Was kann oder muss passieren, wenn die Beihilfe bei Beamten wegfällt

Umstellung der Krankenversicherung nach Wegfall der Beihilfe

Was du beachten musst, wenn deine Beihilfe wegfällt. Welche Fristen gelten und was sonst noch gilt.

Kürzlich wurde ich mal wieder von einem Neukunden gefragt: „Ich bin zunächst Beamter auf Zeit. Was passiert, wenn ich danach keinen Beihilfeanspruch mehr habe?“

Das steht im Gesetz

Die Antwort ist im VVG § 199 Abs 2. zu finden. Siehe https://dejure.org/gesetze/VVG/199.html

Das bedeutet, der Versicherte kann auf eine Vollkrankenversicherung OHNE Gesundheitsprüfung umstellen. Vorausgesetzt, er beantragt diese Umstellung innerhalb von 6 Monaten nach Wegfall der Beihilfe. Danach kann die Versicherung die Beantwortung der Gesundheitsfragen verlangen und eben auch Zuschläge.

Besonderheiten für Arbeitnehmer

Achtung, wenn nach Wegfall der Beihilfe eine versicherungspflichtige Tätigkeit als Arbeitnehmer aufgenommen wird, greift die Pflicht auf eine gesetzliche Mitgliedschaft. Arbeitnehmer dürfen erst ab einem Jahreseinkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG, in 2018 = 59.400 €) privat versichert bleiben.

Wie lange rückwirkend?

Manchmal kommt es vor, das Versicherten „vergessen“ ihre private Krankenversicherung über das Ende der Beihilfe zu informieren und lassen die Beiträge einfach weiter abbuchen. Hier muss dann rückwirkend eine Bescheinigung über Pflichtversicherung nach § 5 SGB V der gesetzlichen Kasse vorgelegt werden. Die zu viel gezahlten Beiträge werden meist aus Kulanz zurückerstattet. Anspruch besteht i.d.R. nur auf die letzten 2 Monate.

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Wir von fairbeamtet.de helfen Dir gern. Ruf einfach an oder trag Dich in unserem Kontakformular ein.

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