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Zusatztarife zur gesetzlichen Krankenversicherung

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Zusatztarife zur gesetzlichen Krankenversicherung:

Mittlerweile gibt es unzählige Zusatztarife zur gesetzlichen Krankenversicherung. Zusatztarife sind so etwas wie add-ons. Es gibt Zahnzusatztarife, Zusatztarife für stationäre Wahlleistungen, Zusatztarife für Osteopathie, für Naturheilverfahren, für Brillen und Kontaktlinsen. Eigentlich, für alles, was man zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung absichern kann. Theoretisch kannst du beinahe jede Lücke über diese Zusatzbausteine schließen. Warum Zusatztarife wirklich sinnvoll und wichtig sind, und welche eher Schnickschnack, erfährst du in diesem Artikel!

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Inhaltsverzeichnis

Warum sind Zusatztarife sinnvoll und wichtig?

Solange wir jung und gesund sind, interessieren uns die Zusatztarife, die die privaten Krankenversicherungen anbieten, noch nicht so wirklich. Warum auch? Gesetzlich krankenversichert sein ist easy. Ich geh zum Arzt. Ziehe die Karte durch den Schlitz und damit war es das für mich. Gut, manchmal muss ich an der Apotheke 5,- Euro bis 10,- Euro je nach Packungsgröße bei Medikamenten zuzahlen. Nicht schön, aber ich nehme es zähneknirschend hin.
Aber, ich werde nicht jünger. Mit Mitte dreißig geht es nicht selten mit den ersten Rückenschmerzen und Beschwerden mit der Bandscheibe los. Beim Zahnarzt kommt die erste Krone. Etliche Menschen bekommen die erste Brille und so langsam merke ich, dass die gesetzliche Krankenversicherung diverse Lücken hat.
Brillen und Kontaktlinsen muss ich als Erwachsener komplett selbst bezahlen.
Bei Zahnersatz freue ich mich bereits, wenn die Kasse 300,- Euro von meiner 900,- Euro Krone übernimmt und bei Physiotherapie und andere Heilmittel, muss ich auch immer wieder etwas zuzahlen.
Außerdem übernehmen nur wenige Kosten für Homöopathie.
Und die Osteopathie muss fürs Kind zahle ich i.d.R. auch privat.
Mit fünfzig kommt Mutti ins Pflegeheim und der Staat möchte Geld von mir. Der Satz, „Eltern haften für ihre Kinder!“, hat sich gedreht. Nun sind wir Kinder dran und müssen für unsere Eltern haften. Heute liegt die Einkommenshöhe zwar noch ziemlich hoch, so dass die wenigsten Menschen tatsächlich zur Unterhaltszahlung herangezogen werden, aber woher weiß ich, dass diese Einkommensgrenzen nicht schon in Kürze drastisch gesenkt werden und ich schon bei relativ geringen Einkommen den Löwenanteil der Rechnung vom Muttis Pflegeheim übernehmen muss?

Unser größtes Problem: Die demographische Entwicklung

Wir kennen das Problem ja bereits aus der Rentenversicherung. Norbert Blüm (ehemaliger CDU-Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung) sagte 1986 erstmals im Wahlkampf, „Die Rente ist sicher!“ und am 10. Oktober 1997 wiederholte er seine Aussage sogar noch einmal. Spitze Zungen sagen, „Ja, er hat ja recht. Nur die Höhe ist ungewiss!“

Wollen wir ein bisschen mit Zahlen spielen?

  • 1962 kamen auf 1 Rentner 6 Erwerbstätige. 1:6
  • 1992 kamen auf 1 Rentner knapp 3 Erwerbstätige. 1:3
  • 2035 kommen auf 1 Rentner 2 Erwerbstätige. 1:2
  • 2060 kommt auf 1 Rentner eventuell nur noch 1 Erwerbstätiger. 1:1?

Dadurch ist das Rentenniveau in den letzten Jahren stark gesunken.

Und was hat das mit der Krankenversicherung zu tun?

Überleg mal, die gesetzliche Krankenversicherung ist Umlagefinanziert. D.h. Einnahmen decken die Ausgaben. Wenn statistisch nun immer weniger junge (relativ gesunde) Menschen auf einen älteren (vermutlich deutlich kränkeren) Menschen kommen, der mehr Kosten verursacht, kommt auf uns in der gesetzlichen Krankenversicherung das gleiche Problem zu, wie im System der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden in den nächsten Jahren stark steigen müssen. Hinzukommen werden immer mehr Leistungskürzungen und Erhöhungen der Zuzahlungen/Eigenbeiträge. Es wird also aller Voraussicht nach immer schlimmer werden.

  • Die Frage ist nur, wie schlimm? 
  • Steuern wir eventuell auf eine reine Notversorgung zu?
  • Und wenn ja, wie lange wird es dauern, bis wir nur noch eine Notversorgung haben?
  • Und was ist mit den Personen, die dann schon zu alt und krank sind, um noch vorzusorgen? Die, die aus gesundheitlichen Gründen keine Chance mehr haben, über private Zusatztarife ihren Versicherungsschutz halbwegs aufrecht zu halten?

Welche Zusatztarife sind wirklich sinnvoll?

Natürlich bleibt es in erster Linie jedem selbst überlassen, welche Zusatztarife er/sie sinnvoll findet oder nicht. Wenn dir Osteopathie oder Naturheilverfahren enorm wichtig sind, sicher dich dafür ab.

Ich persönlich finde 3 Tarife enorm wichtig und dort würde ich meinen Krankenversicherungsschutz als Kassenpatient unbedingt aufbessern.

  • Eine gute Zahnzusatzversicherung
  • Einen bombastischen Zusatztarif für Wahlleistungen im Krankenhaus. 1- oder 2-Bettzimmer mit freier Krankenhauswahl, Privatarzt-Behandlung und Abrechnung über die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hinaus
  • Eine private Pflegezusatzversicherung

Tarife, die für mich eher Schnickschnack sind:

  • Heilpraktiker-Tarife
  • Tarife für Sehhilfen (Brillen und Kontaktlisen)
  • Übernahme der Zuzahlungen von Medikamenten
  • Homöopathie
  • Naturheilverfahren

Aber das ist meine persönliche Meinung. Wenn euch davon etwas wichtig ist, sichert euch dagegen ab, bevor ihr es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr könnt!

Warum ich einen Zahnzusatztarif sinnvoll finde!

Es ist kein Geheimnis, dass die gesetzliche Krankenversicherung bei Zahnersatz eher sparsam ist.
Im Jahr 2001 – ich hatte gerade die Ausbildung bei der Debeka begonnen – habe ich mir die Schneidezähne ersetzen lassen. Mir war damals, in meiner Kindheit, eine Oma mit einem Einkaufswagen dagegen gefahren. Sie hatte mir die Schneidezähne abgebrochen. Der Zahnarzt hatte die Nerven ziehen und die Zahnspitzen wieder ankleben müssen. Mit zwanzig wurden meine Schneidezähne dann immer dunkler, bis ich mich irgendwann gar nicht mehr getraut habe, jemanden anzulächeln. Und das in einer Zeit, in der Mädels gerade interessant wurden. Ich habe also meine ersten Ausbildungsgehälter gespart und mir mit dreiundzwanzig zwei schicken Kronen machen lassen. Endlich konnte ich wieder lächeln!

  • Kosten für beide Kronen: 1.457,- Euro 
  • Anteil gesetzliche Krankenversicherung: 356,- Euro
  • Eigenanteil: 1.101,- Euro!!!

Die gesetzliche Krankenversicherung hatte nicht einmal 25% der Kosten für meinen Zahnersatz übernommen. Bei einem Implantat ist der Eigenanteil noch höher. Da kannst du froh sein, wenn du 12,5% von der GKV bekommst!

Und es könnte durchaus sein, dass du in nicht allzu ferner Zukunft die Kosten für Zahnersatz komplett selbst zahlen musst.

Zahnersatz ist teuer. 10,- Euro bis 30,- Euro monatlich hingegen für einen guten Zahnzusatztarif sind verkraftbar. Ich würde lieber jeden Monat 10,- Euro in einen Zusatztarif investieren, als später jahrelang mit dunklen Zähnen im Mund herumzulaufen. Vielleicht sind Zahnzusatzversicherung deshalb auch so beliebt!?!

Warum ich einen Zusatztarif für stationäre Wahlleistung sinnvoll finde!

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im SGB V klar geregelt. Sie müssen §12 SGB V Wirtschaftlichkeitsgebot »ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich …«, sprich billig sein.

Aber möchte ich im Krankenhaus immer die Discounter-Lösung oder möchte ich die beste Behandlung, die möglich ist?

Das geht schon bei der Krankenhauswahl los: Ich möchte nicht in die beiden nächstgelegenen Krankenhäuser. Ich möchte in die Klinik, die sich auf meine Diagnose spezialisiert hat! Und ich möchte auch nicht den Arzt, der zufällig Dienst hat. Ich möchte den Arzt, der sich mit meiner Diagnose auskennt! Und wenn es etwas Ernstes ist, möchte ich nicht das Versuchskaninchen sein!

Kliniken, die sich auf gewisse Diagnosen spezialisiert haben, machen die OP, die mir bevorsteht, hunderte Male im Jahr. Vielleicht sogar tausend Male pro Jahr. Die Klinik vor Ort, wenn ich Pech habe, nur 10mal pro Jahr. In der Fachklinik hat man bestimmt schon beinahe jede Komplikation erlebt. Dort wissen die Ärzte – im Fall der Fälle – genau zu tun ist. Während die Klinik vor Ort und der Arzt vor Ort vielleicht erst einmal ratlos ist und irgendetwas an mir ausprobiert. Außerdem haben Fachkliniken häufig neuste, moderne Technik und Profis, die an den Geräten ausgebildet wurde.

Ich habe es in vorherigen Beiträgen schon einmal erwähnt: Googelt mal, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihr im Laufe eures Lebens an einer Tumorerkrankung erkrankt. Bei uns Männern liegt die Wahrscheinlichkeit bei stolzen 51% und bei Frauen immerhin noch bei 43%. Allein das reicht für mich schon, um mir solch ein Zusatztarif für stationäre Wahlleistungen und damit die Eintrittskarte für den Spezialisten zuzulegen. Und je früher ich mir diesen Tarif zulege, desto günstiger ist der monatliche Beitrag.

Mit einem Zusatztarif für stationäre Wahlleistungen seid ihr im Krankenhaus Privatpatient! Ihr habt Anspruch auf die besten Krankenhäuser, die besten Ärzte und die neusten Behandlungs- bzw. Operations-Methoden. Achtet nur darauf, dass euer Tarif auch über den 3,5-fachen Höchstsatz der GOÄ hinaus erstattet. Die Tarife, die nur bis zum 3,5-fachen Höchstsatz der GOÄ erstatten sind nur die Discounter-Tarife der stationären Wahlleistungen. Oft sind sie zwar günstiger, aber reichen im Fall der Fälle eben nicht aus.

Ich hatte mal eine Kundin, die hatte eine Brustkrebs-OP und so einen Discounter-Tarif. Das Ende vom Lied, sie musste immer noch schlappe 38.000,- Euro selber bezahlen!

Warum ich eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll finde!

Bereits heute sind Pflegeheime enorm teuer! Ich habe als Beispiel die Kosten unseres hiesigen Pflegeheims, des St. Loyen in Lemgo genommen.

Kosten/Monat Pflegeheim:

  • 3.099,49 Euro (Pflegegrad 1) 
  • 3.446,27 Euro (Pflegegrad 2) 
  • 3.938,17 Euro (Pflegegrad 3) 
  • 4.451,05 Euro (Pflegegrad 4) 
  • 4.681,02 Euro (Pflegegrad 5)

Leistung der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung:

  • 125,- Euro (Pflegegrad 1) 
  • 770,- Euro (Pflegegrad 2) 
  • 1.262,- Euro (Pflegegrad 3) 
  • 1.775,- Euro (Pflegegrad 4) 
  • 2.005,- Euro (Pflegegrad 5)

Deine persönliche Lücke:

  • 2.974,49 Euro (Pflegegrad 1)
  • 2.676,27 Euro (Pflegegrad 2)
  • 2.676,17 Euro (Pflegegrad 3)
  • 2.676,05 Euro (Pflegegrad 4)
  • 2.676,02 Euro (Pflegegrad 5)

Wenn du 27 Jahre oder älter bist, bekommst du von der gesetzlichen Krankenversicherung jedes Jahr ein Schreiben, in dem Sie dir mitteilen, wie hoch deine Rente später einmal sein wird.

Bei einem Angestellten, der ca. 3.000,- Euro brutto im Monat verdient, ist eine realistische Rente später ungefähr 850,- bis 900,- Euro! Das bedeutet, dass dir gut 2.000,- Euro fehlen!!!

Achtung: Das ist Stand heute! Geh davon aus, dass ein Pflegeheim in 30 Jahren gut das doppelte kostet und ich bezweifle, dass wir später eine höhere Rente bzw. mehr Leistung aus der Pflegeversicherung bekommen werden. Eher weniger. Wie sollte das anders bei der demografischen Entwicklung finanziert werden?

Ich bereue heute, dass ich damals, als ich mit der Ausbildung bei der Debeka begonnen habe, nicht so ein Pflegezusatztarif für meine Eltern abgeschlossen habe. Heute, wo es nicht mehr lange dauert und die Kosten eines Pflegeheims für meine Eltern auf mich zukommen, würde ich das gerne für sie abschließen. Leider geht das nicht mehr, da meine Mutter bereits eine Pflegestufe hat und keine Versicherung der Welt ein brennendes Haus versichert.

Das heißt, dass ich mich darauf einstelle, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis der Staat an mich herantritt und versucht mich in die Verantwortung zu nehmen. Noch ist die Einkommensgrenze ziemlich hoch. Aktuell müssen nur Personen für Ihre Eltern Unterhalt zahlen, die ein Jahreseinkommen von über 100.000,- Euro haben. Ich rechne aber damit, dass diese Grenze in den nächsten Jahren deutlich reduziert wird und viel mehr „Kinder“ für ihre Eltern die Kosten für das Pflegeheim übernehmen müssen.

Wenn ihr also Eltern habt, die noch keine Pflegezusatzversicherung haben, sprecht mit ihnen. Zeigt ihnen diesen Artikel. Ansonsten kann es für euch später wirklich teuer werden! Und glaubt mir, es ist nicht lustig, wenn ihr selbst gerade mitten im Leben steht. Gerade Nachwuchs bekommen und/oder ein Haus gebaut habt und plötzlich möchte jemand von euch Unterhalt für eure Eltern. Und ihr möchtet das sicher später auch nicht euren Kindern zumuten, oder? Je früher ihr damit anfangt, desto günstiger wird es!

Durchschnittlich verbringt jeder Mensch 5-7 Jahre im Pflegeheim und kostet ca. 190.000 Euro! Eine Pflegezusatzversicherung sollte jeder Mensch haben! Für mich als Zusatztarif wahrscheinlich sogar der allerwichtigste Zusatztarif!

Zusammenfassung

Wartet nicht, bis es zu spät ist. Die gesetzliche Krankenversicherung wird nicht besser. So wie es aktuell aussieht, steuern wir auf eine Altersarmut im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zu. Wir gehen davon aus, dass die gesetzliche Krankenversicherung arg Federn lassen wird und die Leistungen weiter drastisch herunterschrauben wird. Gerade von den Menschen, die heute um die 40 sind, werden es viele vermutlich erst merken, wenn es zu spät ist. Wenn sie zu alt und zu krank sind, um noch Zusatztarife abschließen zu können.

Tragt euch im folgendem Kontaktformular ein und lasst euch von einem Experten unseres Teams beraten!

Übrigens: Unsere Beratung ist für dich kostenlos!

Liebe Grüße,
Sven von fairbeamtet.de

Dieser Artikel wurde am 30. März 2021 von Sven Höhne veröffentlicht.

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