Zusatzbeitrag
Pflegeversicherung

Einführung des Corona-Zuschlags
zum 01.01.2022

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Pflegeversicherung Zusatzbeitrag: Du hast Post von deiner Krankenversicherung erhalten. Deine Pflegeversicherung wird wegen des befristeten Corona-Zuschlags teurer. Du bist sauer, genervt und verunsichert. Weißt nicht, was du jetzt tun sollst. Nochmal vergleichen, die Krankenversicherung wechseln oder die bittere Pille schlucken? In diesem Artikel liefern wir dir die Antworten!

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Inhaltsverzeichnis

Zahlreiche Anrufe, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten wegen der Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung

In den letzten Tagen steht das Telefon in unseren Büros nicht still! Es trudeln am laufenden Band E-Mails und WhatsApp-Nachrichten ein. Grund sind die aktuellen Schreiben der privaten Krankenversicherungen, die Privatversicherten haben von ihrer Krankenversicherung erhalten.

Es wird geschimpft und gemotzt, was das Zeug hält. Die Versicherten sind wütend. „Die Krankenversicherung wird schon wieder teurer!“, fluchen sie. Die meisten schmeißen Kranken- und Pflegeversicherung in einen Topf. Für sie ist es ein Komplettpaket. Bei der Erklärung, dass es nur die Pflegeversicherung betrifft, stoßen wir nicht selten auf Unverständnis. „Was? Die Pflegeversicherung ist doch erst im Juli teurer geworden!?“, beklagen sich die Versicherten weiter.

Ja, das ist richtig. Aber leben wir aktuell nicht in einer sehr speziellen Zeit?

Mir wäre es auch lieber, ich könnte mich auf den Balkon stellen und klatschen, anstatt wieder mehr für die Pflegeversicherung zahlen zu müssen. Schließlich hat das bei unseren Pflegekräften funktioniert! Warum dann nicht auch beim Pflegeversicherungsbeitrag? Klatschen kostet nichts und schont das Portemonnaie. Und wenn sich unsere verehrten Damen und Herren Politiker bei der nächsten Diäten-Erhöhung einig sind, brüllen wir alle laut, „Stopp! Nein, die Diäten werden nicht erhöht, wir haben eine bessere Idee!“, stellen uns auf den Balkon und klatschen so laut wir können für unsere Staatsdiener.

Stimmt, ich bin nicht sachlich. Genau wie die Anrufer, E-Mails und WhatsApp-Nachrichten. Viele sind verunsichert. Verärgert. Enttäuscht. Und das jetzt, in eben dieser speziellen Zeit, wo ohnehin alles teurer wird. Gefühlt wird die Krankenversicherung jedes Jahr teurer.

Aber, nehmen wir die Emotionen heraus und werden wieder sachlich. Geh raus und schau dich um. In jeder Stadt ein Test-Zentrum. Beinahe vor jedem Supermarkt steht eine Test-Station. In der City die mobilen Stände vom Roten Kreuz etc. Wer bezahlt das alles? Der Staat. Und wer ist der Staat? Richtig, der Steuerzahler, und somit wir alle. Und wie sieht es in der Pflege aus?

„Kosten für die Pflege in der Pandemie stark gestiegen!“, schreibt die Debeka in einer Änderungsmitteilung vom 22. Oktober 2021

Als Gründe für die stark gestiegenen Kosten für die Pflege, gibt die Debeka unter anderem Ausgaben für Schutzkleidung, Corona-Tests und Desinfektionen an. Und obendrein, so erläutert die Debeka weiter, verzichten viele Menschen auf Betreuung, weil sie Angst haben, sich evtl. anstecken zu können. Weniger zu betreuende Personen = weniger Einnahmen bei steigenden Kosten. Die Pflegepflichtversicherung hat sich, laut Angaben der Debeka, mit ca. 480 Millionen Euro entsprechend gesetzlicher Vorgaben an den pandemiebedingten Mehrausgaben beteiligt.

Wie hoch ist der Corona Zuschlag?

Versicherte mit Beihilfeanspruch müssen mtl. 7,30 Euro (87,60 Euro im Jahr) mehr bezahlen. Versicherte ohne Beihilfeanspruch mtl. 3,40 Euro (40,80 Euro im Jahr) und privatversicherte Angestellte mtl. 1,70 Euro (20,40 Euro im Jahr). Beim Angestellten zahlt der Arbeitgeber noch einmal den gleichen Beitrag zusätzlich (Arbeitgeberanteil).

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Bleibt der befristete Zuschlag in der privaten Pflegeversicherung dauerhaft?

Nein! Das Adjektiv sagt es bereits, der Zuschlag ist zeitlich befristet. Erst einmal bis zum 31.12.2022 (nach §110a Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI). Eine Garantie, dass der Zuschlag zum 01.01.2023 wieder entfällt möchte ich allerdings nicht aussprechen. Ich bin skeptisch, und sage lieber vorsichtig, „Schauen wir mal…“

Kann ich meine Krankenversicherung wegen der Erhöhung oder Einführung des befristeten Zuschlages in der Pflegeversicherung außerordentlich kündigen?

Nein, sofern nur der Beitrag in der Pflegeversicherung erhöht wird, hast du kein außerordentliches Kündigungsrecht und kannst deine private Krankenversicherung nicht zum 31.12.2021 kündigen!

Wenn allerdings – wie bei der Debeka – einige Tarife bzw. Tarifbausteine deiner Krankenversicherung erhöht werden, wie es aktuell in den Tarifen für die freie Wirtschaft (Angestellte und Selbständige) oder bei einigen Beamten im Beihilfeergänzungstarif „BC“ der Fall ist, dann ja! Hier habt ihr ein außerordentliches Kündigungsrecht und könnt loslegen, euren Versicherungsschutz zu überprüfen, zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln.

Ist ein Wechsel der privaten Krankenversicherung sinnvoll?

Jein! Ja, es gibt durchaus Fälle, bei denen ein Wechsel sinnvoll sein kann. Aber in vielen Fällen aus von einem Wechsel dringend abzuraten. Leider gibt es in der Versicherungsbranche schwarze Schafe, die den Kunden trotzdem einen Wechsel empfehlen und versuchen, sie in einen billigeren Tarif zu locken. Lies hierzu am besten unseren Artikel: Der Fluch der billigen Beiträge in der privaten Krankenversicherung.

Fazit

Ja, Corona (Covid-19) ist scheiße und vieles ist teurer geworden. Benzin, Lebensmittel, Urlaub und zum 01.01.2022 die Pflegeversicherung. Es ist nicht schön und keiner von uns zahlt gerne mehr als nötig. Aber, versuch es positiv zu sehen. Wer weiß, vielleicht ist das Resultat solcher Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung irgendwann eine faire Bezahlung für Pflegekräfte.

Wir dürfen eines nicht vergessen: Wir werden alle älter und die Wahrscheinlichkeit, dass wir selbst irgendwann Pflege brauchen ist groß. Ich wünsche mir dann, dass ich mit Liebe und Herz von einer Pflegekraft gepflegt werden, die für diesen Knochenjob fair bezahlt wird.

Ich hoffe, dir hat mein Artikel gefallen und du kannst die Gründe für die Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung jetzt etwas besser nachvollziehen. Vielleicht hast du dich sogar wieder etwas beruhigt. Das wäre zumindest besser für dein Herz. Mit Bluthochdruck bekommst du bei einem Wechsel nämlich i.d.R. einen Risikozuschlag aufgebrummt.

Wenn du allerdings immer noch unsicher bist und keinen Versicherungsmenschen kennst, dem du wirklich vertraust, frag uns! Trag dich in unserem Kontaktformular ein und lass dich kostenlos und unabhängig von einem Profi beraten. Wir beraten dich gerne!

Bleib gesund!

Liebe Grüße, euer
Sven von fairbeamtet.de

Dieser Artikel wurde am 25. November 2021 von Sven Höhne veröffentlicht

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