Private Krank­en­ver­sich­er­ung für Beamtenanwärter

Was ist Beihilfe? • GKV oder PKV als Anwärter? • Kosten • Leistungen • Vergleiche und Tarife zur privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Maskottchen von Sven Höhne als Referendar mit Umhängetasche – Symbolbild für die Wahl der Krankenversicherung im Referendariat zwischen GKV und PKV.
Sven Höhne. Geschäftsführer und PKV-Experte von fairbeamtet.de

Sven Höhne

Aktualisiert am:

23.06.2026.

Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Das Wichtigste zusammengefasst:

Du hast die Ausbildung (fast) abgeschlossen und suchst eigentlich nach private Krankenversicherung für Beamte oder machst du ein Referendariat und suchst die private Krankenversicherung fürs Referendariat?

Ist die pri­­vate Kran­k­en­­ver­­sich­­er­­ung für Beamtenanwärter sinn­­voll?

❯ Ja, die private Krankenversicherung ist für Beamtenanwäter sinnvoll.

Was ist ein Beamtenanwärter überhaupt?

Du bist Beamtenanwärter, wenn du eine Ausbildung oder einen Vorbereitungsdienst für eine Beamtenlaufbahn machst. Das kann eine normale Ausbildung sein, ein duales Studium oder auch ein Referendariat.

Anders, als Angestellte, können Beamtenanwärter direkt in die PKV wechseln. Sie sind durch den Status Beamter auf Widerruf versicherungsfrei und haben die freie Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der privaten Krankenversicherung (PKV). Sie müssen dafür keine Einkommensgrenze, die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze (Bruttojahreseinkommen von 77.400 Euro – Stand: 2026) überschreiten.

Laut PKV-Verband haben sich 93 Prozent (also fast alle) der rund 1,96 Millionen Beamten für die Kombination aus Beihilfe und PKV entschieden. Aber warum ist das so?

Der Grund ist die Beihilfe. Beamtenanwärter und Beamte haben einen Anspruch auf Beihilfe. Ihr Dienstherr (Arbeitgeber) übernimmt mindestens 50 Prozent der Gesundheitskosten. Die private Krankenversicherung bietet passend dazu beihilfekonforme Tarife, über die Beamte und Anwärter nur den verbleibenden Anteil der Kosten absichern müssen. Deshalb nennt man die PKV für Beamte auch Restkostenversicherung und die Tarife, da sie fehlende Prozente ausgleichen, Prozent-Tarife.

Da die Alterungsrückstellungen i. d. R. erst nach der Ausbildung – bei Verbeamtung auf Probe – eingeführt werden, profitieren Anwärter von besonders günstigen Beiträgen in der privaten KV.

Aber, fangen wir am Anfang an:

Beihilfe, was ist das?

Beamtenanwärter erhalten Beihilfe. Es gibt mittlerweile zwei unterschiedliche Arten der Beihilfe.

Die klassische individuelle Beihilfe (der Dienstherr beteiligt sich prozentual an den Kosten) und die neue pauschale Beihilfe (der Dienstherr übernimmt bis zu 50 Prozent vom Beitrag (GKV oder PKV). Anwärter erhalten von ihrem Dienstherrn ab Tag der Verbeamtung Beihilfe. 

Die individuelle Beihilfe

Bei der individuellen Beihilfe – die klassische Variante – beteiligt sich der Dienstherr prozentual an den Kosten.

  • Beamtenanwärter ohne oder mit max. einem Kind haben einen Bemessungssatz von 50 Prozent.
  • Bei Anwärtern mit zwei Kindern oder mehr erhöht sich der persönliche Bemessungssatz auf 70 Prozent.
  • Beamte im Ruhestand (pensionierte Beamte) haben ebenfalls einen Bemessungssatz von 70 Prozent.
  • Ehe- und Lebenspartner haben einen Bemessungssatz von 70 Prozent, und 
  • Und Kinder – so lange sie kindergeldberechtigt sind – haben einen Bemessungssatz von 80 Prozent.
Säulendiagramm zu Beihilfe-Bemessungssätzen und privater Restkostenversicherung: Beamte ohne Kind oder mit einem Kind erhalten 50 % Beihilfe und 50 % PKV-Restkostenanteil, Beamte mit zwei oder mehr Kindern, Ehepartner und Pensionäre 70 % Beihilfe und 30 % PKV, Kinder 80 % Beihilfe und 20 % PKV

Ausnahme: Beamtenanwärter in Hessen

Beamte auf Widerruf in Hessen haben immer einen Bemessungssatz von 70 Prozent. Egal, ob sie Kinder haben oder nicht.

Dadurch ist die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter in Hessen besonders günstig.

Die PKV bietet Tarife für Beamtenanwärter, die optimal auf die Beihilfe zugeschnitten sind und für jede Lebenssituation beihilfekonformen Versicherungsschutz bieten.

Du musst nur die verbleibenden Kosten absichern. Hast du einen Bemessungssatz von 50 Prozent, sicherst du also die fehlenden 50 Prozent ab. Und bei einem Bemessungssatz von 70 Prozent, nur die fehlenden 30 Prozent. Zum Beispiel, wenn du 2 oder mehr Kinder hast oder später in Pension gehst.

Je höher dein Bemessungssatz ist, desto günstiger wird die PKV. Dein Dienstherr unterstützt dich somit bei der Familienplanung und entlastet dich finanziell im Alter.

Die pauschale Beihilfe

Beamtenanwärter, die in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, mussten lange Zeit den gesamten Beitrag alleine zahlen. Einen Arbeitgeberanteil – wie bei Angestellten – gab es bei Beamten bislang nicht.

Das änderte sich erst zum 01. August 2018, als das Land Hamburg die pauschale Beihilfe einführte und ihren Beamten und Beamtenanwärtern als erstes Bundesland eine echte Alternative zur privaten Versicherung bot.

Genau wie beim Angestellten auch, zahlt die Beihilfe einen pauschalen Zuschuss zur Krankenversicherung in höhe von 50 Prozent. Dabei ist es erst einmal egal, ob zur gesetzlichen oder zur privaten Krankenversicherung.

Aktuell bieten 9 Bundesländer die pauschale Beihilfe an:

  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Im Gegensatz zur individuellen Beihilfe erhöht sich der Zuschuss bei der pauschalen Beihilfe jedoch nicht. Egal, ob du Kinder bekommst oder in den (wohlverdienten) Ruhestand gehst ❯ der Zuschuss bleibt pauschal bei 50 Prozent deines Krankenversicherungsbeitrags (max. 508,28 pro Monat. Stand: 2026).

Achtung: Die Ent­schei­dung ist dau­er­haft!

Bis auf wenige Ausnahmen, kannst du dich nur einmal entscheiden. Entscheidest du dich für die pauschale Beihilfe, kannst du nicht mehr zur individuellen Beihilfe wechseln.

Für wen lohnt sich die pauschale Beihilfe?

Der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich nach dem Einkommen. Und der Beitrag zur privaten Krankenversicherung nach dem Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Außerdem gibt es in der PKV keine kostenlose Familienversicherung, wie in der GKV. Dementsprechend kann sich die pauschale Beihilfe für folgende Personengruppen lohnen:

  • Beamte in niedrigen Besoldungsgruppen (z.B. A 5 bis A 7)
  • Beamte in Teilzeit
  • Beamte, die Ehe-/Lebenspartner mitversichern müssen (wenn diese erwerbslos sind oder nur einen Minijob ausüben)
  • Beamte, die viele Kinder haben
  • Beamte mit Vorerkrankungen

Meine per­sön­liche Mein­ung zur pau­schal­en Bei­hilfe

Die meisten Beamtenanwärter haben weder Kinder, noch arbeiten sie während der Ausbildung nur in seltenen Ausnahmen in Teilzeit. Nur wenige sind bereits verheiratet und haben einen Partner daheim, den sie mitversichern müssen. Und selbst mit ernsten Vorerkrankungen ist fast immer die spezielle Öffnungsklausel für Beamte mit einem maximalen Risikozuschlag von 30 Prozent die sinnvollere Entscheidung.

95 Prozent aller Beamtenanwärter und Beamten fahren mit der individuellen Beihilfe und der PKV besser!

Aber schauen wir uns mal ein paar Zahlen genauer an…

Wie viel verdient ein Beamtenanwärter?

Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst verdienen je nach Laufbahn ungefähr zwischen 1.300 Euro und 1.800 Euro Brutto. Netto sind das zirka 1.200 Euro bis 1.700 Euro im Monat.

  • Mittlerer Dienst (z.B. Verwaltung, Polizei): ca. 1.300 Euro bis 1.450 Euro.
  • Gehobener Dienst (z.B. Finanzamt, Rechtspfleger oder Polizei): ca. 1.400 Euro bis 1.700 Euro.
  • Höherer Dienst (z.B. Referendare, Anwärter im dualen Studium): ca. 1.600 Euro bis 1.800 Euro.
Maskottchen von Sven Höhne hält 1800 Euro Bargeld in der Hand – Symbolbild für die Anwärterbezüge eines Referendars im Referendariat.

Muss ich mich als Beamtenanwärter privat krank­en­ver­sich­ern?

Nein, du kannst als Beamter auf Widerruf auch freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Kran­ken­ver­sich­er­ung bleiben!

Ja, ich weiß, auf YouTube oder in Social Media wird das oft anders kommuniziert. Vielleicht, weil es einfach keinen Sinn macht oder weil die GKV einfach 4-mal so teuer ist. Warum? Weil der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nach deinem Einkommen berechnet wird!

Wie teuer ist die gesetzliche Krank­en­ver­sich­er­ung (GKV) im Ref­er­en­dar­iat?

Dein Beitrag in der GKV = Zwischen 280,00 Euro und 380,00 Euro im Monat!

Der durchschnittliche GKV-Beitragssatz liegt 2026 bei 14,6 Prozent, hinzu kommt ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Zusammen also ca. 17,5 Prozent vom Bruttoeinkommen.

Dazu kommt der Pflegeversicherungsbeitrag. Der Beitragssatz 2026 liegt bei 3,6 Prozent + 0,6 Prozent für Kinderlose = 4,2 Prozent.

Gesetzliche Kranken- und Pflegepflichtversicherung kosten dich zusammen ca. 21,7 Prozent vom Bruttogehalt.

Beispiel:
Beamtenanwärter (A 9)

1.615,68 Euro * 0,217 (21,7 Prozent)
= bis zu 350,60Euro pro Monat

Musterberechnung: GKV Beitrag eines Beamtenanwärters im Gehobenen Dienst (Barmer)

Berechnet mit einem Bruttoeinkommen von 1.615,68 Euro mtl. (Beamtenanwärter im gehobenen Dienst, NRW)

Screenshot des Barmer Beitragsrechners mit einer exemplarischen Beitragsrechnung für den GKV Beitrag für Beamtenanwärter im Gehobenen Dienst 2026
Screenshot des Barmer Beitragsrechners mit einer exemplarischen Beitragsrechnung für den GKV Beitrag für Beamtenanwärter im Gehobenen Dienst 2026

Also selbst, wenn du aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein oder Thüringen kommst und die pauschale Beihilfe wählen könntest, läge dein Beitrag immer noch bei ca. 170 Euro während der Ausbildung!

Ablauf der Online-Beratung bei fairbeamtet.de

  • Unsere Online-Beratung – Bequem von zu Hause
  • 100% kostenlos & unverbindlich
  • Unabhängig von einzelnen Versicherern
  • Echte Experten: Über 30 Jahre PKV- & BU-Erfahrung
Ablauf unserer Online-Beratung
PKV Online-Beratung. Berufsunfähigkeitsversicherung Online-Beratung. Dienstunfähigkeitsversicherung Online Beratung. Ein*e Beamter*in liegt auf dem Boden. Sie hat ein InEar-Headset in den Ohren und lässt sich gerade online beraten. Vor ihr liegt ein Laptop und ein Handy. Auf dem Handy sieht man, dass sie ein Telefonat führt. Die Beamtin ist kein echter Mensch, sondern wird als Funko Pop ähnliche Figur dargestellt.

Wie viel kostet eine pri­va­te Krank­en­ver­sich­er­ung im Ref­er­en­dar­iat?

Top-Tarife* im Referendariat kosten i. d. R. zwischen 90 und 140 Euro im Monat.

Musterberechnung - Beitragsübersicht PKV Tarife für Beamtenanwärter (Gehobener Dienst). Beihilfe Baden-Württemberg. Bemessungssatz 50 Prozent. Eintrittsalter: 21 Jahre. Berechnet mit PSP-Online (Unabhängiger Vergleichsrechner für Versicherungsmakler)

* Beamtenanwärter (gehobener Dienst), Beihilfe Baden-Württemberg (50 Prozent Bemessungssatz). Eintrittsalter: 21 Jahre

Beitragstabelle: PKV-Beitrag während des Vorbereitungsdientes

Beamtenanwärter ohne oder mit max. 1 Kind = Bemessungssatz 50 Prozent

Eintrittsalter Günstigster Tarif Empfehlenswerte Tarife Teuerster Tarif
16 65,89 € 86,21 – 139,01 € 185,07 €
18 65,89 € 86,21 – 103,77 € 185,07 €
20 66,60 € 86,92 – 104,48 € 191,11 €
22 80,33 € 93,07 – 105,22 € 166,18 €
24 81,25 € 93,84 – 113,54 € 167,98 €
26 94,54 € 100,93 – 114,37 € 186,29 €
28 101,06 € 101,81 – 129,65 € 188,21 €
30 102,15 € 102,75 – 130,59 € 216,94 €

Beamtenanwärter mit 2 Kindern oder mehr = Bemessungssatz 70 Prozent

Eintrittsalter Günstigster Tarif Empfehlenswerte Tarife Teuerster Tarif
16 53,53 € 66,66 – 100,37 € 129,48 €
18 53,53 € 66,66 – 78,24 € 129,48 €
20 54,24 € 67,37 – 78,95 € 135,52 €
22 63,50 € 72,19 – 79,69 € 122,12 €
24 64,42 € 72,96 – 85,28 € 123,92 €
26 71,81 € 77,70 – 86,11 € 135,64 €
28 75,87 € 78,58 – 96,28 € 137,56 €
30 76,81 € 79,52 – 97,22 € 155,60 €

* Besonderheit bei Referendaren in Hessen: Referendare in Hessen haben immer einen Beihilfebemessungssatz von 70 Prozent. Dadurch ist die PKV bei Referendaren in Hessen sogar noch attraktiver.

Altersgrenze für Referendare

Die meisten Tarife für Beamtenanwärter (auch Referendare) bieten bis zur Vollendung des 39. Lebensjahres die besonders günstigen Ausbildungskonditionen. An deinem 39. Geburtstag fallen diese jedoch weg.

Dein Tarif wird dann auf die normalen Tarif für Beamte umgestellt und es werden Alterungsrückstellungen gebildet. Die Bildung von Altersrückstellungen ist super und je früher diese gebildet werden, desto niedriger sind deine Beiträge im Alter.

Vom Beitrag her zahlst du dann ungefähr das gleiche, als wärst du in der GKV geblieben. Aber, du bist dann schon einmal in der privaten Krankenversicherung!

Eine freigestellte 3D-Maskottchenfigur von fairbeamtet.de mit Brille und Bart, die als Taschenrechner verkleidet ist. Auf dem Display steht „RECHNER“, darunter sind Tasten wie bei einem Calculator zu sehen. Symbolbild für BMI-Rechner, Beitrgasrechner und Vergleichsrechner.

PKV Beitrag selbst ber­ech­nen

Kein Problem: Kennst du unseren schicken, schlanken PKV Beitrags-Rechner für Beamte und Beamtenanwärter?

Von welchen Faktoren ist der PKV Beitrag abhängig?

Eintrittsalter

Das Eintrittsalter ist das Alter, in dem du dich privat krankenversicherst. Dein Eintrittsalter errechnet sich ganz einfach:

Jahr der Verbeamtung – Jahr deiner Geburt = Eintrittsalter

Je jünger du einsteigst, desto günstiger dein Beitrag zur privaten Krankenversicherung (PKV).

Gesundheits­­zu­stand

Die Beiträge in Vergleichen oder Angeboten der PKV, sind immer die Beiträge für eine kerngesunde Person. Im Antrag stellt die PKV Gesundheitsfragen. Je nachdem, welche Vorerkrankungen du hast, erhebt die Gesellschaft bei Abschluss für diverse Vorerkrankungen Risikozuschläge. Bei schlimmen Diagnosen kannst du dir sogar eine Ablehnung einfangen. Heißt: Die Versicherung versichert dich nicht.

Im Artikel Private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen zeigen wir die bei häufig vorkommenden Diagnosen, wie hoch die Risikozuschläge ungefähr ausfallen und, ob die Versicherung deinen Antrag evtl. ablehnen wird oder nicht.

Leistungen

In der PKV stellst du dir deinen Versicherungsschutz selbst zusammen. Je mehr Leistungen, desto höher fällt i.d.R. der Beitrag aus.

Vorsicht bei besonders günstigen Tarifen:
Besonders günstige Tarife bieten meist eher schlechte Leistungen und bilden zusätzlich oft weniger Alterungsrückstellungen. Das kann zu hohen Beiträgen im Alter führen.

Altersrück­­stell­ungen

In der PKV werden für dich Alterungsrückstellungen gebildet: Du zahlst anfangs mehr Beitrag, als du tatsächlich an Kosten verursachst, und diese Rücklagen finanzieren deine höheren Gesundheitskosten im Alter. Wegen steigender Lebenserwartung, Inflation und medizinischem Fortschritt müssen die Beiträge jedoch immer wieder angepasst werden.

Beamtenstatus

Status: Beamtenanwärter oder Referendar

Beamtenanwärter und Referendare bekommen bis zum 35. Lebensjahr (einige Gesellschaften sogar bis zum 40. Lebensjahr) meist stark vergünstigte Ausbildungstarife. In den Ausbildungstarifen werden i.d.R. noch keine Alterungsrückstellungen gebildet. Das reduziert den Beitrag ca. um die Hälfte oder mehr.

Status: Beamter (auf Probe / Lebenszeit)

Beamte auf Probe, Zeit oder Lebenszeit zahlen den regulären Beitrag inkl. Alterungsrückstellungen. Mit den Alterungsrückstellungen werden deine steigenden Gesundheitskosten im Alter finanziert.

Bemessungssatz

Je höher dein Bemessungssatz ist (30, 50, 70 oder 80 Prozent), desto geringer wird der Beitrag in deiner Restkostenversicherung (PKV).

In unserem Artikel: Beihilfe Bemessungssätze haben wir sämtliche Beihilfebemssungssätze für alle Bundesländer und der Bundesbeihilfe aufgeführt.

PKV Vergleich für Beamtenanwärter

Natürlich willst du beim Abschluss einer PKV nichts falsch machen. Gerade, wenn du aus der gesetzlichen Krankenversicherung kommst und keine Ahnung hast, woran man eine gute private Krankenversicherung erkennt und welche Leistungen wirklich wichtig sind.

Von daher ist es nachvollziehbar, dass du nach einem brauchbaren PKV Vergleich suchst. Und wenn wir an Vergleiche und Testsieger denken, wer fällt uns da spontan ein? Stiftung Warentest!

Aber: Wie gut ist der Stiftung Warentest Private Krankenversicherung für Beamte und Beamtenanwärter wirklich? Kannst du damit die richtige PKV für den Vorbereitungsdienst finden?

Auch die PKV Vergleiche von Check24, Verivox & Co. sind beliebt. Und ja, wir haben auch mehr als einen tollen PKV Vergleich für Beamte erstellt. Wir haben die Debeka, DBV und HUK verglichen, und uns auf die Suche, nach Deutschlands bester privater Krankenversicherung für Beamtenanwärter & Beamte, gemacht.

Aber ein Vergleich sollte immer nur eine erste Orientierung sein. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann mir damit anschauen, welche Tarife meine Anforderungen (Wünsche) erfüllen. Mir einen Überblick verschaffen, wie teuer die Tarife sind.

Leider dreht sich heutzutage alles nur um einen besonders günstigen Beitrag und das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Und jeder PKV-Profi wird dir bestätigen: Das ist Bullshit!

Und genau das kann ein Vergleich auch nicht! Warum?

Weil in einem Vergleich zur privaten Krankenversicherung immer ein kerngesunder Kunde als Musterkunde ausgewählt wird!

Meine persönliche Meinung zu PKV Vergleichen

Ein PKV Vergleich ist schön und gut, aber Musterkunden haben keine Vorerkrankungen. Aber genau diese Vorerkrankungen entscheiden schlussendlich, was dich die PKV kosten wird. Was bringt dir die günstigste PKV im Vergleich, wenn du am Ende genau dort den höchsten Risikozuschlag aufgebrummt bekommst?

Wenn’s gut werden soll: Such dir einen Profi. Einen PKV-Experten für Beamte, der dich gut berät. Prüft, welche Tarife und Gesellschaften dir das bieten, was dir wichtig ist. Der anonyme Risikovoranfragen für dich stellt und dir am Ende das wirklich beste Angebot macht.

Warum ist der Ge­sund­heits­zu­stand bei der PKV so wichtig?

❯ Der Gesundheitszustand ist maßgeblich für die Höhe deines Beitrags!

Wer in die PKV wechseln will, muss spätestens bei der Antragstellung Gesundheitsfragen beantworten.

Die typischen Fragen und Abfragezeiträume:

  1. Größe und Gewicht
  2. Ambulante Behandlungen ❯ in den letzten 3 Jahren.
  3. Stationäre Behandlungenin den letzten 5 Jahren.
  4. Psychische Erkrankungen in den letzten 5 bis 10 Jahren.
  5. Chronische bzw. dauerhafte Erkrankungen

Anhand deiner Angaben, bewertet die private Krankenversicherung dein persönliches Risiko.

➔ Bist oder warst du in den Abfragezeiträumen gesund, zählt für dich der Beitrag, den du aus Angeboten oder evtl. von Vergleichsrechnern, wie Check24 und Co. kennst.

➔ Hattest du in den Abfragezeiträumen jedoch Diagnosen oder Vorerkrankungen, kann die PKV einen persönlichen Risikozuschlag erheben oder sogar deinen Antrag ablehnen.

❯ Psychotherapien sind aktuell der häufigste Grund für eine Ablehnung. Selbst bei Beamtenanwärtern!

Fallen die Risikozuschläge bei allen PKVs gleich aus?

Schön wär’s, aber dem ist nicht so. Im Gegenteil. Das hängt immer davon ab, wie die Annahmepolitik der Gesellschaft ist. Ist sie restriktiv (streng), kannst du schneller mit einer Ablehnung rechnen und Risikozuschläge fallen erfahrungsgemäß deutlich höher aus. Die Belohnung dafür ist oft eine sehr gute Beitragsstabilität.

Möchte eine Gesellschaft gerne besonders viele Menschen versichern und sich mit den Federn schmücken, „Wir sind die größte PKV in Deutschland!“, muss sie ja eher auf Masse gehen und bei der Annahmepolitik großzügiger sein. Was erfahrungsgemäß zu Lasten der Beitragsstabilität geht.

❯ Großzügige Annahmepolitik = schlecht für die Beitragsstabilität!

Wir haben uns häufig vorkommende Diagnosen und Volkskrankheiten vorgenommen und tolle Artikel dazu geschrieben, wie hoch Risikozuschläge bei unterschiedlichen Krankenversicherungen ausfallen und wann bzw. bei welchen Anbietern du mit diesen Diagnosen mit einer Ablehnung rechnen solltest.

Welche Leistungen bie­­tet die pri­­va­­te Krank­­en­­ver­­sich­­er­­ung für Beamtenanwärter?

Ein besonderer Vorteil der privaten Krankenversicherung ist, dass man sich den Versicherungsschutz individuell nach seinen Wünschen zusammenstellen und an seine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann.

Einerseits ist das gut. Andererseits ist das auch ein Risiko. Besonders gesunde Menschen sehen oft nicht die Erkrankungen, die im Alter auf sie zukommen können. Anstatt auf gute Leistungen, legen sie häufig wert darauf, dass die PKV vor allem günstig ist.

Das rächt sich oft erst Jahre später, wenn die Wehwehchen da sind und man am eigenen Portemonnaie spürt, welche Einschnitte und Leistungsbegrenzungen der tolle billige Tarif so alles hat.

Meine Empfehlung mit 25 Jahren Erfahrung als PKV-Experte für Beamte:
Stell dir vor, du bist zwischen 40 und 50 Jahre alt. Worüber beklagen sich ältere Menschen? Und dann schau dir die möglichen Leistungen an und frag dich: Welche Leistungen hätte ich gern, wenn ich später alt bin!?!

Die PKV für Beamte bietet je nach Tarif folgende Leistungen an:

  • Umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen
  • Schnelle Termine auch bei Fachärzten und Spezialisten
  • Erstattung von Brillen und Kontaktlinsen
  • Medikamente, mit oder ohne Rezept
  • Heilpraktiker und Naturheilverfahren
  • Präventionsmaßnahmen und -kurse
  • Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Freie Arztwahl (Chefarzt- oder Wahlarztbehandlung)
  • Option der Beihilfeergänzung (Lücken der Beihilfe)
  • Hohe Leistungen für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Implantate
  • Ambulante und stationäre Kuren & Reha
  • Beitragsrückerstattung (im Referendariat bis zu 6 Monatsbeiträge)
  • Weltweiter Versicherungsschutz

Basis, Komfort und Pre­mi­um Versicherungsschutz

Pyramide der PKV-Schutzstufen: Basis-Absicherung, Komfort-Schutz und Premium-Schutz von unten nach oben.

Basis-Schutz

  • Vorsorge nach GKV-Programmen
  • Heilmittel nach Bundesbeihilfeverordnung
  • 50 Sitzungen Psychotherapie pro Kalenderjahr
  • Allgemeine Krankenhausleistungen

Komfort-Schutz

  • freie Arztwahl
  • Offener Hilfsmittelkatalog
  • Psychotherapie ohne Sitzungsbegrenzung
  • 2-Bettzimmer + Wahlarzt (Chefarztbehandlung)
  • Erstattung im stat. Bereich über den Höchstsatz

Premium-Schutz

  • Erstattung in allen Bereichen über Höchstsatz
  • Erstattung 100 Prozent Restkosten bei Zahn­er­satz
  • Top Absicherung Reha-Maßnahmen und Kuren

Die Vor- und Nach­teile von GKV und PKV

GKV Vor- & Nachteile

  • Nicht beihilfekonform
  • Beitrag steigt mit dem Einkommen (z. B. Erfahrungsstufen anstieg)
  • Leistungen nach SGB 5 geregelt: ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich!
  • Gesund­heits­zu­stand spielt keine Rolle
  • Keine Beitragsrückerstattung

PKV Vor- & Nachteile

  • Beihilfekonform
  • Beitrag steigt nicht bei steigendem Einkommen
  • Leistungen frei wählbar
  • Gesund­heits­zu­stand spielt eine entscheidende Rolle
  • Bis zu 6 Monate Beitragsrückerstattung (Cashback)

Wenn du mehr Unterschiede und Vor- und Nachteile wissen willst,…
❯ schau dir unseren Artikel Unterschiede der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung an!

So funktioniert die pri­va­te Krank­­en­­ver­­sich­­er­­ung

Beispiel: Tjark (29), Referendar aus Bayern, 50 Prozent Beihilfe (Beihilfe Bayern).

Tjark hat einen grippalen Infekt. Er hat husten, fühlt sich schlapp und hat Kopf- und Gliederschmerzen. Außerdem hat er die Nacht wegen des starken Hustens kaum ein Auge zugemacht. Er ist zum Hausarzt gegangen, um sich für den Rest der Woche krankschreiben zu lassen (AU).

Nach ein paar Wochen, bekommt er 2 Rechnungen nach Hause. Original und Duplikat.

Das übernimmt die Beihilfe

Die Kopie (Dublikat) schickt er zur Beihilfe. Die Beihilfe erstattet ihm 50 Prozent der Rechnung und zahlt ihm das Geld auf sein Konto.

Das übernimmt die Private

Das Original geht zur privaten KV. Die erstatten ihm die anderen 50 Prozent der Kosten.

Tjark hat somit alles erstattet bekommen und gleicht die offene Rechnung bei seinem Hausarzt aus.

Heutzutage schickt man allerdings keine Rechnungen mehr per Post. Beihilfe und PKV haben dafür eine App. Rechnung fotografieren. App öffnen. Foto hochladen. Absenden. Fertig.

Fazit zur pri­va­ten Krank­en­ver­sich­er­ung für Beamtenanwärter

Durch die Beihilfe, ist die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter nicht nur günstiger, sie bietet obendrein deutlich bessere Leistungen. Sofern man nicht in die Preis-Falle tappt und unbedingt die günstigste PKV abschließen möchte.

PKV Vergleiche und Tests, können eine erste Orientierung sein, um zu schauen, in welcher Range Beiträge von guten privaten Krankenversicherungen liegen. Da Vergleiche und Tests jedoch immer von einer kerngesunden Person ausgehen, bleiben Vorerkrankungen und Risikozuschläge in Vergleichen unberücksichtigt.

Beim Abschluss einer PKV werden deine persönlichen Vorerkrankungen jedoch berücksichtigt. Und jede PKV bewertet Vorerkrankungen anders. Was bringt es dir also, wenn die günstige PKV mit Risikozuschlag am Ende die teuerste PKV ist?

Und wenn du aus der gesetzlichen Krankenversicherung kommst, weißt du meist nur, wo es in der GKV teuer wird. Brille und Zahn, werden hier häufig genannt. Die gravierenden Leistungsunterschiede in der PKV liegen jedoch ganz woanders versteckt.

Du brauchst eine professionelle PKV Beratung von einem PKV-Experten für Beamte, der sich im Beihilferecht auskennt. Am besten einen Versicherungsmakler, der sich – wie wir – auf Beamte spezialisiert hat. Der die Tarife für Beamte und Beamtenanwärter auswendig kennt, anonyme Risikovoranfragen starten und prüfen kann, welche private Krankenversicherung dir wirklich das beste Angebot macht.

Das Tolle ist, unsere Beratung ist nicht nur unabhängig, sondern für dich 100 Prozent kostenlos. Und mit über 1.000 positiven Kundenbewertungen bei Google und Provenexpert, gehören wir zu den bestbewerteten Versicherungsmakler für Beamte in Deutschland.

Wir sprechen beamtisch!

Sven Höhne. Geschäftsführer und PKV-Experte von fairbeamtet.de

Artikel von

Sven Höhne

Versicherungsmakler § 34d GewO. Mitgründer von fairbeamtet.de. Seit August 2000 in der Branche – erst Debeka, heute unabhängig.

Über 6.000 Beamte zur PKV und BU/DU beraten. 45 Google-Bewertungen – ausschließlich 5 Sterne. 500+ Top-Bewertungen bei Provenexpert.

Kein Verkaufsdruck. Keine leeren Versprechen. Du bekommst eine Empfehlung mit Begründung – bevor du unterschreibst.

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