Berufsunfähigkeitsversicherung: Gefährliche Hobbys und was du beachten musst!?!
Dein Hobby kann dich die BU kosten. Ob du kletterst, tauchst oder Motorrad fährst – dein Freizeitspaß könnte deine Berufsunfähigkeitsversicherung gefährden. Erfahre, welche Hobbys Versicherer kritisch sehen und wie du dich dennoch optimal absichern kannst.

Gefährliche Hobbys & BU – Diese 6 Fakten solltest du kennen:
Warum interessiert sich die BU für deine Hobbys?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage bist, deinen Beruf auszuüben. Da die BU-Versicherung eine finanzielle Absicherung für den Fall der Fälle bietet, müssen Versicherer das Risiko, das sie eingehen, genau einschätzen. Je risikobehafteter dein Alltag ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du in einen Unfall verwickelt wirst oder gesundheitliche Probleme bekommst, die deine Berufsfähigkeit beeinträchtigen können.
Hobbys und Freizeitaktivitäten sind dabei ein entscheidender Faktor für die Risikobewertung. Der Grund ist einfach: Aktivitäten, die eine hohe Unfall- oder Verletzungsgefahr bergen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass du im Ernstfall deine Arbeitskraft verlierst. Und je wahrscheinlicher das Eintrittsrisiko für die Versicherung wird, desto größer ist die Notwendigkeit, dies bei der Risikoprüfung zu berücksichtigen.
Versicherer müssen also sicherstellen, dass sie nicht zu viel Risiko übernehmen, da sie andernfalls mit hohen Ausgaben für die Berufsunfähigkeitsrente konfrontiert wären. Das bedeutet, dass die Versicherung genau abwägt, wie stark das Risiko durch deine Hobbys erhöht wird. Wenn du einem gefährlichen Sport nachgehst oder regelmäßig Aktivitäten mit hohem Unfallrisiko betreibst, könnte dies bedeuten, dass du in der Risikoprüfung strengeren Kriterien unterliegst oder Risikozuschläge erhoben werden.
In diesem Zusammenhang spielen auch die Häufigkeit und Intensität deines Hobbys eine Rolle. Ein gelegentlicher „Spaß-Sprung“ beim Fallschirmspringen mag weniger problematisch erscheinen als regelmäßiges, intensives Springen unter extremen Bedingungen. Was bedeutet, dass du als Interessent transparent darüber sein musst, wie regelmäßig du riskante Aktivitäten ausübst, da ein einfaches „Hobby“ plötzlich ein hohes, kontinuierliches Risiko für die Versicherung darstellen kann.
Zusätzlich zum unmittelbaren Risiko für Verletzungen spielen auch langfristige gesundheitliche Folgen eine Rolle. Bei manchen Extremsportarten oder riskanten Aktivitäten können sich mit der Zeit chronische Erkrankungen entwickeln, die langfristig zu Berufsunfähigkeit führen. Zum Beispiel könnten wiederholte Kopfverletzungen im Kampfsport zu langfristigen Problemen mit der Gehirngesundheit führen. Also, möchte die Versicherung wissen, ob du dein Hobby Kampfsport unter Vollkontakt ausübst oder an Wettkämpfen teilnimmst. Auch ständige Belastungen beim Klettern könnten Gelenke oder Sehnen schädigen. Diese langfristigen Risiken müssen ebenfalls in die Berechnung deines individuellen Risikos einfließen.
Letztlich geht es den Versicherern darum, das Risiko zu minimieren, dass sie aufgrund von Freizeitaktivitäten hohe Zahlungen leisten müssen.
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Welche Hobbys gelten als „gefährlich“?
Versicherer stufen bestimmte Hobbys als „gefährlich“ ein, wenn sie ein erhöhtes Risiko für Verletzungen oder dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen könnten. Diese Einschätzung erfolgt oft aufgrund statistischer Daten zu Unfallhäufigkeit und -schwere. Zu den häufigsten Hobbys, die von Versicherern kritisch bewertet werden, gehören:
- Motorsport: Dazu zählen alle Aktivitäten mit hohen Geschwindigkeiten wie Rennsport, Motocross, Rallyes oder Drag Racing. Hier besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Unfälle durch Kollisionen oder Stürze, die schnell zu Verletzungen führen, die dich berufsunfähig machen können.
- Klettersport: Egal, ob du in der Halle boulderst, Felswände erklimmst oder alpine Touren unternimmst – das Risiko von Stürzen ist im Klettersport allgegenwärtig. Besonders kritisch sehen Versicherer risikoreiche Varianten wie Eisklettern oder alpines Klettern in großer Höhe, da hier die Folgen eines Absturzes oft schwerwiegender sind.
- Tauchen: Während sich das entspannte Schnorcheln im flachen Wasser kaum auf die Risikobewertung auswirkt, sieht es bei anspruchsvolleren Varianten anders aus. Technisches Tauchen, Tieftauchen oder Höhlentauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Situationen wie Dekompressionsunfälle oder Sauerstoffmangel.
- Flugsport: Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen oder auch das Steuern von Kleinflugzeugen sind Hobbys, die mit erhöhten Unfallrisiken einhergehen. Besonders bei unerfahrenen Hobbypiloten oder schwierigen Wetterbedingungen können Unfälle passieren, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
- Kampfsport: Kampfsportarten wie Boxen, MMA, Karate oder Judo beinhalten eine hohe körperliche Belastung sowie direkte Schläge oder Stürze. Die Gefahr für Verletzungen an Gelenken, Knochen oder sogar dem Kopf ist hier besonders groß, weshalb Versicherer diese Hobbys oft kritisch bewerten.
- Extremsportarten: Dazu gehören Hobbys wie Basejumping, Downhill-Mountainbiking, Wildwasserkajak oder Wingsuit-Fliegen. Diese Sportarten kombinieren oft hohe Geschwindigkeiten und unkontrollierbare Umwelteinflüsse, wodurch das Risiko für lebensverändernde Unfälle deutlich steigt.
Wichtig zu wissen: Nicht nur klassische Extremsportarten geraten bei der Risikoprüfung in den Fokus der Versicherer. Auch weniger offensichtliche Aktivitäten können kritisch bewertet werden, besonders wenn du sie auf einem hohen Leistungsniveau betreibst. So kann ambitionierter Radsport, regelmäßiges Wettkampftraining oder das Absolvieren anspruchsvoller Skitouren für die Versicherer ein Risiko darstellen. In solchen Fällen möchten die Versicherer oft genau wissen, wie häufig du diese Hobbys ausübst und wie intensiv du sie betreibst.
Es ist wichtig, bei der Antragstellung alle deine Aktivitäten ehrlich und detailliert anzugeben. Auf diese Weise vermeidest du Missverständnisse und stellst sicher, dass deine Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall auch wirklich einspringt. Offenheit von Anfang an sorgt dafür, dass du gut abgesichert bist und keine unangenehmen Überraschungen im Leistungsfall erleben musst.
Wie gehen Versicherer mit solchen Hobbys um?
Wenn du bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ein gefährliches Hobby angibst, können die Versicherer auf unterschiedliche Weise reagieren:
- Risikozuschlag: In den meisten Fällen wird ein Risikozuschlag erhoben. Das bedeutet, dass du einen höheren Beitrag zahlen musst, weil dein Hobby als zusätzliches Risiko betrachtet wird. Trotzdem bleibt der Versicherungsschutz bestehen, und du bist weiterhin abgesichert, auch wenn du aufgrund deines Hobbys berufsunfähig wirst.
- Ausschluss des Hobbys: In manchen Fällen entscheiden sich Versicherer dafür, das spezifische Hobby vom Versicherungsschutz auszuschließen. Das bedeutet, wenn du z. B. beim Klettern oder Tauchen einen Unfall hast und dadurch berufsunfähig wirst, wird die BU-Versicherung in diesem Fall nicht leisten.
- Ablehnung des Antrags: In besonders extremen Fällen, wenn das Risiko als zu hoch eingeschätzt wird, kann ein Versicherer den Antrag auch komplett ablehnen. Das kommt selten vor, ist aber möglich, hauptsächlich bei sehr gefährlichen Sportarten wie Basejumping oder extremem Motorsport.
Es ist wichtig, dass du von Anfang an transparent über deine Hobbys bist, damit du genau weißt, welche Bedingungen für dich gelten und du im Ernstfall nicht ohne Absicherung dastehst.
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So sicherst du dich trotz riskanter Hobbys ab
Auch mit einem gefährlichen Hobby kannst du eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen – es kommt auf die richtige Strategie an. Hier sind einige Tipps, wie du dich trotz eines riskanten Hobbys, wie Eishockey, Kendo oder Apnoetauchen, optimal absichern kannst:
- Ehrlichkeit ist entscheidend: Gib dein Hobby immer korrekt an. Im Fragebogen für die Berufsunfähigkeitsversicherungen musst du deine Freizeitaktivitäten genau angeben. Wenn du ein Hobby wie z. B. American Football oder Wettkämpfe im Kendo verschweigst und es später zu einem Vorfall kommt, kann dir die Versicherung die Leistung verweigern. Versicherer achten sehr genau darauf, welche Hobbys du betreibst – vor allem, wenn du an Wettkämpfen oder Wettbewerben teilnimmst. Unehrliche Angaben führen zu Problemen, und der Risikoprüfer wird sich die Gesundheitsfragen und deine Hobbys genau anschauen.
- Eigenangaben: Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Abgabe einer detaillierten Eigenerklärung. Beschreibe dein Hobby so genau wie möglich: Wo und wie oft übst du es aus? Welche Ausrüstung verwendest du, und hattest du bereits Unfälle oder Verletzungen? Eine umfassende Eigenangabe sorgt dafür, dass die Risikoprüfung ein klares Bild von dir bekommt und du spätere Missverständnisse vermeidest. So kannst du sicherstellen, dass du im Ernstfall tatsächlich abgesichert bist.
- Anonyme Risikovoranfrage nutzen: Eine Risikovoranfrage kann dir helfen, ohne direkten Antrag vorab herauszufinden, wie Versicherer deine Aktivitäten bewerten. Diese Möglichkeit läuft anonym und stellt sicher, dass keine negativen Einträge in deine Akte gelangen. Auf diese Weise kannst du prüfen, wie dein Hobby in der Risikoeinschätzung eines Versicherers eingestuft wird. Dies hilft dir, die passenden Berufsunfähigkeitsversicherungen zu finden, ohne gleich in den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu gehen.
- Vergleiche verschiedene Anbieter: Jeder Versicherer bewertet gefährliche Hobbys unterschiedlich. Einige Versicherer sind flexibler und bieten bessere Konditionen für deine Aktivitäten, wie Eishockey, Kendo oder auch Wettbewerbe im American Football. Daher solltest du dir die Zeit nehmen, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Ein Versicherungsmakler kann dir dabei helfen, die besten Optionen zu finden und ein maßgeschneidertes Angebot für dich zu erstellen. So kannst du die passende Berufsunfähigkeitsversicherung finden, die dein Risiko für dein Hobby realistisch abdeckt.
- Hobby aufgeben oder einschränken: Falls du bereit bist, dein gefährliches Hobby zu reduzieren oder sogar ganz aufzugeben, kann das den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich vereinfachen. Ein weniger riskantes Hobby führt zu einer niedrigeren Risikoeinschätzung und besseren Konditionen. Dies bedeutet, dass du mit einer niedrigeren Prämie und besseren Versicherungsbedingungen rechnen kannst. Wer beispielsweise auf intensives Apnoetauchen oder Wettkämpfe im Kendo verzichtet, könnte seine Versicherung deutlich günstiger gestalten.
Mit diesen Tipps kannst du dich auch mit riskanten Hobbys wie Wettkämpfen oder Eishockey optimal absichern. Denke daran, stets offen und ehrlich in deinen Gesundheitsfragen und bei der Angabe deiner Hobbys zu sein, um mögliche Probleme bei der Risikoprüfung zu vermeiden. Ein professioneller Versicherungsmakler kann dir dabei helfen, die passende Absicherung zu finden und den besten Anbieter zu wählen, der zu deinem Lebensstil passt.
Fazit: Die richtige BU trotz gefährlicher Hobbys
Ja, gefährliche Hobbys können die Suche nach der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung herausfordernd machen – aber es ist nicht unmöglich. Wichtig ist, dass du ehrlich bist und die Unterstützung eines unabhängigen Beraters in Anspruch nimmst. So kannst du die besten Angebote vergleichen und eine Lösung finden, die zu dir und deinem Leben passt.
Falls du Fragen hast oder Unterstützung benötigst: das Team von fairbeamtet.de steht dir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam finden wir eine Absicherung, die deinen Hobbys und deinem Leben gerecht wird!
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Artikel von
Sven Höhne
Sven ist seit 2000 leidenschaftlich fokussiert auf das Thema Private Krankenversicherung und einer von zwei Geschäftsführern von fairbeamtet.de. Seine Karriere begann er bei der Debeka. Dort machte er die Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Ende 2011 kündigte er dort und machte sich im Januar 2012 als Versicherungsmakler selbständig. Zu Anfang erst noch bei Beamtencircle in Berlin.
Im Mai 2016 gründete er dann mit Michael Buchholz gemeinsam fairbeamtet. Dort erklärt er – vor allem in Form von Artikeln – die komplexe Sachverhalte aus der Welt der PKV. In mehr als 10 Jahren hat er bereits über 5.000 Kunden online zur PKV beraten und mehr als 2/3 davon auch zur Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung.
Die Zahlen sprechen für Sven. Mit einer echten 5-Sterne-Bewertung bei Google und über 500 Bewertungen bei Provenexpert, gehört er zu Deutschlands besten und erfahrensten PKV-Experten.