PKV wird immer teurer – was Beamte wissen müssen
Steigende Beiträge, kaum beim Arzt gewesen – trotzdem wird die PKV teurer? Du bist nicht allein. Erfahre, was Beamte zum Thema Beitragserhöhungen wissen sollten.

Warum wird die PKV für Beamte teurer?
Viele Beamte stellen sich irgendwann die Frage: Warum steigt mein PKV-Beitrag eigentlich ständig – obwohl ich kaum beim Arzt war?Hier ein paar Denkanstöße, bevor du das Thema weiter aufschiebst:
Die beste Zeit, deinen Tarif zu hinterfragen, ist bevor er zum Problem wird.
Alle Jahre wieder …
Jedes Jahr wieder, meist im November, erhalten Privatversicherte Post von ihrer privaten Krankenversicherung. Die künftig zu zahlenden Beiträge werden bekannt gemacht. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Inflation, medizinischer Fortschritt und steigende Lebenserwartung müssen nachkalkuliert werden. Das führt zu einem höheren Beitragssatz. Auf Dauer kann sich kein Tarif diesem Vorgang entziehen. Manchmal aber war eine Zeit lang Ruhe, doch dann fallen die überfälligen Beitragserhöhungen größer aus. Jetzt beginnt der Wahnsinn aufs Neue. Empört über die Beitragserhöhung, machen sich viele Versicherte auf die Suche nach Alternativen. Und nicht wenige von ihnen geraten nun in die Fänge von Verkäufern und vor allem der „Leadindustrie“. Aber der Reihe nach.
Google soll helfen
Jetzt wirst du vielleicht einwenden: „Man soll ja vergleichen, damit man nicht zu viel bezahlt!“ Ja, grundsätzlich stimmt das. Zum Beispiel bei Mobilfunkverträgen oder der Kfz-Versicherung. Nur, die private Krankenversicherung funktioniert anders. Wenn du jedes Jahr deine Autoversicherung oder alle 2 Jahre deinen Handytarif wechselst, verlierst du i. d. R. nichts, sondern sparst meist Geld. Und jetzt glaubst du, dass müsse doch bei der privaten Krankenversicherung genauso funktionieren? Du bist einfach durch sich ständig wiederholende Werbung dazu konditioniert worden. „Wer nicht vergleicht, ist selber schuld und verliert Geld“ – so lautet die Kernaussage von Werbespots im TV und natürlich im Internet. „Stetig Tropfen höhlt den Stein“, sagt der Volksmund. Denk mal darüber nach.
Daher hier deutlich und mit Nachdruck: Wenn du alle paar Jahre deinen Versicherer wechselst, um immer niedrige PKV-Beiträge zu haben, stehst du irgendwann vor einem Scherbenhaufen. Wenn du mehr über die Problematik von Billigtarifen wissen willst, empfehle ich dir ein Video aus unserem YouTube-Channel.
Was passiert mit deiner Anfrage?
Nochmal zurück zum Thema Leads. Deine Anfrage, also deine Daten, werden nun an einen Vermittler weitergegeben. Auch hier wird oft nach dem Prinzip „wer bietet am meisten“ vergeben. Der Käufer deiner Anfrage für private Krankenversicherungen bezahlt irgendwas zwischen 100 und 200 €. Pro Stück! Wenn du dich mehrfach eingetragen hast, weil du dir dadurch eine größere Angebotsauswahl erhoffst, … na ja, rechne selbst. Jetzt stell dir vor, du hast dich 3 Mal im Internet eingetragen und jetzt buhlen 3 Verkäufer um deine Gunst. Jeder von ihnen will jetzt seine Investition zurück und zusätzlich einen Gewinn erzielen. Das geht nur, wenn er dir eine neue Krankenversicherung vermittelt. Naturgemäß behauptet jeder der drei Berater, er habe das beste Angebot. Ob der Wechsel für dich überhaupt sinnvoll ist, ist Nebensache!
Ablauf der Online-Beratung bei fairbeamtet.de

Leads und Onlineanfragen sind nicht grundsätzlich schlecht
Wir sind nicht grundsätzlich gegen Leads. Denn so finden ratsuchende Kunden oft den passenden Berater, und andersherum. Was uns stört, ist die massive Umwerbung der bereits Privatversicherten, mit kaum erfüllbaren Versprechen. Enttäuschung auf Seiten von Kunden UND Beratern ist vorprogrammiert. Die Leadmafia verdient daran jedoch bestens.
Wann wechseln und wann besser nicht?
Je länger du bereits in deiner privaten KV bist, desto kleiner wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wechsel Vorteile bringt. Das liegt u. a. an den sogenannten Alterungsrückstellungen. Wenn du deinen Vertrag vor 2009 abgeschlossen hast, sind diese NICHT übertragbar, und damit bei einer Kündigung verloren. Bei Verträgen, die ab 2009 geschlossen wurden, nimmst du einen Teil zur neuen Versicherung mit. Aber eben nur einen Teil. Außerdem musst du vor einem Wechsel die Gesundheitsfragen nochmal komplett und wahrheitsgemäß für die neue Versicherung beantworten. Ich weiß, dass dir möglicherweise die Werbung im Internet etwas anderes versprochen hat, aber jetzt ist dir ja klar, warum.
Lösung für alte Verträge
Mit fortschreitendem Alter und zunehmenden Wehwehchen wird ein Wechsel der PKV immer schwieriger oder gar unmöglich. Nach 10 Jahren Versicherungszeit ist das nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich. Jetzt steht dir als letztes Mittel noch ein Tarifwechsel bei „deinem“ Versicherer offen. Wende dich dazu an einen Profi und zahle ihm, wenn nötig, dafür ein angemessenes Honorar. Wenn du willst, vermitteln wir dich gern weiter. Übrigens: für unsere Bestandskunden ist dieser Service kostenlos.
So bewerten uns unsere Kunden
Welche Gründe sprechen für einen Wechsel bzw. eine Überprüfung?
Als Erstes solltest du weitgehend gesund und in keiner laufenden Behandlung sein. Außerdem bist du noch nicht lange versichert, hast deinen Vertrag nach 2009 oder gar nach 2013 abgeschlossen und kannst Rückstellungen mitnehmen. Oder du hattest nur eine begrenzte Auswahl, weil du deine Krankenversicherung bei einem Vertreter gemacht hast oder es damals schnell gehen musste. Das kommt z. B. bei Beamten recht häufig vor. Nimm dir jetzt ausreichend Zeit und überstürze nichts. Lass dich unabhängig beraten und nicht einseitig vom Vertreter einer Versicherung. Und als Grundlage sollte das Motto gelten: „Nicht günstig, sondern RICHTIG!“ Warum billig der falsche Ansatz ist, erklären wir dir hier: Der Fluch der billigen Beiträge
Nicht jede Ersparnis ist ein Gewinn in der PKV
- Benutze deinen gesunden Menschenverstand. Wenn etwas unfassbar schön klingt, ist es oft zu schön, um wahr zu sein. 50, 60 oder gar 80 % Ersparnis, dann auch noch bei vergleichbaren Leistungen, ist einfach unrealistisch.
- Wenn du schon sehr lange in deiner privaten Krankenversicherung bist, halte durch oder besorge dir Umstellungsangebote innerhalb deiner Gesellschaft.
- Wenn du aktuell krank bist oder es in den letzten 3 Jahren gewesen bist, kann das zu Zuschlägen bei einer neuen KV führen. Wir helfen dir gern vorab mit einer Einschätzung, ob ein Wechsel nach gesundheitlichen Gesichtspunkten überhaupt möglich ist.
- Sei vorsichtig, wem du deine Daten gibst! Lies vorher mindestens das Impressum und die Datenschutzerklärung. Prüfe, ob deine Anfrage womöglich verkauft wird. In dem Fall, du weißt nicht, bei wem du landest, welche Interessen derjenige hat und ob du wirklich an einen Fachmann gerätst.
Wenn du eine persönliche Beratung wünschst, trag dich in unserem Kontaktformular ein und einer unserer Experten meldet sich bei dir!
Liebe Grüße dein Team
von fairbeamtet.de
Schnelle Antworten zu den top Fragen
Die häufigsten Fragen (FAQs) zu steigenden Beiträgen in der PKV
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen. Wenn deine Frage hier nicht dabei ist, melde dich einfach direkt bei uns.
Das hat mit deinem persönlichen Gesundheitsverlauf so gut wie nichts zu tun. Beitragsanpassungen kommen daher, dass Inflation, medizinischer Fortschritt und die steigende Lebenserwartung neu kalkuliert werden müssen. Dem kann sich auf Dauer kein Tarif entziehen. Oft ist es auch ein hausgemachtes Problem: Wer zu günstig gestartet ist, zahlt Jahre später die Quittung. Dumpingpreise beim Einstieg holen dich irgendwann ein.
Nein, das ist der gefährlichste Denkfehler überhaupt. Die PKV funktioniert komplett anders als deine Autoversicherung oder dein Handytarif. Beim Kfz wechselst du jedes Jahr und sparst. Bei der PKV verlierst du beim Wechsel Altersrückstellungen, musst die Gesundheitsfragen komplett neu beantworten und riskierst Zuschläge oder Ablehnung. Wer alle paar Jahre den Versicherer wechselt, um den Beitrag zu drücken, steht irgendwann vor einem Scherbenhaufen.
Nein. Benutz an dieser Stelle deinen gesunden Menschenverstand. Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. 50, 60 oder gar 80 Prozent Ersparnis bei gleichen Leistungen gibt es schlicht nicht. Entweder stimmen die Leistungen nicht, oder es wird dir hinten herum etwas weggekürzt, das du erst im Ernstfall merkst.
Das hängt von deiner Situation ab. Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn du weitgehend gesund bist, in keiner laufenden Behandlung steckst, noch nicht lange versichert bist und Rückstellungen mitnehmen kannst. Oder wenn du damals nur eine eingeschränkte Auswahl hattest, weil du bei einem Vertreter abgeschlossen hast. Das passiert bei Beamten ziemlich oft. Bist du dagegen schon zehn Jahre und länger dabei, ist ein Anbieterwechsel meist nur noch in Ausnahmefällen möglich.
Meistens im November flattert die Post ins Haus. Dann werden die Beiträge fürs kommende Jahr bekanntgegeben. Ärgerlich ist vor allem: Wenn eine Gesellschaft ein paar Jahre Ruhe gegeben hat, fällt die nachgeholte Erhöhung danach umso heftiger aus. Wer dann panisch reagiert, macht oft den nächsten Fehler.
Deine Anfrage wird zum Lead, also zur Ware. Sie wird an Vermittler verkauft, oft nach dem Prinzip wer bietet am meisten. Pro Anfrage werden da schnell 100 bis 200 Euro fällig. Wenn du dich gleich mehrfach eingetragen hast, buhlen plötzlich mehrere Verkäufer um dich, und jeder will seine Investition wieder reinholen. Das geht nur, wenn er dir einen neuen Vertrag verkauft. Ob der Wechsel für dich überhaupt Sinn ergibt, ist denen herzlich egal.
Zum Teil ja. Bei Verträgen, die vor 2009 abgeschlossen wurden, sind die Altersrückstellungen nicht übertragbar und bei einer Kündigung komplett weg. Bei Verträgen ab 2009 nimmst du einen Teil mit, aber eben nur einen Teil. Je länger du schon in deiner PKV bist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich ein Anbieterwechsel überhaupt noch lohnt.
Dann bleibt dir der Tarifwechsel innerhalb deiner eigenen Gesellschaft. Du kündigst also nicht, sondern lässt dich in einen passenderen Tarif bei deinem bestehenden Versicherer umstellen. So bleiben deine Altersrückstellungen erhalten. Mach das nicht auf eigene Faust, sondern hol dir einen Profi dazu und zahl ihm im Zweifel ein faires Honorar. Für unsere Bestandskunden ist dieser Service übrigens kostenlos.
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