Was du über PKV und Brustimplantate wissen solltest
- Kaum ein Thema sorgt bei der PKV für so viele Rückfragen und Unsicherheiten wie Brustimplantate – egal ob medizinisch oder ästhetisch begründet.
- Implantate können zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder sogar Ablehnungen führen – je nach Anbieter und Hintergrund.
- Viele Versicherer unterscheiden nicht zwischen rekonstruktiven und kosmetischen Eingriffen – entscheidend ist, was in der Akte steht.
- Auch lange zurückliegende Eingriffe sind meldepflichtig, wenn sie im Abfragezeitraum liegen – oft 5–10 Jahre.
- Es gibt Gesellschaften, die bei gut dokumentierter Ausgangslage keine Probleme machen – aber du musst wissen, wie du vorgehst.
- Wer einfach „nach Gefühl“ antwortet oder etwas verschweigt, riskiert Vertragsrücktritt oder Leistungsausschlüsse im Ernstfall.
In diesem Artikel erfährst du, wie Brustimplantate die PKV beeinflussen – und wie du trotzdem gut versichert wirst.
Letzte Aktualisierung am: 21.05.2025
Sven Höhne – Experte für »künstliche Hupen«!
Im Januar musste ich lachen. Ein Kollege hatte einen Termin für mich gemacht und mich als »Experte für künstliche Hupen« angepriesen. Warum er das getan hatte, lag auf der Hand. Ich hatte im letzten Quartal ziemlich viele Damen, die sich vom plastischen Chirurgen die Brüste haben vergrößern lassen. Die gute Nachricht. Ich habe alle Damen bei guten Krankenversicherungen versichern können und ich habe mir dadurch ziemlich viel Spezial-Wissen angeeignet.
Früher waren Beamtinnen mit Brustimplantaten ein Fall für die Öffnungsklausel (Öffnungsaktion für Beamte)
Vor wenigen Jahren wären diese Damen allesamt ein Fall für die »Öffnungsklausel« (oder Annahme über Kontrahierungszwang, wie es im Fachjargon heißt) gewesen und sie wären nur über diesen Weg in die private Krankenversicherung (PKV) gekommen. Denn bis vor wenigen Jahren stand bei Brustimplantaten fest, dass diese in regelmäßigen Abständen ausgetauscht und erneuert werden müssen. Kosten, die private Krankenversicherungen vermeiden wollten und so lieber dankend abgelehnt haben. Außerdem kam es immer wieder vor, dass Implantate undicht wurden und ausgelaufen sind, was wiederum viele Folgekosten verursacht hat. Aus damaliger Sicht kann ich den Entschluss der Ablehnung durchaus nachvollziehen.
Jährlich lassen sich in Deutschland schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Frauen die Brüste vergrößern. In der Regel aus rein ästhetischen Gründen.
Zeiten ändern sich: Moderne Implantate sind hochwertiger und müssen nicht mehr erneuert werden!
Die heutigen, mit Gel gefüllten Brustimplantate sind deutlich besser geworden. Sie müssen meist nicht mehr ausgetauscht werden, sondern sind für den lebenslangen Verbleib im Körper gemacht. Dadurch ist für viele private Krankenversicherungen das Kostenrisiko deutlich gesunken. Heute versichern einige private Krankenversicherungen Frauen mit relativ modernen Gel-Implantaten. Diese sollten am besten nicht älter als 10 Jahre alt – also die Gel-Implantate, nicht die Frauen – und zum dauerhaften Verbleib im Körper bestimmt sein. Gerade, wenn die Operation von angesehenen Schönheitschirurgen in Deutschland und nicht in Polen, Tschechien oder anderen Ländern durchgeführt wurde, die Brustvergrößerungen zum Dumping-Preis anbieten, stehen die Chancen eine gute Krankenversicherung zu finden gut. Beamtinnen mit modernen, hochwertigen Brustimplantaten aus Deutschland haben also gute Chancen eine PKV zu Top-Konditionen zu bekommen!
Trotzdem Vorsicht: Viele heißt nicht alle!
Denn weiterhin lehnt der Großteil aller privaten Krankenversicherungen Anträge von Frauen mit Brustimplantaten ab. Die meisten bestehen immer noch auf einen kompletten Leistungsausschluss. Heißt, sie versichern die Frauen zwar, sollte es aber Komplikationen geben und ein Implantat undicht werden, nimmt sich die Versicherung davon nichts an. Aber es gibt Ausnahmen. Ein paar wenige private Krankenversicherungen versichern Frauen mit Brustimplantaten häufig komplett ohne Risikozuschlag und ohne Ausschlüsse!
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Was muss ich tun, um die richtige private Krankenversicherung für mich zu finden?
Wir empfehlen dir, überprüfe im Vorfeld und stell nicht kopflos Anträge. Eine Ablehnung bei einer Krankenversicherung kann schnell zu Problemen bei anderen Krankenversicherungen führen!
Auch heute gibt es immer noch sehr viele private Krankenversicherungen, die einen Antrag von Damen mit Brustimplantaten dankend ablehnen und es kann passieren, dass sie dir einen Eintrag in die HIS-Datei der privaten Krankenversicherungen reindrücken. Eine Datei, auf die jede private Krankenversicherung zugreifen und diese auslesen kann. Außerdem fragen so gut wie alle privaten Krankenversicherungen im Antrag, ob bereits ein Antrag bei einer anderen Gesellschaft gestellt und abgelehnt wurde oder nur mit einem Risikozuschlag hätte abgeschlossen werden können. Du kannst dir sicherlich denken, dass es nicht positiv ist, wenn du diese Frage mit „Ja“ beantworten musst. Und Vorsicht, wenn du dort das Kreuzchen bei „Nein“ setzt, hast du gelogen. Wir sprechen hier also von einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung und das kann schnell mit einem Rauswurf aus der PKV enden, wenn deine PKV dahinter kommt.
Wie fallen die Risikozuschläge aus und was muss ich beachten?
Die Risikozuschläge bei den Gesellschaften, die dich trotz Brustimplantaten versichern wollen, liegen zwischen 0 und 100 Prozent. Zudem drücken dir die meisten noch einen Leistungsausschluss für alle Kosten, die direkt oder indirekt mit den Brustimplantaten zusammenhängen.
Platzt dir also ein Implantat, darfst du dreimal raten, wer die OP selber bezahlt: Du, du und nochmal du! Und du kannst dir vorstellen, dass es eine aufwendige OP ist, bis das ganze Silikon aus deinem Körper entfernt ist. Und Silikone, die in die Lymphknoten gelangen … davon wollen wir lieber gar nicht erst anfangen.
Jetzt werden einige sagen, „Ist nicht schlimm. Meine Brustimplantate sind über den Hersteller abgesichert!“ Stimmt, überwiegend aber wirklich auch nur die Implantate. Von den Kosten der OP ist in den allermeisten Fällen nicht die Rede und du kannst dir denken, was wohl das Teure an der Geschichte ist. Silikon ist ein Cent-Artikel, …
Wir prüfen deshalb im Vorfeld ganz genau für unsere Kundinnen, welche Zuschläge die einzelnen privaten Krankenversicherungen nehmen und ob du mit, oder ohne Leistungsausschlüssen versichert werden kannst. Übrigens prüfen wir ANONYM. D. h. keine PKV bekommt personenbezogene Daten von dir. Und damit besteht für dich keine Gefahr, dass du in der oben erwähnten HIS-Datei landest! Profis stellen anonyme Risikoanfragen.
Damit wir dies prüfen können, benötigen wir in der Regel einen Implantatausweis und teilweise ein Attest vom Arzt, das – je nach gewünschter Krankenversicherung – Antwort auf drei bis sieben Fragen der Versicherung gibt.
Bei vielen Versicherungsberatern und Vertretern ist diese Information jedoch noch nicht angekommen. Manche verbreiten auch merkwürdige Unwahrheiten. Letztens berichtete mir eine Kundin mit Brustimplantaten zum Beispiel, dass ihr Berater ihr gesagt hätte, dass bei Kundinnen mit Brustimplantaten zum Beispiel kein günstiger Anwärter-Tarif abschließbar wäre. Natürlich ist das Blödsinn, aber woher soll ein Laie das wissen?
Was Kunden über unsere Beratung sagen
Mit über 1.000 tollen Bewertungen bei Provenexpert, Google und Trustindex gehören wir zu den Top10 der am besten bewerteten Versicherungsmakler in Deutschland.
Sonderfall: Brust-Rekonstruktion nach Tumor-Erkrankung
Mein Tipp
Liebe Grüße euer
Sven von fairbeamtet.de
Der Autor dieses Artikels:
Sven Höhne – PKV und BU-Experte für Beamte
Sven HöhnePKV und BU-Experte für Beamte
Ex-Debeka Mitarbeiter. Heute: fair, unabhängig und klar auf den Punkt.
Ich berate seit 25 Jahren fast ausschließlich Beamte und Beamtenanwärter – mit Fokus auf private Krankenversicherung, Beihilfe und Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitversicherung.
Als ehemaliger Vertriebsprofi der Debeka kenne ich die internen Tarife, Stolperfallen und Verkaufsmaschen – und weiß genau, worauf es bei Lehrer:innen, Referendar:innen, Polizist:innen und Richter:innen wirklich ankommt.
Mein Motto: „Nicht der billigste Tarif – sondern der, der die Kosten übernimmt, wenn du eine ernste Diagnose bekommst!“
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