Private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen

Wenn man eine PKV abschließen möchte, muss man Gesundheitsfragen beantworten. Und je nachdem, welche Diagnosen man in den gefragten Abfragezeiträumen hatte, reagieren die Privaten teilweise mit Risikozuschlägen oder im schlimmsten Fall mit einer Ablehnung. In diesen Beiträgen verraten wir dir, wie die Private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen, die häufig vorkommen umgeht.

Bei Abschluss einer PKV musst du Gesundheitsfragen beantworten. Je nach Vorerkrankungen drohen Risikozuschläge oder eine Ablehnung. In diesen Beiträgen zeigen wir dir, wie PKV-Anbieter mit häufigen Vorerkrankungen umgehen.

Sven dargestellt als Maskottchen-Figur von fairbeamtet.de - mit Brille und Bart neben einem Infusionsständer mit Infusionsbeutel; ein Arm ist eingegipst, am Bein trägt die Figur eine Knie-Orthese. Es ist das Titelbild des Beitrags: Private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen (PKV mit Vorerkrankungen)
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Private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen

Vorerkrankungen spielen beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung eine wichtige Rolle. Die Beiträge, die du in einem Vergleich oder bei Vergleichsportalen wie Check24 und Co. siehst, sind die Beiträge, die eine kerngesunde Person zahlen müsste.

Wenn du eine PKV abschließen willst, wirst du gefragt, wegen welcher Vorerkrankungen du in den letzten Jahren in Behandlung gewesen bist.

Im ambulanten Bereich und für zahnärztliche Behandlungen fragen die privaten Krankenversicherungen für gewöhnlich die letzten 3 Jahre ab. Bei Krankenhausaufenthalten interessieren sich die Krankenversicherungen für die letzten 5 bis 10 Jahre und bei psychischen Erkrankungen werden meist die letzten 3 bis 10 Jahre abgefragt.

Je nachdem welche Vorerkrankung(en) bei dir vorliegen, erheben die privaten Krankenversicherungen einen individuellen Zuschlag (Risikozuschlag) oder lehnen deinen Antrag gegebenenfalls ab.

Achtung: Jede PKV bewertet Vorerkrankungen anders!

Du solltest vorher prüfen, welche Zuschläge private Krankenversicherungen erheben. Such dir mehrere PKVs aus, die deine Vorgaben erfüllen und kläre im Vorfeld ab, zu welchen Konditionen sie dich versichern möchten.

Such dir auf keinen Fall erst eine PKV aus und schluck einfach den Risikozuschlag, den sie dir aufs Auge drücken. Du wirst überrascht sein, wie gravierend sich Risikozuschläge, aber auch Annahme oder Ablehnung je nach Krankenversicherung unterscheiden können.

In diesen Artikeln erläutern wir dir, wie private Krankenversicherungen mit der jeweiligen Vorerkrankung umgehen und was du beachten solltest!

PKVs und häufig vorkommende Diagnosen...

Schnelle Antworten zu den top Fragen

Die häufigsten Fragen (FAQs) zur PKV mit Vorerkrankung

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen. Wenn deine Frage hier nicht dabei ist, melde dich einfach direkt bei uns.

Was zählt bei der PKV überhaupt als Vorerkrankung?

Als Vorerkrankung gilt alles, was vor der Antragstellung ärztlich diagnostiziert oder behandelt wurde. Dazu gehören chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck genauso wie psychische Behandlungen, Operationen oder Übergewicht. Eine einmalige Erkältung oder eine ausgeheilte Magenverstimmung interessiert die PKV dagegen nicht.

Muss ich alle Vorerkrankungen im PKV-Antrag angeben?

Ja, zwingend. Die PKV fragt konkret nach bestimmten Zeiträumen, meistens drei bis zehn Jahre rückwirkend. Was in diesem Zeitraum ärztlich behandelt oder diagnostiziert wurde, muss rein. Im Zweifel gilt: lieber eine Vorerkrankung zu viel angeben als zu wenig. Lies dazu gerne folgenden Artikel: Gesundheitsfragen richtig beantworten!

Werde ich mit Vorerkrankungen in die PKV aufgenommen?

In vielen Fällen ja. Ob mit Zuschlag, mit Leistungsausschluss oder ohne Einschränkungen hängt von der Erkrankung, dem Versicherer und deiner Gesundheitshistorie ab. Als Beamter hast du dabei einen Joker, den Angestellte und Selbstständige nicht haben: die Öffnungsklausel. Die garantiert dir die Aufnahme, egal wie deine Krankenakte aussieht.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage und warum ist sie so wichtig?

Ganz einfach: Wer blind einen PKV-Antrag stellt und abgelehnt wird, hat beim nächsten Versicherer schon schlechtere Karten. Bei der anonymen Risikovoranfrage reichen wir deine Gesundheitsdaten ohne deinen Namen bei mehreren PKVs gleichzeitig ein. Du siehst, wer dich zu welchen Konditionen nimmt, ohne dass eine Ablehnung irgendwo gespeichert wird.

Welche Vorerkrankungen führen zur Ablehnung in der PKV?

Die kurze Antwort: Je schwerer und unkontrollierbarer die Erkrankung, desto höher das Ablehnungsrisiko. Aktiver Krebs, HIV, schwere Herzerkrankungen mit Folgeschäden oder fortgeschrittene Autoimmunerkrankungen sind bei den meisten Versicherern K.O.-Kriterien. Gut eingestellter Bluthochdruck oder eine abgeschlossene Psychotherapie hingegen führen oft nur zu einem Risikozuschlag.

Was passiert, wenn ich eine Vorerkrankung bei der PKV verschweige?

Das ist die schlechteste Idee überhaupt. Die PKV prüft deine Gesundheitsangaben spätestens dann, wenn du eine Erstattung beantragst. Bei vorsätzlichen Falschangaben hat sie bis zu zehn Jahre Zeit, den Vertrag rückwirkend zu kündigen. Im schlimmsten Fall stehst du ohne Schutz da und trägst alle Kosten selbst.

Was bringt die Öffnungsklausel bei Vorerkrankungen?

Innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung muss dich eine teilnehmende PKV aufnehmen, egal welche Vorerkrankungen du hast. Das gilt für Beamte auf Widerruf, auf Probe, auf Zeit und auf Lebenszeit. Der maximale Risikozuschlag ist auf 30 Prozent gedeckelt, Leistungsausschlüsse sind verboten. Für die meisten Beamten gilt diese Chance genau einmal.

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