! Hier würde ich schon sagen, du solltest dein Kind genauso gut versichern, wie dich auch. Du kannst es dir auch erlauben hin und wieder mal in Vorleistung zu gehen. Wenn du jedoch dich privat versicherst und du dein Kind in der Kasse lässt, nur weil es dich vielleicht 40,- Euro kostet, dann bist du einfach nur geizig. Dann gehörst du zu den Menschen, die sich Abends ein Steak braten und ihrem Kind voressen, während sich das Kind nur eine Stulle schmieren darf. Klingt hart? Ja, sorry, aber so sehe ich das. Das ist meine persönliche Meinung!

Wo sollten Lehrer ihre Kinder krankenversichern: Privat oder gesetzlich?

Lehrer oder andere Beamte in den Besoldungsgruppen A12/A13, Achtung: Natürlich seid ihr am Anfang eurer Karriere noch unter der JAEG und ihr könnt euren Sprössling beitragsfrei in der Familienversicherung eurer Frau, sofern die nicht ebenfalls Beamtin ist, versichern. Beachtet jedoch, dass ihr mit jeder Erfahrungsstufe mehr verdient und ihr i.d.R. nach 10 bis 15 Jahren die JAEG knackt. Dann wollt ihr euer Kind spätestens gern privat krankenversichern, aber … nach Murphys Gesetz passiert das zufällig meist dann, wenn euer Kind gerade mit einer kieferorthopädischen Behandlung (KFO) begonnen hat und die private Krankenversicherung nicht in die laufende Behandlung einsteigen will. Eine KFO kostet bei einem Privatpatienten schnell bis zu 10.000 Euro und 20% Eigenanteil sind 2.000 Euro. Die zahlt ihr dann meist selbst. Also seid nicht knauserig und versichert euer Kind gleich privat!

Und wenn ich immer noch unsicher bin?

Wenn du immer noch nicht weißt, was du tun sollst und immer noch haderst zwischen beitragsfreier Familienversicherung in der GKV oder private Krankenversicherung, dann gebe ich dir noch zwei Beispiele aus meiner täglichen Arbeit mit.

Fall 1: Tino und die KFO ihrer Tochter

*Tina (Name geändert) hat sich damals dafür entschieden, ihre Tochter in der beitragsfreien Familienversicherung zu versichern. Sie hatte keine Lust auf die Abrechnung – was mittlerweile kinderleicht ist. App der Krankenversicherung herunterladen und auf dem Handy installieren, Rechnung fotografieren, absenden, fertig – und sie fand es reizvoll, dass sie eben keinen Beitrag zahlen musste und alles ganz bequem über das Kärtchen läuft. Mit 14 kam dann die KFO. Ihr glaube, die Kasse übernimmt alles. 80% gibt es sofort und 20%, wenn die KFO abgeschlossen ist. Theoretisch stimmt das ja auch, allerdings nur, wenn man die Spange nimmt, die die Kasse bezahlt. Die Kieferorthopädin erklärte ihr allerdings, dass es verschiedene Brackets gibt. Mit Speedbrackets geht es schneller. Keramikbrackets sind transparent und nicht so auffällig. Selbstligierende Brackets, Lingualbrackets und was es sonst noch so alles an Bracket-Typen gibt. Sie entschied sich für Speedbrackets und durfte selbst jeden Monat zusätzlich 67,95 Euro zahlen. Vier Jahre lang. Kosten: 3.261,60 Euro. Na, super!Natürlich versuchte Tina da, ihre Tochter in die PKV zu holen. Da die KFO aber bereits angeraten war, lehnte diese die Übernahme der Kosten ab. Zu recht! Systemhopping ist nicht fair. Immer dahingehen, wo man gerade den Vorteil sieht. Nein, das ist moralisch nicht korrekt.

Fall 2: Bernd und die Leukämie

*Bernd (Namen geändert) hatte nicht an der Gesundheit seines Sohnes gespart. Er hat seinen Sohn Benjamin von Anfang an privat krankenversichert. Mit 9 erkrankte Benjamin an Leukämie. Man hat alles ausprobiert, Chemotherapie etc., aber nichts schlug an. Der behandelnde Arzt hatte Bernd sogar schon dazu geraten, dass er sich langsam aber sicher mit dem Thema Bestattung beschäftigen sollte. Aber Bernd wollte seinen Sohn nicht aufgeben. Er hat im Internet gesucht und ist auf die Gentherapie Kymriah gestoßen. Kymriah ist eine Kombination aus Zell- und Gentherapie. Körpereigene Immunzellen werden aus dem Körper des Patienten isoliert und im Labor mit einem künstlichen Rezeptor ausgestattet. Dem sogenannten chimeric antigen receptor (CAR). Diese CAR-T-Zellen können nun die Krebszellen bzw. Das Molekül CD19 identifizieren und angreifen. Diese neue Therapie ist in Deutschland seit August 2018 zugelassen und wird nur bei Kindern und jungen Erwachsenen angewendet, bei denen nie normalen Therapien wirkungslos geblieben sind. Laut den Angaben die ich recherchieren konnte, wurden in Deutschland bisher insgesamt 79 Patienten behandelt, und bei 82 % waren nach drei Monaten alle Anzeichen von Krebs verschwunden. Die Therapie kostete 320.000,- Euro. Ob die GKV das nach §12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot »ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich …« auch erstattet hätte? Und noch viel schlimmer, wie hätte es Bernd verkraftet, wenn er Benjamin wegen 42,14 Euro im Monat in der GKV gelassen hätte und die Möglichkeit dieser neuen Therapie nur deswegen nicht hätte nutzen können. Macht man sich in dem Moment nicht tierische Vorwürfe? Kann man das jemals Verdauen? Wir kaufen uns Handys für 1.000,- Euro jährlich, oder alle 2 Jahre im Vertrag, aber wir sparen an unserer Gesundheit und sind nicht bereit 42,14 Euro im Monat für unsere Kinder auszugeben? Ich persönlich müsste nicht überlegen. Meine Antwort beim Kind wäre immer: Privat! Egal, ob für 40,- Euro, 90,- Euro oder noch mehr. Und wer sein Kind in der Kasse versichert und keine 2,- bis 10,- Euro für einen Wahlleistung-Zusatztarif übrig hat, sollte sich wirklich Gedanken machen, ob er nicht eventuell doch viel zu naiv und blauäugig an die Sache herangeht. Die Menschen, die immer sagen: Wird schon gut gehen! Sind oft die gleichen Menschen, die nachher heulen und jammern: Warum passiert das ausgerechnet mir?

Mein persönliches Fazit

Weißt du jetzt, wie du dein Kind versichern sollst?

Konnte ich dir mit diesem Artikel vielleicht die Augen öffnen oder helfen?

Eines ist sicher: Mein richtig, muss nicht dein richtig sein!

Rede dich nachher nur nicht raus mit: »Das hat mir aber keiner gesagt…«

Zwei bis zehn Euro hat jeder. Einen Zusatztarif für Wahlleistungen kann jeder abschließen. Und das sollte auch das Minimum sein, bei Personen in niedrigen Besoldungsgruppen!

Bei Beamten im mittleren, höheren oder gehobenen Dienst sollte aber nicht mehr groß überlegt werden: Dein Kind sollte mindestens genauso gut versichert sein wie du, also privat!!!

Du kannst uns aber gerne auch ansprechen: Wir beraten dich auch persönlich!

Dieser Artikel wurde am 04. Dezember 2020 von Sven Höhne veröffentlicht

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