BU + Rechtsschutzversicherung
In diesem Artikel erfährst du, warum du niemals eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU/DU) abschließen solltest, ohne eine Rechtsschutzversicherung zu haben bzw. am besten gleich mit zu beantragen.

6 Highlights aus dem Artikel:
Was passiert bei im Leistungsfall?
Du hast bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch. Falls nicht, lass dich unbedingt beraten. Diese Absicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wenn der Leistungsfall, also die Berufsunfähigkeit, eintritt, kann es jedoch zu Ärger kommen. Die Versicherungen prüfen sehr genau. Ablehnungen und Streitfälle sind kein Einzelfall. Zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente nicht, ist deine finanzielle Existenz stark gefährdet.
Die Höhe der gesamten Zahlungen wird unterschätzt
Die private Versicherung zahlt im Leistungsfall eine vorher vereinbarte monatliche Rente. Mal angenommen, die versicherte Rente beträgt 2.000 € und der Kunde ist 35 Jahre alt. Er ist so schwer gesundheitlich eingeschränkt, dass er vermutlich nie mehr arbeiten kann. Es ergibt sich folgende Berechnung:
2.000 € monatlich × 12 × 32 Jahre (bis zum Renteneintritt)
= ergibt eine Gesamtzahlung von 768.000 €
Hinzu kommt noch ein Inflationsausgleich. Dieser kann aus den Überschüssen und einer vereinbarten garantierten Rentensteigerung erfolgen. Mal angenommen, die jährliche Anpassung beträgt 2 %, dann wird die Versicherung insgesamt:
1.061.452 €
zahlen müssen. Wird sie das sofort und ohne Prüfung machen? Natürlich nicht.
Die Versicherung prüft
Zunächst mal: Es ist grundsätzlich wichtig und richtig, dass die Versicherung jeden Leistungsantrag prüft. Wer sich Ansprüche auf die Versicherungsleistung erschleichen möchte, muss im Sinne der Versichertengemeinschaft zurückgewiesen werden. Ansonsten wären die Beiträge wohl unbezahlbar. Die Versicherung fordert daher umfangreiche Nachweise von dir an. Das sind zum einen die ärztlichen Unterlagen, Atteste, Berichte, die den Nachweis der Berufsunfähigkeit führen sollen. Dazu eine genaue Beschreibung deiner Tätigkeiten VOR der Berufsunfähigkeit. Bei Beamten ist das oft einfacher. Sofern sie eine echte Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart haben, genügt der Nachweis vom Amtsarzt. Dennoch kann es auch hier zu Stress kommen. Denn bei Beantragung der Leistungen prüft die Versicherung noch mal, ob die Gesundheitsangaben im Antrag richtig und vollständig beantwortet worden sind. Aber auch psychische Erkrankungen sind oft schwer nachzuweisen. Psychische oder psychosomatische Erkrankungen haben in den letzten Dekaden stark zugenommen und sind heute die Hauptursache für Berufs- oder Dienstunfähigkeit. Manchmal steht das Gutachten des Versicherers gegen das anderslautende Ergebnis des Haus- oder Facharztes.
Ablauf der Online-Beratung bei fairbeamtet.de

Kostenrisiko eines Streites
Mal angenommen, das Gericht setzt den Streitwert auf 200.000 € fest. Laut dem Rechtsschutzversicherer KS/Auxilia ist dieser Wert realistisch.
Gemäß dem FORIS Prozesskostenrechner* ergeben sich folgende Werte:

Pro Instanz sind diese Kosten im Voraus zu bezahlen. Allein die Kosten für das Gericht und den eigenen Anwalt könnten jemanden finanziell überfordern. Erst recht, wenn man krank ist und schon über eine längere Zeit Einkommenseinbußen hatte.
Professionelle Hilfe ist vonnöten
Ohne juristische Hilfe wird es nicht gehen. Betroffenen stehen dafür spezialisierte Leistungsunterstützer wie Gerhard Pscherer und natürlich Fachanwälte zur Verfügung. Fairbeamtet.de kooperiert hierfür mit der Kanzlei Michaelis aus Hamburg. Das sogenannte Erstgespräch zur Einschätzung ist für fairbeamtet.de-Kunden sogar kostenlos. Wenn du außerdem eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hast, kannst du viel ruhiger schlafen.
Der Mythos mit dem Abschlusszeitpunkt
Immer wieder taucht folgendes Gerücht auf: Du musst die Rechtsschutzversicherung unbedingt VOR Abschluss der Berufs-/Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Es gelte das Datum des Antrages. Und wenn hier keine Rechtsschutzversicherung bestanden hat, hast du keine Deckung der Kosten zu erwarten. Und daher kannst du dir später den Abschluss der Rechtsschutzversicherung sparen.
Wir können dich beruhigen. Es liegen inzwischen mehrere Urteile vor, die zugunsten der Versicherungsnehmer gefallen sind. Demnach tritt der Rechtsschutzfall in der Regel dann ein, wenn der Versicherer den Anspruch auf Leistung zurückweist. Detaillierte Auskünfte dazu gibt unser Anwalt Stephan Michaelis.
So bewerten uns unsere Kunden
Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?
Die günstigsten Rechtsschutzversicherungen für Beamte starten bei rund 66,00 € im Jahr (mit 150,- Euro Selbstbeteiligung). Top-Tarife bekommt ein Beamter ab 181,85 € im Jahr. Ich habe euch exemplarisch ein Angebot für eine Rechtsschutzversicherung für einen Beamten angehängt.
Fazit: Wer die typischen Denkfehler bei BU & DU ignoriert, zahlt später drauf – und zwar richtig!
Die beste Berufsunfähigkeitsversicherung nützt dir nichts, wenn sie im Ernstfall nicht zahlt – und leider passiert genau das häufiger, als viele denken. Eine Rechtsschutzversicherung ist kein Muss, aber ein verdammt kluges Backup: Sie schützt dich vor hohen Kosten, gibt dir juristischen Rückhalt und sorgt dafür, dass du auf Augenhöhe mit der Versicherung verhandeln kannst. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat im Ernstfall einen entscheidenden Vorteil.
Und genau da kommen wir ins Spiel: Trag dich jetzt für unsere kostenlose Online-Beratung ein – wir zeigen dir, wie du dich richtig absicherst, bevor’s kracht. Und ja: Wir sprechen fließend beamtisch.
Liebe Grüße, dein Team
von fairbeamtet.de
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Artikel von
Sven Höhne
Sven ist seit 2000 leidenschaftlich fokussiert auf das Thema Private Krankenversicherung und einer von zwei Geschäftsführern von fairbeamtet.de. Seine Karriere begann er bei der Debeka. Dort machte er die Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Ende 2011 kündigte er dort und machte sich im Januar 2012 als Versicherungsmakler selbständig. Zu Anfang erst noch bei Beamtencircle in Berlin.
Im Mai 2016 gründete er dann mit Michael Buchholz gemeinsam fairbeamtet. Dort erklärt er – vor allem in Form von Artikeln – die komplexe Sachverhalte aus der Welt der PKV. In mehr als 10 Jahren hat er bereits über 5.000 Kunden online zur PKV beraten und mehr als 2/3 davon auch zur Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung.
Die Zahlen sprechen für Sven. Mit einer echten 5-Sterne-Bewertung bei Google und über 500 Bewertungen bei Provenexpert, gehört er zu Deutschlands besten und erfahrensten PKV-Experten.


