Mythos: PKV-Tarife vergreisen!
Stimmt das?
Viele „Experten“ warnen vor alten PKV-Tarifen, weil sie angeblich vergreisen und im Alter explodierende Beiträge drohen. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Gut kalkulierte Alt-Tarife sind häufig sogar erstaunlich beitragsstabil. Der fairbeamtet.de Fakten-Check!

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Alt = teuer? Nicht immer. Aber oft erzählt man dir genau das.
Viele Versicherungsvertreter warnen: „Der Tarif ist alt – Finger weg, der vergreist!“Doch was genau bedeutet das eigentlich? Und ist da wirklich was dran?
In Wahrheit funktioniert die PKV anders, als viele denken. Es gibt Tarife, die stabiler werden, je älter sie sind – weil sie Kapital anhäufen und kaum noch Neuzugänge haben.
Warum das trotzdem kaum jemand weiß? Ganz einfach: Weil sich ein Wechsel in moderne Tarife für Vertreter besser verkaufen lässt. Und weil ein Mythos sich besser anhört als Mathematik.
Wer weiß, wie Altersrückstellungen wirklich funktionieren, kann klüger entscheiden – und spart sich teure Fehlentscheidungen aus Angst.
Was meint man mit „Vergreisung“ von PKV-Tarifen?
Damit ist offenbar gemeint, dass sich irgendwann in alten Tarifen nur noch Greise im Kollektiv befinden. Und diese aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters natürlich hohe Gesundheitskosten haben, die wiederum durch dieses überalterte Kollektiv zu tragen sind. Damit seien überproportionale, wenn nicht sogar ruinöse, Beitragserhöhungen vorprogrammiert. Der Beitrag in diesen vergreisten Tarifen sei unbezahlbar.
Klingt zunächst plausibel, oder? Jedoch basiert diese These auf falschen Annahmen!
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So funktioniert das PKV-Kollektiv wirklich
Zunächst mal ist es richtig, dass in der privaten Krankenversicherung jede Altersgruppe zu einem Tarif Kollektiv zusammengefasst wird. Anders als in der gesetzlichen Kasse (GKV) haben damit junge Versicherte mit Alten kalkulatorisch nichts zu tun. Jede Altersgruppe (Kohorten) zahlt „ihren“ Beitrag, der sich aus Risikokosten und Altersrückstellungen bildet.
Warum alte Tarife nicht automatisch instabil werden
Nach vielen Jahren bleiben die Neuzugänge dann gänzlich aus. Es gibt meist aktuellere, moderner Tarife. Nun kommt es nur noch zu Abgängen. Je später die Abgänge erfolgen, desto höhere Rückstellungen vererbt der scheidende Versicherte an das Kollektiv. Irgendwann sind die vorhandenen Kapitalmittel dann so hoch, dass sich das Kollektiv sehr stabil selbst finanziert. Zu beobachten ist dieser Effekt z. B. an der Tarifreihe VA von der Barmenia.
Was wäre, wenn Tarife gleichzeitig „verkranken“?
Anders wäre der Effekt, wenn die Tarife gleichzeitig „verkranken“ würden. Dies würde jedoch voraussetzen, dass in die alten Tarife weiterhin neue (ältere) Versicherte eintreten. Das ist aber in der Regel nicht der Fall.
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Fazit: „Vergreisung“ von PKV-Tarifen: Warum du den Mythos nicht blind glauben solltest
Die oft diskutierte „Vergreisung“ alter Tarife ist ein Mythos. Tatsächlich stabilisieren sich alte Tarife durch die angesammelten Rückstellungen und die abnehmende Anzahl an Versicherten, die im Tarif verbleiben. Warum trotzdem immer wieder vor einer Vergreisung gewarnt wird? Das lässt sich oft nur mit fehlendem Wissen oder Missverständnissen erklären.
💡 Tipp zum Schluss: Wenn dir jemand panisch zuruft „Raus aus dem Tarif – der vergreist!“, frag lieber erst mal nach Fakten. Oder noch besser: Frag uns.
Liebe Grüße dein Team
von fairbeamtet.de
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Artikel von
Sven Höhne
Versicherungsmakler § 34d GewO. Mitgründer von fairbeamtet.de. Seit August 2000 in der Branche – erst Debeka, heute unabhängig.
Über 6.000 Beamte zur PKV und BU/DU beraten. 45 Google-Bewertungen – ausschließlich 5 Sterne. 500+ Top-Bewertungen bei Provenexpert.
Kein Verkaufsdruck. Keine leeren Versprechen. Du bekommst eine Empfehlung mit Begründung – bevor du unterschreibst.






