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Wartezeiten in der privaten Krankenversicherung – Bin ich nicht versichert?

Was sind Wartezeiten?

Die Wartezeiten beschreiben den Zeitraum, in dem man trotz Versicherungsschutz keinen Anspruch auf Leistungen hat. Merksatz: Ein brennendes Haus kann man nicht versichern. Sie sollen verhindern, dass gleich zu Beginn der Versicherung (hohe) Kosten eingereicht werden. Somit können die Versicherer die Tarife auch ausgewogen kalkulieren, was zugleich jedem Versicherten einen fairen Beitrag ermöglicht.

Die meisten, die sich mit einer privaten Krankenversicherung auseinandersetzen, haben schon von diesen sogenannten Wartezeiten gehört. Spätestens bei einem ausführlichen Vergleich oder der Antragsstellung kommt ihr hiermit in Kontakt. Was es genau damit auf sich hat und ob es Ausnahmen gibt, klären wir hier nun auf.

Unterscheidung zwischen Zusatztarifen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (Vollversicherung PKV)

Hier ist es wichtig, gleich zu Beginn nach zwei verschiedenen Versicherungs-Typen zu unterscheiden. Den Zusatzversicherungen (GKV Zusatz) und der Krankheitskostenvollversicherung (PKV).

Bei den Zusatzversicherungen geht es darum, zu einer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Erweiterungen abzuschließen, die im Optimalfall die Leistungslücken der GKV vollständig auffangen. Hier gibt es z.B. Tarife für folgende Bereiche: Zahn, Krankenhaustagegeld, Heilpraktiker, Brille …

Bei der „kompletten“ privaten Krankenversicherung (PKV) sind diese Leistungen je nach Tarif schon umfassend abgesichert.

Warum diese Unterscheidung zu Beginn? Ganz einfach! Es gibt Grundlagen.

Wo werden die Wartezeiten geregelt?

Die Wartezeiten sind in den Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK) geregelt. Hieraus geht hervor, wie lange Du warten musst bis Du Anspruch auf die Leistungen hast.

Gibt es unterschiedliche Wartezeiten?

Es wird nach den allgemeinen Wartezeiten – 3 Monate §3(2) und den besonderen Wartezeiten – 8 Monate §3(3) unterschieden.

Unter die besonderen Wartezeiten fallen Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie. Die allgemeinen Wartezeiten regeln die anderen Bereiche.

Wann beginnen und wann enden die Wartezeiten?

Die Wartezeiten beginnen mit dem ersten Tage an dem die Versicherung startet.
§3(1) Die Wartezeiten rechnen vom Versicherungsbeginn an.
Ausdrücklich: Die Wartezeiten beginnen nicht mit der Unterschrift auf dem Antrag.

Können die Wartezeiten auch entfallen? (Private Krankenversicherung)

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Wartezeiten entfallen. In manchen Fällen wird vom Versicherungsunternehmen ein ärztliches Zeugnis verlangt. Es gibt auch eine Ausnahme bei Unfällen, wobei dies nicht pauschal gilt. Ein weiterer Aspekt ist der Übertritt / Wechsel von einem Unternehmen zu einem anderen. Dies ist in §3(5) geregelt. Hier wird geprüft, ob Deine vorversicherten Zeiten angerechnet werden. Hier sprechen wir von einem nahtlosen Übergang (einen interessanten Artikel dazu findet ihr: hier!). Weitere Ausnahmen gibt es auch bei der (mit)Versicherung von Ehegatten, Lebenspartnern und Kindern. Sofern diese einer dieser Fälle zutrifft hast Du von Beginn an Anspruch auf die vollen Leistungen.

Bitte beachtet, dass das für die Voll-Versicherung gilt. Bei Zusatztarifen sieht das Ganze schon wieder anders aus ?

Du merkst sicherlich, dass das vermeintlich Einfache von Zeit zu Zeit doch komplexer ist.

Deswegen unser Tipp:

Wenn ihr Fragen zum Thema Wartezeiten habt, sucht euch einen Spezialmakler für private Krankenversicherungen. Wenn bei euch eine Verbeamtung ansteht, dann sogar einen Spezialmakler, der sich auf Beamte und Beihilferecht spezialisiert hat, oder fragt einfach uns! Wir von fairbeamtet.de haben uns seit mehr als 20 Jahren auf Beamte spezialisiert. Ihr könnt dafür einfach das Kontakt-Formular auf unserer Startseite benutzen und einen Termin für eine kostenlose Online-Beratung anfordern.

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