Debeka Dienstunfähig­keits­ver­sich­er­ung:

Was Anwärter und Beamte auf Probe über die DU der Debeka wissen sollten…

Die Debeka ist für Beamte oft der erste Anlaufpunkt. Aber bei der Dienstunfähigkeitsversicherung der Debeka gibt es ein paar Dinge, die Anwärter und Beamte auf Probe wissen sollten, bevor sie einen Vertrag unterschrieben.

Cartoon-Maskottchen mit Brille vor dunklem Hintergrund. Es trägt einen Kopfverband, schwitzt vor Anspannung, stützt sich auf Krücken und hat einen bandagierten Fuß; links eine Gedankenblase mit Fragezeichen.

Dienstunfähigkeit: JA, oder NEIN?

Ja. Ein ganz klares: JA!

Oder kannst du ohne Geld leben? Du musst wohnen. Egal, ob im Eigenheim oder zur Miete. Du musst essen und trinken. Du hast ein Handy, Computer, Internet. Vermutlich fährst du ein Auto. Du hast ein paar Versicherungen. All diese Dinge gibt es nicht umsonst. Es sei denn, du lebst noch bei deinen Eltern und bist sponsored by Daddy. Dann kommst du eventuell ohne Geld aus.

Solange du arbeitest und jeden Monat neues Geld reinkommt, ist alles gut. Wenn das Auto kaputtgeht, kannst du es reparieren lassen. Ist das Handy kaputt, kaufst du dir ein neues. Du willst nächstes Jahr in den Urlaub fliegen? Kein Problem, dann sparst du halt etwas von deinem Gehalt und legst es auf die Seite. Was aber, wenn du morgen nicht mehr arbeiten kannst? Wenn dir eine schwere Krankheit oder ein schlimmer Unfall in deine Zukunftsplanung grätscht?

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PKV Online-Beratung. Berufsunfähigkeitsversicherung Online-Beratung. Dienstunfähigkeitsversicherung Online Beratung. Ein*e Beamter*in liegt auf dem Boden. Sie hat ein InEar-Headset in den Ohren und lässt sich gerade online beraten. Vor ihr liegt ein Laptop und ein Handy. Auf dem Handy sieht man, dass sie ein Telefonat führt. Die Beamtin ist kein echter Mensch, sondern wird als Funko Pop ähnliche Figur dargestellt.

Welche Absicherung hast du als Beamtenanwärter oder Beamter auf Probe?

Gerade ein Beamtenanwärter oder ein Beamter auf Probe ist hier noch nicht wirklich über seinen Dienstherrn finanziell abgesichert. Als Beamtenanwärter so gut wie gar nicht und als Beamter auf Probe nur bei einem Arbeitsunfall (Dienstunfall). Und jetzt stell dir vor, du bekommst ab nächsten Monat kein Geld mehr. Wie finanzierst du jetzt dein Leben? Wer übernimmt deine Rechnungen? Wie schnell kannst du deine laufenden Kosten herunterfahren? Stell dir vor, du hast ein Auto finanziert und die Finanzierung läuft noch ein paar Jahre. Und deine Miete? Was ist mit deinen Versicherungen? Wer bezahlt dein Essen? Welche Kosten kannst du sofort auf null setzen und welche nicht? Wie viel Geld brauchst du monatlich, um wirklich halbwegs über die Runden zu kommen? Diese Fragen musst du dir stellen!

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung beim Beamtenanwärter bzw. Beamten auf Probe ist so etwas, wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bzw. nach einem schweren Unfall bei einem Angestellten.

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Vorteil beim Beamtenanwärter

Als Anwärter hast du einen Vorteil. Du bist noch nicht so verwöhnt. Du bist daran gewöhnt, mit wenig Geld auszukommen. I. d. R. musst du mit den 800 -1.300 Euro im Monat klarkommen. Dein Ausbildungsgehalt. Je nach Besoldungsstufe und je nachdem, ob du im einfachen, mittleren, höheren oder gehobenen Dienst tätig bist. Und das ist auch ungefähr der Wert, den du vielleicht vom Jobcenter über Hartz IV und Mietzuschuss etc. bekommen kannst.

Vom Jobcenter kannst du ungefähr mit 432 Euro Grundbedarf, bis zu 450 Euro Mietübernahme und Übernahme deiner Kosten zur Krankenversicherung rechnen. Bei der Krankenversicherung kommt es darauf an, ob du noch unter 25 bist und ggf. zurück in die Familienversicherung deiner Eltern kannst. Oder, falls du schon verheiratet bist, in die Familienversicherung deiner Frau/deines Mannes kommst. Oder, ob du in der privaten Krankenversicherung bleiben musst. Je nach Tarif kann die private Krankenversicherung dann schon teuer werden. Du hast halt keinen Beihilfeanteil mehr. Sagen wir mal je nach Tarif zwischen 180 Euro und etwas über 400 Euro könnte schon dabei als Beitrag herauskommen. Rechnen wir alles zusammen, könntest du vom Jobcenter so round about 1.200 Euro bekommen.

Nachteil beim Beamten auf Probe

Aber als Beamter auf Probe sieht es meist schon anders aus. Dein Lebensstandard ist gestiegen. Ein Lehrer gewöhnt sich schnell an die 3.500 Euro im Monat. Die Wohnung ist oft schon etwas größer. Das Auto ein bisschen schicker. Das Handy etwas moderner. Und jetzt stell dir vor, nächsten Monat musst du plötzlich mit 1.200 Euro klarkommen. Das sind locker ca. 2.300 Euro weniger, als du gewohnt bist. Autsch, das tut weh!

Aber, die Frage lautete eingangs:

Dienstunfähigkeitsversicherung bei der Debeka?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir unterscheiden. Als Beamtenanwärter, also in der Ausbildung, ist es meines Wissens nach bei der Debeka nur möglich maximal 1.000 Euro als Dienstunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsrente abzusichern.

  1. Wenn du jetzt also unter 25 bist und deine Eltern noch für dich unterhaltspflichtig sind, kann diese Absicherung durchaus schon sinnvoll sein und zumindest deine Eltern im Falle deiner Dienstunfähigkeit stark entlasten. Antwort in diesem Fall von mir: Ja, ginge. Es ginge zwar besser, aber es ist auch kein Genickbruch!
  2. Bist du allerdings über 25, noch nicht verheiratet und lebst auch nicht in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit jemandem zusammen, bringt dir diese Absicherung aber meiner persönlichen Meinung nach gar nichts, weil deine Eltern eben nicht mehr für dich zuständig sind und auch nicht dein(e) Partner(in), den/die man vom Jobcenter aus in die Haftung nehmen könnte.

Hättest du keine Dienstunfähigkeitsabsicherung in Höhe von 1.000 Euro mtl., würdest du vom Jobcenter nämlich eben bis zu 1.200 Euro im Monat kriegen. Hast du jetzt allerdings eine solche Absicherung bei der Debeka, dann freut sich das Jobcenter. Die 1.000 Euro von der Debeka werden angerechnet und du bekommst vom Jobcenter nur noch maximal die Differenz zu dem erstattet, die du ohnehin vom Jobcenter bekommen hättest. Also die ca. 200 Euro. Grundsätzlich ist das ja ehrenvoll, weil du dadurch unseren Staat und somit den Steuerzahler entlastest, aber hast du deswegen einen geldwerten Vorteil? Nein!

Würde ich solch einen Vertrag bei der Debeka abschließen? Meine persönliche Meinung klar und deutlich: NEIN!

Fazit: Natürlich gibt es nicht immer nur diese zwei Fälle …

Es gibt aber durchaus noch mehr Konstellationen als diese beiden. Wenn du nicht zu erstens, oder zweitens gehörst, würde ich sagen, trage dich unten in unserem Kontaktformular ein und lass dich von uns beraten. Wir sagen dir dann, ob die Absicherung bei dir persönlich sinnvoll ist oder nicht.

Du solltest jetzt aber nicht den Fehler machen und meinen, dass du gar nichts machen solltest, nur weil das Angebot der Debeka meiner Meinung nach nicht zu dir passt. Es gibt auch andere gute Anbieter für eine Dienstunfähigkeitsversicherung, die 1.500 Euro oder sogar 1.800 Euro DU-Rente für Anwärter und Beamte auf Probe anbieten. Und oft kostet diese höhere Absicherung nicht einmal mehr, als der Vertrag bei der Debeka.

Hier hättest du immerhin locker bis zu 600 Euro mehr im Monat zum Leben. Und genau diese 600 Euro mehr im Monat, können den Unterschied ausmachen, ob du jeden Monat am Limit lebst oder tatsächlich noch einmal einen neuen Weg, neues Studium, eine andere Ausbildung etc. beginnen kannst, ohne dir Sorgen machen zu müssen, wie du das finanzieren kannst.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Frage beantworten, und wenn du neugierig geworden bist und mehr erfahren willst, buche deine kostenlose Online-Beratung. Wir helfen dir gern.

Liebe Grüße dein
Team vonfairbeamtet.de

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Sven Höhne. Geschäftsführer und PKV-Experte von fairbeamtet.de

Artikel von

Sven Höhne

Sven ist seit 2000 leidenschaftlich fokussiert auf das Thema Private Krankenversicherung und einer von zwei Geschäftsführern von fairbeamtet.de. Seine Karriere begann er bei der Debeka. Dort machte er die Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Ende 2011 kündigte er dort und machte sich im Januar 2012 als Versicherungsmakler selbständig. Zu Anfang erst noch bei Beamtencircle in Berlin.

Im Mai 2016 gründete er dann mit Michael Buchholz gemeinsam fairbeamtet. Dort erklärt er – vor allem in Form von Artikeln – die komplexe Sachverhalte aus der Welt der PKV. In mehr als 10 Jahren hat er bereits über 5.000 Kunden online zur PKV beraten und mehr als 2/3 davon auch zur Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung.

Die Zahlen sprechen für Sven. Mit einer echten 5-Sterne-Bewertung bei Google und über 500 Bewertungen bei Provenexpert, gehört er zu Deutschlands besten und erfahrensten PKV-Experten.