Private Krankenversicherung mit Corona

Corona gehabt – und jetzt in die mit Corona in die Private Krankenversicherung wechseln? Das geht, aber nicht immer ohne Haken. Ob milder Verlauf oder Long Covid: Versicherer schauen genau hin. In diesem Artikel erfährst du, worauf es wirklich ankommt, wie du Probleme vermeidest und was du als Beamter oder Anwärter jetzt tun solltest.

Freigestellte 3D-Illustration: Figur mit Brille und Bart (Maskottchen von Sven von fairbeamtet.de) flüchtet panisch vor einem großen grünen Corona-Virus mit roten Stacheln und wütigem Gesichtsausdruck.
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Wie gehen private Krankenversicherungen mit einem positiven Corona-Test um?

Wie bei vielen anderen Erkrankungen auch bewerten die einzelnen privaten Krankenversicherungen die Ansteckung mit dem Corona-Virus sehr unterschiedlich. Versicherbar sind Personen mit einem positiven Corona-Test i. d. R., wenn die Erkrankung vollständig ausgeheilt und die Person vollkommen behandlungs- und beschwerdefrei ist.Und es kommt darauf an, wie die Person behandelt wurde. War es eine rein ambulante Behandlung, stehen die Chancen gut. Lag die Person im Krankenhaus und war einer Beatmungsmaschine angeschlossen, sinken die Chancen auf einen Vertragsabschluss in den Keller.Aber auch bei einer rein ambulanten Behandlung, kommt es auf die Symptome an. Personen, die einen positiven Corona-Test hatten, sollten einen Versicherungsabschluss nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und bitte, lasst Euch nicht dazu überreden, die Angabe, dass Ihr einen positiven Corona-Test hattet, unter den Tisch fallen zu lassen. Das kann im schlimmsten Fall zur Kündigung der Krankenversicherung aufgrund einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung kommen!

Ablauf der Online-Beratung bei fairbeamtet.de

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PKV Online-Beratung. Berufsunfähigkeitsversicherung Online-Beratung. Dienstunfähigkeitsversicherung Online Beratung. Ein*e Beamter*in liegt auf dem Boden. Sie hat ein InEar-Headset in den Ohren und lässt sich gerade online beraten. Vor ihr liegt ein Laptop und ein Handy. Auf dem Handy sieht man, dass sie ein Telefonat führt. Die Beamtin ist kein echter Mensch, sondern wird als Funko Pop ähnliche Figur dargestellt.

Wie sollte man vorgehen, wenn man einen positiven Corona-Test hatte?

Teilt uns ein Kunde mit, dass er/sie einen positiven Corona-Test hatte, gehen wir ganz behutsam vor. Wir stellen eine anonyme Risikovoranfrage und fragen mit folgenden Fragen (und Antworten) an:

1. Wann wurde die Corona-Infektion festgestellt?2. Welche Beschwerden/Symptome hat die Corona-Infektion ausgelöst?3. Über welchen Zeitraum wurden Sie behandelt?4. Haben Sie Medikamente eingenommen?

• Ja/Nein
• Wenn ja, welche und über welchen Zeitraum?

5. Wie wurden Sie behandelt?

• ausschließlich ambulant
• ambulant und stationär

6. Über welchen Zeitraum fand die stationäre Behandlung statt?

• Von / bis

7. Wurden Sie beatmet?

• Ja/nein
• Wenn ja: von wann/bis wann?

8. Wann haben Sie die angeordnete Quarantänemaßnahme beendet?9. Sind weitere Behandlungen geplant, beabsichtigt bzw. angeraten?

• Ja/Nein
• Wenn ja, welche?

10. Wurde ein Lungenfunktionstest durchgeführt?

• Nein
• Ja, der entsprechende Ergebnisbericht ist beigefügt.

11. Ist die Corona-Infektion ohne Folgen ausgeheilt?

• Ja, es sind keine Folgen verblieben.
• Nein, ich habe folgende Einschränkungen/Beschwerden:

12. Seit wann sind Sie vollständig behandlungs- und beschwerdefrei?

Wie haben die privaten Krankenversicherungen Personen mit einem positiven Corona-Test eingestuft? (z. B. Debeka oder Barmenia)

Sofern der Erkrankte – in der Zeit der Erkrankung – nur Erkältungssymptome aufwies, gingen einige Krankenversicherungen – z. B. die Debeka oder Barmenia – damit um, wie bei einer normalen Erkältung. Ein Vertragsabschluss war dort oft ohne Erschwernis (ohne Risikozuschlag) möglich. Andere PKVs hingegen würden einen Antrag für 1 Jahr zurückstellen. Heißt, die Person könnte sich erst nach Ablauf von 12 Monaten nach der negativen Testung dort versichern. Bisher hatten wir eine Bandbreite von „sofort versicherbar, sobald folgenlos ausgeheilt und negativen Corona-Test“, bis „1 Jahr warten“. Am häufigsten lag das Warten bei 1, 3 oder 6 Monaten. Wir haben insgesamt die Ergebnisse von 22 anonymen Risikovoranfragen bei privaten Krankenversicherungen gesammelt und für uns ausgewertet. Natürlich sind das nur eine Momentaufnahme. Beinahe täglich ändert sich etwas. Deswegen machen wir auch bei jedem neuen Kunden eine neue Risikovoranfrage und loten aus, welche PKV bei und für ihn die beste ist.

PKV versichert, Diagnose Long Covid – Was muss ich beachten?

Wenn du schon eine private Krankenversicherung (PKV) hast und Long Covid bekommst, ist das grundsätzlich erstmal abgesichert. Deine PKV deckt normalerweise die Behandlungskosten für Long Covid ab, genauso wie bei anderen Erkrankungen. Wichtig ist, dass du alle notwendigen ärztlichen Unterlagen einreichst und die Behandlung mit deinem Versicherer besprichst.

Es könnte allerdings sein, dass die Versicherung bestimmte Maßnahmen genauer überprüft oder zusätzliche Gutachten verlangt, um den Behandlungsbedarf zu beurteilen. Aber grundsätzlich bist du auf der sicheren Seite, solange du die Gesundheitsprüfung bei Vertragsabschluss korrekt und ehrlich beantwortet hast.

Falls du merkst, dass es bei der Kostenübernahme Probleme gibt oder die Versicherung Schwierigkeiten macht, lohnt es sich, einen Experten oder Anwalt für Versicherungsrecht hinzuzuziehen. So kannst du sicherstellen, dass deine Ansprüche richtig durchgesetzt werden.

Kurz gesagt: Solange du alles korrekt angegeben hast, solltest du dir keine allzu großen Sorgen machen müssen – deine PKV ist dafür da, dich auch bei Long Covid zu unterstützen.

Unser persönliches Fazit zu einem PKV-Abschluss nach einem positiven Corona-Test

Nimm Corona nicht auf die leichte Schulter. Stell nicht einfach so irgendwo einen Antrag, wenn du Corona hattest. Du könntest dir dadurch schnell eine Ablehnung einfangen.

Gerade jetzt, wo die Angst vor der englischen Mutation des Corona-Virus (B117) so groß ist. Die englische Mutation soll 70 Prozent ansteckender sein. Corona soll sich dadurch viel schneller verbreiten als bisher. Niemand von uns weiß, was in nächster Zeit passieren wird. Breitet sich Corona wirklich aus wie ein Lauffeuer? Kommst du dann noch in die PKV, in die du möchtest, oder möchtest du die nehmen, die dich mit Corona noch nimmt und vielleicht nur zweite oder dritte Wahl ist?

Wer plant, sich im Laufe des Jahres verbeamten zu lassen, sollte JETZT handeln. Kümmere dich JETZT um deine private Krankenversicherung!

Schließe entweder rechtzeitig eine Krankenversicherung ab, oder mach bei der PKV, die es später werden soll, eine kleine Anwartschaft bzw. einen Optionstarif. So kommst du später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die private Krankenversicherung.

Wenn du Hilfe brauchst, sprich uns an. Wir helfen dir gerne!

Liebe Grüße dein
Sven von fairbeamtet.de

Sven Höhne. Geschäftsführer und PKV-Experte von fairbeamtet.de

Artikel von

Sven Höhne

Sven ist seit 2000 leidenschaftlich fokussiert auf das Thema Private Krankenversicherung und einer von zwei Geschäftsführern von fairbeamtet.de. Seine Karriere begann er bei der Debeka. Dort machte er die Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Ende 2011 kündigte er dort und machte sich im Januar 2012 als Versicherungsmakler selbständig. Zu Anfang erst noch bei Beamtencircle in Berlin.

Im Mai 2016 gründete er dann mit Michael Buchholz gemeinsam fairbeamtet. Dort erklärt er – vor allem in Form von Artikeln – die komplexe Sachverhalte aus der Welt der PKV. In mehr als 10 Jahren hat er bereits über 5.000 Kunden online zur PKV beraten und mehr als 2/3 davon auch zur Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung.

Die Zahlen sprechen für Sven. Mit einer echten 5-Sterne-Bewertung bei Google und über 500 Bewertungen bei Provenexpert, gehört er zu Deutschlands besten und erfahrensten PKV-Experten.