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Private Krankenversicherung wird immer teurer!

Private Krankenversicherung wird immer teurer, ein Ärgernis, das viele Privatversicherte kennen und ärgert. Ein Umstand, den sich die Werbeindustrie und gewiefte Vermittler zu nutzen machen, um den Versicherten zu einem Wechsel zu bewegen. Was du zum Thema Beiragserhöhungen in der PKV wissen solltest!

Private Krankenversicherung

✔︎ Leistungen auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten

✔︎ Optimales Tarifwerk für beste medizinische Versorgung

✔︎ Beiträge, die du im Alter bezahlen kannst

Alle Jahre wieder...

Jedes Jahr wieder, meist im November, erhalten Privatversicherte Post von ihrer privaten Krankenversicherung. Die künftig zu zahlenden Beiträge werden bekannt gemacht. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Inflation, medizinischer Fortschritt und steigende Lebenserwartung müssen nachkalkuliert werden. Das führt zu höheren Beiträgen. Auf Dauer kann sich kein Tarif diesem Vorgang entziehen. Manchmal aber war eine Zeit lang Ruhe und dann fällt die überfällige Erhöhung etwas höher aus. Jetzt beginnt der Wahnsinn aufs Neue. Empört über die Beitragserhöhung machen sich viele Versicherte auf die Suche nach Alternativen. Und nicht wenige von ihnen geraten nun in die Fänge von Verkäufern und vor allem der „Leadindustrie“. Aber der Reihe nach.

Google soll helfen

Was liegt für den Privatversicherten näher, als sich zunächst mal anonym im Internet zu informieren? Nach Eingabe des Suchbegriffs bei Google kommen zahlreiche Ergebnisse. Neben den so genannten organischen Treffern erscheint bezahlte Werbung. Um dein Interesse zu wecken, überschlagen sich die Aussagen mit Superlativen wie z.B. 50% sparen, Vergleich der Testsieger und vieles mehr. Hier werden Erwartungen geweckt, die meist nicht erfüllbar sind. Darum geht es auch gar nicht! Du sollst deine persönlichen Daten eingeben. Doch dann kommt… erst mal nichts. Viele Seiten sind so genannte Landingpages, die aus deinem Interesse einen Lead generieren. Das wäre aus unserer Sicht okay, wenn dich dann die Mitarbeiter dieser Seite kontaktieren würden und dir eine solide Beratung anbieten könnten. Leider ist das aber die Ausnahme. Viele Webseitenbetreiber wollen deine Daten, um sie an Vermittler zu verkaufen. Je mehr, desto besser. Dafür geben sie viel Geld aus. Wer bei Google am meisten bietet, landet ganz vorn.

Wer nicht vergleicht, verschenkt Geld, oder?!

Jetzt wirst du vielleicht einwenden: „Man soll ja vergleichen, damit du nicht zu viel bezahlen musst!“ Ja, grundsätzlich stimmt das. Zum Beispiel bei Mobilfunkverträgen oder der Kfz-Versicherung. Nur, private Krankenversicherung funktioniert anders. Wenn du jedes Jahr deine Autoversicherung oder alle 2 Jahre deinen Handytarif wechselst, verlierst du i.d.R. nichts, sondern sparst meist Geld. Und jetzt glaubst du, dass müsse doch bei der privaten Krankenversicherung genauso funktionieren. Du bist einfach durch sich ständig wiederholende Werbung dazu konditioniert worden. „Wer nicht vergleicht, ist selber schuld und verliert Geld“ – so lautet die Kernaussage von Werbespots im TV und natürlich im Internet. „Stetig Tropfen höhlt den Stein.“ sagt der Volksmund. Denk mal darüber nach.

Daher hier deutlich und mit Nachdruck: Wenn du alle paar Jahre deine Krankenversicherung wechselst, um immer eine Billige zu haben, stehst du irgendwann vor einem Scherbenhaufen. Wenn du mehr über die Problematik von Billigtarifen wissen willst, empfehle ich dir ein Video aus unserem YouTube-Channel.

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Was passiert mit Deiner Anfrage?

Nochmal zurück zum Thema Leads. Deine Anfrage, also dein Lead, wird nun an einen Vermittler weitergegeben. Auch hier wird oft nach dem Prinzip „wer bietet am meisten“ vergeben. Der Käufer deiner Anfrage für private Krankenversicherung bezahlt irgendwas zwischen 100 und 200 €. Pro Stück! Wenn du dich mehrfach eingetragen hast, weil du dir dadurch eine größere Angebotsauswahl erhoffst, …na ja, rechne selbst. Jetzt stell dir vor, du hast dich 3 Mal im Internet eingetragen und jetzt buhlen 3 Verkäufer um deine Gunst. Jeder von ihnen will nun seine Investition zurück und zusätzlich einen Gewinn erzielen. Das geht nur, wenn er dir eine neue Krankenversicherung vermittelt. Naturgemäß behauptet jeder der drei Berater, er habe das beste Angebot. Ob der Wechsel für dich überhaupt sinnvoll ist, wird schnell zur Nebensache.

Leads und Onlineanfragen sind nicht grundsätzlich schlecht

Wir sind nicht grundsätzlich gegen Leads. Denn so finden ratsuchende Kunden oft den passenden Berater, und anders herum. Was uns stört, ist die massive Umwerbung der bereits Privatversicherten mit kaum erfüllbaren Versprechen. Enttäuschung auf Seiten von Kunden UND Beratern ist vorprogrammiert. Die Leadmafia verdient daran jedoch bestens.

Wann wechseln und wann besser nicht?

Je länger du bereits in deiner privaten KV bist, desto kleiner wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wechsel Vorteile bringt. Das liegt u.a. an den so genannten Alterungsrückstellungen. Wenn du deinen Vertrag vor 2009 abgeschlossen hast, sind diese NICHT übertragbar, und damit bei einer Kündigung verloren. Bei Verträgen, die ab 2009 geschlossen wurden, nimmst du einen Teil zur neuen Versicherung mit. Aber eben nur einen Teil.
Außerdem musst du vor einem Wechsel die Gesundheitsfragen noch mal komplett und richtig für die neue Versicherung beantworten. Ich weiß, dass dir möglicherweise die Werbung im Internet etwas anderes versprochen hat, aber jetzt ist dir ja klar, warum.
Wie die Gesundheitsfragen richtig beantwortet werden, findest du hier: Gesundheitsfragen RICHTIG beantworten – So geht’s!

Lösung für alte Verträge

Mit fortschreitendem Alter und zunehmenden Wehwehchen wird ein Wechsel immer schwieriger oder gar unmöglich. Nach 10 Jahren Versicherungszeit nur noch in wenigen Ausnahmefällen. Jetzt steht dir als letztes Mittel noch ein Tarifwechsel bei „deinem“ Versicherer offen. Wende dich dazu an einen Profi und zahle ihm, wenn nötig, dafür ein angemessenes Honorar. Wenn du willst, vermitteln wir dich gern weiter. Übrigens: für unsere Bestandskunden ist dieser Service sogar kostenlos.

Welche Gründe sprechen für einen Wechsel bzw. eine Überprüfung?

Als erstes solltest du weitgehend gesund und in keiner laufenden Behandlung sein. Außerdem bist du noch nicht lange versichert, hast deinen Vertrag nach 2009 oder gar nach 2013 abgeschlossen und kannst Rückstellungen mitnehmen. Oder du hattest nur eine begrenzte Auswahl, weil du deine Krankenversicherung bei einem Vertreter gemacht hast oder es damals schnell gehen musste. Das kommt z.B. bei Beamten recht häufig vor.

Nimm dir jetzt ausrechend Zeit und überstürze nichts. Lass dich unabhängig beraten und nicht einseitig vom Vertreter einerVersicherung. Und als Grundlage sollte das Motto gelten: „Nicht billiger, sondern RICHTIG!“

Warum billig der falsche Ansatz ist, erklären wir dir hier: Der Fluch der billigen Beiträge in der PKV

Zusammenfassung

  1. Benutze deinen gesunden Menschenverstand. Wenn etwas zu schön klingt, ist es oft zu schön, um wahr zu sein. 50, 60 oder gar 80 % Ersparnis, dann auch noch bei vergleichbaren Leistungen, ist einfach unrealistisch.
  2. Wenn du schon sehr lange in deiner Krankenversicherung bist, halte durch oder besorge dir Umstellungsangebote innerhalb deiner Gesellschaft.
  3. Wenn du aktuell krank bist oder es in den letzten 3 Jahren gewesen bist, kann das zu Zuschlägen bei einer neuen KV führen. Wir helfen dir gern vorab mit einer Einschätzung, ob ein Wechsel nach gesundheitlichen Gesichtspunkten überhaupt möglich ist.
  4. Sie vorsichtig wem du deine Daten gibst! Lies vorher mindestens das Impressum und die Datenschutzerklärung. Prüfe, ob deine Anfrage wahrscheinlich verkauft wird. Du weißt sonst vorher nicht, bei wem du landest, welche Interessen derjenige hat und ob du wirklich an einen Fachmann gerätst.

Wenn du eine persönliche Beratung wünschst, trag dich in unserem Kontaktformular ein und einer unserer Experten meldet sich bei dir!

Liebe Grüße,
Micha von fairbeamtet.de

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